Sommerein

Gemeinde in Österreich

Sommerein (auf ungarisch Lajtasomorja) ist eine Marktgemeinde mit 2062 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Marktgemeinde
Sommerein
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sommerein
Sommerein (Österreich)
Sommerein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 41,51 km²
Koordinaten: 47° 58′ N, 16° 38′ OKoordinaten: 47° 58′ 0″ N, 16° 38′ 0″ O
Höhe: 197 m ü. A.
Einwohner: 2.062 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2453
Vorwahl: 02168
Gemeindekennziffer: 3 07 24
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Schloßstraße 23
2453 Sommerein
Website: www.sommerein.at
Politik
Bürgermeister: Karl Zwierschitz (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
14
4
1
14 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Sommerein im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am LeithabergeBad Deutsch-AltenburgBergBruck an der LeithaEbergassingEnzersdorf an der FischaEnzersdorf an der FischaFischamendGöttlesbrunn-ArbesthalGötzendorf an der LeithaGramatneusiedlHainburg an der DonauHaslau-Maria EllendHimbergHof am LeithabergeHöfleinHundsheimKlein-NeusiedlLanzendorfLeopoldsdorfMannersdorf am LeithagebirgeMaria-LanzendorfMoosbrunnPetronell-CarnuntumPrellenkirchenRauchenwarthRohrauScharndorfSchwadorfSchwechatSommereinTrautmannsdorf an der LeithaWolfsthalZwölfaxingLage der Gemeinde Sommerein im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Luftbild von Sommerein
Luftbild von Sommerein
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

GeografieBearbeiten

Sommerein liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 41,52 Quadratkilometer. 34,83 Prozent der Fläche sind bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt nur die Katastralgemeinde Sommerein.

Neben der Ortschaft Sommerein gibt es die Ortslagen Aussiedlerhöfe, die Militärsiedlung Sommerein, die Kaserne und zwei Einzellagen.

NachbargemeindenBearbeiten

Götzendorf an der Leitha Trautmannsdorf an der Leitha Bruck an der Leitha
Mannersdorf am Leithagebirge   Kaisersteinbruch
Purbach am Neusiedler See Breitenbrunn am Neusiedler See

GeschichteBearbeiten

Bei archäologischen Untersuchungen im Rahmen der Errichtung eines Windparks durch die EVN im Nordosten des Gemeindegebiets wurde ein 7400 Jahre altes Kindergrab aus dem Neolithikum gefunden. Eine Besiedelung der Gegend in der Latènezeit wurde nachgewiesen, so fand man Hinweise auf Grubenhäuser und Langhäuser aus dieser Zeit.[1]

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Pannonien. Der Stein des Leithagebirges wurde bereits damals abgebaut. Der Ort gehörte im Mittelalter zunächst zu Österreich, fiel aber dann an Ungarn (im Komitat Moson, im Herrschaftsgut von Scharfeneck, auf Ungarisch Sárfenék), wo es bis ca. 1662 verblieb.

Im Rahmen der beiden Türkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683 wurde Sommerein sowie die Orte der Umgebung verwüstet. Ein großer Teil der Bevölkerung wurde dabei getötet oder verschleppt.

Das Handwerk der Steinmetzen und Maurer zu Sommerein war bis 1781 der Viertellade im kaiserlichen Steinbruch am Leithaberg zugehörig. Danach wurde es auf kaiserlichen Befehl Teil der Viertellade in Bruck an der Leitha.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 54, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 45. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 852. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,4 Prozent.

BildungBearbeiten

In Sommerein befindet sich ein Kindergarten[3] und eine Volksschule.[4]

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

BürgermeisterBearbeiten

  • seit 1999 Karl Zwierschitz (SPÖ)

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Epitaph Alexius Payos
 
Sommerein (Mitte oben) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

WeblinksBearbeiten

Commons: Sommerein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Archäologische Entdeckungen bei Windpark-Vorarbeiten in NÖ. In: Kleine Zeitung. 3. November 2017, abgerufen am 4. November 2017.
  2. Helmuth Furch: Die Steinmetzfamilie Kru(c)kenfellner vom Leithaberg in Sommerein und Kaisersteinbruch, in: Mitteilungen des Museums- und Kulturvereines Kaisersteinbruch, Nr. 51, 1998, S. 19–54. ISBN 978-3-9504555-3-3.
  3. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  4. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 30. September 2020.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Sommerein. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 7. Januar 2021.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Sommerein. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 7. Januar 2021.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Sommerein. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 7. Januar 2021.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Sommerein. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 7. Januar 2021.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Sommerein. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 7. Januar 2021.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Sommerein. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 7. Januar 2021.