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Thierry Burkart (* 21. August 1975 in Baden AG; heimatberechtigt in Baden und Mühlau) ist ein Schweizer Politiker (FDP) und Rechtsanwalt.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Burkart ist in Obersiggenthal aufgewachsen und wohnt heute in Baden.[1] In der Schweizer Armee ist er Fachoffizier Major im Führungsstab der Armee.[2] Burkart hat in St. Gallen und Lausanne studiert und 2010 das Anwaltspatent erworben. Er arbeitet in einer Rechtskanzlei als Rechtsanwalt.[3]

Politische LaufbahnBearbeiten

Thierry Burkart wurde bei den Parlamentswahlen 2015 mit dem zweitbesten Resultat auf der FDP-Liste in den Nationalrat gewählt.[4] Seither ist er Mitglied des Büros des Nationalrats, der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen KFV und der NEAT-Aufsichtsdelegation.[5] Seit März 2018 gehört Thierry Burkart dem Vorstand der FDP.Die Liberalen Schweiz an.[6]

Am 29. November 2018 haben die Delegierten der FDP Aargau Thierry Burkart für die Ständeratswahl vom 20. Oktober 2019 nominiert. Er setzte sich dabei mit grosser Mehrheit gegen Nationalrat Matthias Jauslin durch.[7]

Politisches ProfilBearbeiten

Thierry Burkart politisiert in der FDP am rechten Rand.[8][9] Er selbst bezeichnet sich als "konsequent bürgerlich" und nennt als politische Schwerpunkte die Verkehrspolitik sowie die Wirtschafts- und Strukturpolitik.[10]

Burkart gehörte von 2011 bis 2015 dem Stiftungsrat der Aargauischen Stiftung für Freiheit und Verantwortung in Politik und Wirtschaft an. 2008 wurde er Vizepräsident von Perspective CH, einer Bewegung, die sich gemäss eigenen Angaben für "Weltoffenheit und Souveränität" einsetzt.[11] Seit 2011 ist er Präsident der Sektion Aargau des Touring Club Schweiz (TCS) und Vizepräsident des gesamtschweizerischen TCS. Von 2013 bis 2016 war er Präsident von Swiss eMobility (Schweizerischer Elektromobilitätsverband). Er setzte sich für den schnelleren Ausbau der Autobahn A1 auf sechs Spuren[12] und das Agglomerationsprogramm Aargau Ost mit zahlreichen Verkehrsprojekten ein.[13] Burkart hat verschiedene Vorstösse durchs Parlament gebracht (u. a. zum Rechtsvorbeifahren auf Autobahnen und Autostrassen).[14] Für Aufsehen hat seine Motion „Mehr Gestaltungsfreiheit bei Arbeit im Homeoffice“ geführt.[15][16]

Sicherheitspolitisch tritt er für eine modern ausgerüstete Milizarmee ein und fordert neue Kampfflugzeuge für die Schweizer Luftwaffe.[17] In der Energie- und Klimapolitik spricht sich Burkart gegen strengere Vorschriften und gegen eine Abgabe für Flugtickets aus.[18]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thierry Burkart in den Ständerat. Abgerufen am 31. Januar 2019.
  2. Mit gutem Beispiel voran: Thierry Burkart (41): Dieser Nationalrat meldet sich wieder zum Dienst. 5. Juni 2017, abgerufen am 29. Januar 2019.
  3. lic. iur. Thierry Burkart. In: voser.ch. Abgerufen am 26. Februar 2019.
  4. Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Abgerufen am 29. Januar 2019.
  5. Thierry Burkart auf der Website der Bundesversammlung. Abgerufen am 26. Februar 2019.
  6. Thierry Burkart neu im FDP-Vorstand: «Wir haben generell keine natürlichen Verbündeten». Abgerufen am 29. Januar 2019.
  7. FDP Aargau setzt klar auf Thierry Burkart – und stellt hohe Erwartungen an ihren Kandidaten. Abgerufen am 29. Januar 2019.
  8. Urs Moser: Ganz links und ganz rechts: Feri und Glarner sind die extremsten Aargauer Politiker in Bern. In: aargauerzeitung.ch. 11. Juli 2016, abgerufen am 26. Februar 2019.
  9. Lukas Scherrer: Wer rückte nach rechts, wer nach links? So politisierten die Aargauer Nationalräte im 2018. In: aargauerzeitung.ch. 1. Januar 2019, abgerufen am 26. Februar 2019.
  10. Barbara Mathys: Sind Sie auch ein Feminist, Thierry Burkart? In: srf.ch. 30. November 2018, abgerufen am 26. Februar 2019.
  11. Thierry Burkart in den Ständerat. Abgerufen am 29. Januar 2019.
  12. Thierry Burkart: «Dreispurige A1 schon 2020 und andere Aargauer Strecken vorzeitig ausbauen». Abgerufen am 29. Januar 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  13. Holt Thierry Burkart dem Aargau 38 Millionen zurück? Abgerufen am 29. Januar 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  14. Parlamentarische Vorstösse Thierry Burkart. Abgerufen am 21. Februar 2019.
  15. Geschäft Ansehen. Abgerufen am 24. Februar 2019.
  16. Home Office - Nationalrat will Arbeitsgesetz lockern. 1. Dezember 2016, abgerufen am 24. Februar 2019.
  17. Corina Eichenberger und Thierry Burkart: Planungsbeschluss zur Landesverteidigung: staats- und sicherheitspolitisch riskant. (NZZ). (nzz.ch [abgerufen am 21. Februar 2019]).
  18. Conradin Zellweger: Thierry Burkart erklärt warum die FDP keine Abgabe für Flüge will. In: nau.ch. 1. Januar 2019, abgerufen am 26. Februar 2019.