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Streitkräfte der Slowakischen Republik

Die Streitkräfte der Slowakischen Republik, auch Slowakische Streitkräfte oder Streitkräfte der Slowakei (slowakisch Ozbrojené sily Slovenskej republiky; 1993–2002 auch Armáda Slovenskej republiky) sind die bewaffneten Streitkräfte der Slowakei.

Flag of Slovakia.svg Streitkräfte der Slowakischen Republik
Ozbrojené sily Slovenskej republiky
Regrut 01 znak ossr.jpg Coat of arms of Slovakia.svg
Führung
Oberbefehlshaber: Präsidentin Zuzana Čaputová
Verteidigungsminister: Peter Gajdoš
Militärischer Befehlshaber: Chef GenStab
Generalleutnant Daniel Zmeko
Militärische Führung: Generalstab
Sitz des Hauptquartiers: Bratislava
Teilstreitkräfte: Slovak Army Roundel.svg Heer (Pozemné sily Slovenskej republiky)

Luftstreitkräfte (Vzdušné sily Slovenskej republiky)

  • Ausbildungs- und Unterstützungskräfte (Sily podpory a výcviku Slovenskej republiky)
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 12.000 (2016)[1]
Wehrpflicht: Nein
Wehrtauglichkeitsalter: 18
Haushalt
Militärbudget: 907 Mio. € (2016)[1]
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 1,12 (2016)[1]
Geschichte
Gründung: 1. Januar 1993

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1993 erfolgte die Trennung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik in die Tschechische Republik und die Slowakische Republik. Die Soldaten der Tschechoslowakischen Armee durften selbst entscheiden, ob sie zukünftig in den Tschechischen Streitkräften oder in den Slowakischen Streitkräften dienen wollten. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der NATO und der EU.

OrganisationBearbeiten

 
Struktur der Slowakischen Streitkräfte

Die Streitkräfte der Slowakischen Republik befinden sich im Organisationsbereich des Verteidigungsministeriums der Slowakischen Republik und sind truppendienstlich dem Generalstab der Slowakischen Streitkräfte unterstellt. Sie untergliedern sich in die Teilstreitkräfte

und die

  • Ausbildungs- und Unterstützungskräfte.

Truppenstärke und AusrüstungBearbeiten

Die Streitkräfte bestehen seit etwa 2006 aus Berufssoldaten mit einem Anteil von rund 8,65 % Soldatinnen (Stand Juni 2007)[2]. Die Slowakei verfügt aktuell etwa über 13.500 Soldaten (Stand: 2016). Das Land hat derzeit 22 Kampfpanzer. Die Luftstreitkräfte verfügen über 24 Kampfflugzeuge.[3]

Ausrüstung der LuftstreitkräfteBearbeiten

 
Slowakische MiG-29A

Die Ausrüstung wurde zum größten Teil aus den Beständen der tschechoslowakischen Luftstreitkräfte übernommen, wobei in den letzten Jahren einige Maschinen stillgelegt, modernisiert oder durch neue ersetzt wurden. Am bedeutendsten dürfte dabei der Zugang von zwei Alenia C-27J-Transportmaschinen sein. Auch für die Mikojan-Gurewitsch MiG-29-Kampfjets der Truppe wird aktuell nach einem Nachfolgemodell gesucht. Unklar ist noch, welche und wie viele Maschinen beschafft werden sollen und ob diese gekauft oder geleast werden sollen.

Aktuell verfügt die Luftwaffe unter anderem über:

Ausrüstung HeerBearbeiten

Kampfpanzer:

Transportpanzer:

  • Sowjetunion : BVP-2 Schützenpanzer – 91
  • Sowjetunion : BVP-1 Schützenpanzer – 162
  • Sowjetunion : BPsV-1 Spähpanzer (basiert auf dem BMP-1) – 71
  • Tschechien : Tatrapan in verschiedenen Versionen

Artillerie:

Ausrüstung NahkampfBearbeiten

 
Slowakischer Soldat bei Camp Echo im Irak

Handfeuerwaffen:

Friedenseinsätze der slowakischen StreitkräfteBearbeiten

In den 1990er-Jahren nahmen die slowakischen Streitkräfte an den UN-Missionen UNAVEM II und UNAVEM III in Angola teil.[5][6] Ab 1998 nahm das slowakische Militär an der SFOR, ab 1999 bei der KFOR und ab 2001 an der ISAF teil.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Streitkräfte der Slowakischen Republik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c „Defence Expenditure of NATO Countries (2010-2017)“, Press Release Communique PR/CP(2017)111, NATO Public Diplomacy Division, 29. Juni 2017 (PDF)
  2. Slovak National Briefing. (Memento vom 13. November 2010 im Internet Archive) (PDF; 15 kB) nato.int, S. 1.
  3. Slovakia Military Strength Globalfirepower, abgerufen am 23. Juli 2016.
  4. Defence Statistics 2013. (PDF; 223 kB) dasa.mod.uk, S. 10.
  5. UNAVEM III Facts and Figures as of 30 June 1997. (Memento vom 29. Juni 2013 im Internet Archive) un.org
  6. Angola UNAVEM II – Facts and figures. Auf un.org