Hauptmenü öffnen

Ulrich Giezendanner

Schweizer Transportunternehmer und Politiker
Ulrich Giezendanner (2011)

Ulrich Giezendanner (* 31. Oktober 1953 in Rothrist; heimatberechtigt in Rothrist und Wattwil) ist ein Schweizer Transportunternehmer und Politiker (SVP).

LebenBearbeiten

1972 wurde Giezendanner Chef des familieneigenen Transportunternehmens. Von März 1989 bis November 1991 war er im Grossen Rat des Kantons Aargau, ehe er 1991 in den Nationalrat gewählt wurde und dort seit 1995 der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen angehört. Bis Mitte 1996 war er Mitglied der Auto-Partei, seither der Schweizerischen Volkspartei.

Politisch vertrat Giezendanner unter anderem den Ausbau des A1-Nadelöhrs Bareggtunnel, welches mit der Eröffnung der dritten Tunnelröhre 2003 entschärft werden konnte, eine zweite Röhre am Gotthard-Strassentunnel (2016 im zweiten Anlauf beschlossen) oder etwa die Aufhebung des Verbots von Rundstreckenrennen in der Schweiz. Die vom Bund verfolgte Politik der Verlagerung des Transitschwerverkehrs auf die Schiene kritisiert er als unqualifiziert und ineffizient.

Bei den Parlamentswahlen 2011 kandidierte er erfolglos für den abgegebenen Ständeratssitz von Maximilian Reimann (SVP), der in den Nationalrat gewählt worden war.[1][2]

Sein temperamentvolles Auftreten macht ihn zu einem häufigen Gast in Fernsehdiskussionen wie der Arena von SRF 1 und SonnTalk von TeleZüri. Er ist bekennender Christ und unterhält einen Saurer-Oldtimerpark.

Giezendanner ist verwitwet und hat drei Kinder (zwei Söhne und eine Tochter). 2017 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin.[3] Ab 2015 leiteten die beiden Söhne (Benjamin Giezendanner als CEO und Stefan Giezendanner als CFO) das Unternehmen Giezendanner Transporte AG Rothrist.[4] Stefan Giezendanner hat die Giezendanner AG verlassen und führt jetzt die Mittelland Transporte AG als CEO. Stefan Giezendanner ist weiterhin im Verwaltungsrat der Giezendanner AG vertreten.[5]

Sein jüngster Sohn Benjamin Giezendanner (* 1982) ist SVP-Grossrat im Kanton Aargau und war das Jahr 2017 Grossratspräsident (höchster Aargauer).[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Giezendanner gratuliert der wiedergewählten Egerszegi. Aargauer Zeitung, aktualisiert am 27. November 2011; abgerufen am 13. Dezember 2011.
  2. Wahlergebnisse aller Personen Ständerat Aargau 2011@1@2Vorlage:Toter Link/www.fricktal.info (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. a b Ueli Giezendanner sagt zum zweiten Mal «Ja» – im Juli sollen die Hochzeitsglocken läuten. In: Aargauer Zeitung vom 11. Januar 2017.
  4. Zahlen und Fakten auf der Firmen-Homepage
  5. Marcel Odermatt: Familienzoff bei Giezendanner! «Das tut schon weh» In: Blick.ch vom 2. September 2018.