Luftstreitkräfte der Slowakischen Republik

Die Luftstreitkräfte der Slowakischen Republik (slowakisch Vzdušné sily Slovenskej republiky) sind eine Teilstreitkraft der slowakischen Streitkräfte. Sie gingen im Jahr 1993 ebenso wie die Luftstreitkräfte der Tschechischen Republik aus den ehemaligen tschechoslowakischen Luftstreitkräften hervor.

Luftstreitkräfte der Slowakischen Republik
Vzdušné sily Slovenskej republiky

Aufstellung 1. Januar 1993
Staat Slowakei Slowakei
Streitkräfte Streitkräfte der Slowakischen Republik
Typ Teilstreitkraft (Luftstreitkräfte)
Sitz des Führungsstab Zvolen
Befehlshaber
Kommandant der Luftstreitkräfte Brigadegeneral Miroslav Korba
Insignien
Flugzeugkokarde Coat of arms of Slovakia.svg Roundel of Slovakia – Low Visibility.svg
Luftfahrzeuge
Kampfflugzeug/
-hubschrauber
MiG-29
Ausbildung L-39, MiG-29, Mi-2
Transportflugzeug/
-hubschrauber
C-27J, L-410, Mi-17, UH-60

AuftragBearbeiten

Der Hauptauftrag der Luftstreitkräfte besteht in der Sicherung des Luftraumes der Slowakischen Republik im Verbund mit dem NATO Integrated Air Defense System – NATINADS, der Luftunterstützung (close air support) des Heeres und Gewährleistung von Lufttransporten, einschließlich für die Regierung, das Parlament sowie staatliche Einrichtungen und Organisationen.

GeschichteBearbeiten

Die Aufstellung der Luftstreitkräfte erfolgte im Rahmen der Trennung von Slowakei und Tschechien, wobei die Ausrüstung anteilsmäßig aufgeteilt wurde. In den ersten Jahren nach der Trennung gab es eine Reihe von Umstrukturierungen, wobei auch der Umfang der Luftstreitkräfte verringert wurde. Dabei wurden auch zwei Flugplätze aufgegeben.

In Folge betreiben die Luftstreitkräfte seither drei Haupteinsatzbasen, jeweils eine für die Kampfflugzeugflotte, Transportflieger und Helikopter.

Die Ablösung des Gros der 1993 übernommenen sowjetischen Luftfahrzeugmuster begann in den 2010er Jahren zunächst mit der Beschaffung einiger weniger neuer Transportflugzeuge und Hubschrauber westlicher Hersteller. Die Indienststellung neuer Kampfflugzeuge ist für Anfang der 2020er Jahre geplant.

OrganisationBearbeiten

Hauptstützpunkt der slowakischen Luftstreitkräfte ist der militärische Teil des Flughafens Sliač in der Nähe von Zvolen. Daneben werden noch Basen in Prešov (Hubschrauber) und Malacky (Transportflugzeuge) betrieben.

Košice
Malacky
Piešťany
Prešov
Sliač
  Aktive Stützpunkte
  Ehemalige Stützpunkte
 
Struktur der Slowakischen Luftstreitkräfte innerhalb der Streitkräfte des Landes

AusrüstungBearbeiten

Die Slowakischen Luftstreitkräfte betreiben 26 Flugzeuge und 24 Hubschrauber (Stand Ende 2020).[1]

Luftfahrzeuge Bild Herkunft Verwendung Version Aktiv Bestellt Anmerkungen
Kampfflugzeuge
Lockheed Martin F-16   Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Mehrzweckkampfflugzeug F-16V Block 70 „Viper“ 12
Mikojan-Gurewitsch MiG-29   Sowjetunion  Sowjetunion Mehrzweckkampfflugzeug MiG-29AS 10 sollen durch zwölf F-16V ersetzt werden
Transportflugzeuge
Alenia C-27   Italien  Italien Transportflugzeug C-27J „Spartan“ 2
Let L-410   Tschechoslowakei  Tschechoslowakei/
Tschechien  Tschechien
Transportflugzeug
Aufklärungsflugzeug
5
1
Schulflugzeuge
Lockheed Martin F-16   Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten doppelsitziges Mehrzweckkampfflugzeug F-16V Block 70 „Viper“ 2
Mikojan-Gurewitsch MiG-29   Sowjetunion  Sowjetunion doppelsitziges Mehrzweckkampfflugzeug MiG-29UBS 1 soll durch zwei doppelsitzige F-16V ersetzt werden
Aero L-39   Tschechoslowakei  Tschechoslowakei Schulflugzeug 7
Hubschrauber
Mil Mi-2   Sowjetunion  Sowjetunion Transport- und Schulhubschrauber 2
Mil Mi-8   Sowjetunion  Sowjetunion Transporthubschrauber Mil Mi-17 13
Sikorsky UH-60   Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Transporthubschrauber UH-60M „Black Hawk“ 9[2]

WeblinksBearbeiten

Commons: Luftstreitkräfte der Slowakischen Republik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. World Air Force 2021. Flight International, abgerufen am 14. September 2021.
  2. Volker K. Thomalla: Die Slowakei hat ihre UH-60M Black Hawk-Flotte jetzt komplett. In: aerobuzz.de. 15. Januar 2020, abgerufen am 14. September 2021.