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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Surberg
Surberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Surberg hervorgehoben

Koordinaten: 47° 52′ N, 12° 42′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 650 m ü. NHN
Fläche: 23,73 km2
Einwohner: 3384 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83362
Vorwahlen: 0861, 08666, 08662
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 148
Gemeindegliederung: 65 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgstraße 2
83362 Surberg
Website: www.gemeinde-surberg.de
Bürgermeister: Josef Wimmer (FWG)
Lage der Gemeinde Surberg im Landkreis Traunstein
ChiemseeLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis RosenheimLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnWaginger SeeWonnebergWaging am SeeVachendorfUnterwössenÜbersee (Chiemgau)TrostbergTraunsteinTraunreutTittmoningTaching am SeeTachertingSurbergStaudach-EgerndachSiegsdorfSeeon-SeebruckSchnaitseeSchlechingRuhpoldingReit im WinklPittenhartPetting (Gemeinde)PallingObingNußdorf (Chiemgau)MarquartsteinKirchanschöringKienberg (Oberbayern)InzellGrassauGrabenstättFridolfingEngelsbergChiemingBergen (Chiemgau)Altenmarkt an der AlzÖsterreichÖsterreichÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Surberg ist eine Gemeinde im Landkreis Traunstein in Oberbayern.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Surberg hat 65 Ortsteile:[2]

  • Andrichstadt
  • Au
  • Brucklehen
  • Buchbichl
  • Buchen
  • Burghartsöd
  • Diepoltstatt
  • Diesenbach
  • Eck
  • Ettendorf
  • Feiler
  • Fuchsreut
  • Gastag
  • Geiersnest
  • Graben
  • Hallabruck
  • Haunerting
  • Hierankl
  • Hinterhöhenwald
  • Hinterleiten
  • Holneich
  • Hub
  • Hufschlag
  • Jahn
  • Kapell
  • Knappenfeld
  • Kohlbichl
  • Lacken
  • Lappen
  • Lauter
  • Lehen in Surberg
  • Leiten
  • Lerchen
  • Moos
  • Nutz
  • Oberhöhenwald
  • Oed
  • Pauleck
  • Pfarrhof
  • Quirn
  • Rausch
  • Reut
  • Ried
  • Rosenthal
  • Roßruck
  • Schineck
  • Schönau
  • Selberting
  • Spiegelsberg
  • Straß
  • Surberg
  • Surbergbichl
  • Surtal
  • Tandlmaier
  • Thal
  • Thalmann
  • Thalmühle
  • Thann
  • Thannreit
  • Thunstetten
  • Trenkmoos
  • Vachenlug
  • Wiesen
  • Wimm
  • Wüstenreit
 
Elternhaus von Papst Benedikt XVI.

Das Elternhaus des emeritierten Papstes Benedikt XVI. steht im Ortsteil Hufschlag; die Familie wohnte hier von 1937 bis 1951. Nach dem Ortsteil Hierankl wurde ein Kinofilm, Hierankl, benannt.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Im Gebiet der heutigen Gemeinde gab es Edelsitze in Sur(r)berg und Hallabruck. Surberg gehörte bis zu den Verwaltungsreformen in Bayern um 1800 zum Rentamt Burghausen bzw. zum Landgerichtsbezirk Traunstein. 1818 wurde die jetzige politische Gemeinde gegründet.

20. JahrhundertBearbeiten

Die amtliche Schreibweise „Surberg“ wurde am 6. Juli 1937 verbindlich festgestellt.

Am 3. Mai 1945 wurden kurz vor Kriegsende – die US-Amerikaner marschierten gerade in Traunstein ein – an einem Waldrand nahe Surberg (Wüstenreit) 61 KZ-Häftlinge eines Todesmarsches aus dem KZ Flossenbürg von ihren SS-Wachmannschaften erschossen. Ein KZ-Friedhof, auf dem die Häftlinge begraben sind, und eine jüdische Gedenkstätte (Chanukkaleuchter) bei Surtal erinnern an das Massaker.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1970 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Lauter (bis 1968 Kapell) eingegliedert.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich aus 1 Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister zusammen. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,4 % zu folgendem Ergebnis:[4]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU / Kommunale Wählervereinigung 33,7 % 6
Grüne 20,6 % 3
Freie Wählergruppe Surberg-Lauter-Hufschlag 33,0 % 5
Bürgerliste 12,8 % 2
Gesamt 100 % 16

BürgermeisterBearbeiten

Seit 1996 ist Josef Wimmer der Bürgermeister, er wurde zuletzt im März 2014 wiedergewählt.[5] Seit 2014 ist Michael Wimmer zweiter Bürgermeister der Gemeinde Surberg.

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde zeigt geteilt oben auf silbernem Grund den roten Löwen der Surberger über den silbernen Wellenleisten der Hallabrucker auf rotem Grund. Offizielle Beschreibung: Über rotem Schildfuß, darin drei silberne Wellenleisten, in Silber ein wachsender roter Löwe.

Surberg bekam erst im Jahr 1967 ein eigenes Wappen. Der Gemeinderat beschloss am 9. Februar 1967 den von Heimatforscher Karl Schefczik aus Erlstätt erstellten Entwurf anzunehmen und zur Genehmigung dem Bayerischen Staatsarchiv vorzulegen. Mit Entschließung vom 29. Mai 1967 hat das Bayerische Staatsministerium des Inneren die Zustimmung zur Annahme des Wappens nach dem vorgelegten Entwurf erteilt.

BaudenkmälerBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Die folgenden Personen erhielten die Ehrenbürgerwürde durch die Gemeinde Surberg bzw. durch die 1970 eingegliederte Gemeinde Lauter (bis 1968 Kapell).[6] Die Auflistung ist nach 1990 womöglich unvollständig.

Verleihung Name Lebensdaten Beruf / Wirken Anmerkung
23. April 1913 August Reitmair 1862–1949 Pfarrer von 1898 bis 1918 Verleihung durch die Gemeinde Kapell
17. Mai 1925 Josef Niedermayer 1874–1951 Pfarrer von 1918 bis 1926 Verleihung durch die Gemeinde Kapell zum 25-jährigen Priesterjubiläum
16. Dezember 1929 Georg Hunglinger 1877–1942 Altbürgermeister Verleihung durch die Gemeinde Surberg am Ende seiner Amtszeit
29. Juni 1949
19. September 1965
Stefan Wachinger 1885–1979 Pfarrer von 1928 bis 1958 Verleihung 1949 in Kapell, 1965 in Surberg
6. Mai 2019 Papst Benedikt XVI. * 1927 In Hufschlag wohnhaft von 1937 bis 1951 Verleihung in Rom (Beschluss vom November 2018)[7]

LiteraturBearbeiten

  • Heimatkundlicher Verein Surberg: Heimatbuch der Gemeinde Surberg. Herausgegeben anlässlich der 1200-Jahrfeier. Surberg 1990, DNB 958498806.
  • Friedbert Mühldorfer (Hrsg.): Gedenkfeiern gegen das Vergessen – der KZ-Friedhof in Surberg, LILIOM Verlag, 2015, ISBN 978-3-934785-81-6.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Surberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111109/180623&attr=OBJ&val=572
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  6. Karl Ebner: Ehrenbürger. In: Heimatkundlicher Verein Surberg (Hrsg.): Heimatbuch der Gemeinde und Pfarrei Surberg. Surberg 1990, DNB 958498806, S. 164.
  7. Traunsteiner Tagblatt vom 7. Mai 2019, abgerufen am 16. Mai 2019