Au am Leithaberge

Gemeinde in Österreich

Au am Leithaberge ist eine Marktgemeinde mit 948 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich (Österreich).

Marktgemeinde
Au am Leithaberge
Wappen Österreichkarte
Wappen von Au am Leithaberge
Au am Leithaberge (Österreich)
Au am Leithaberge
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 16,74 km²
Koordinaten: 47° 55′ N, 16° 33′ OKoordinaten: 47° 55′ 0″ N, 16° 33′ 0″ O
Höhe: 211 m ü. A.
Einwohner: 948 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 57 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2451
Vorwahlen: 0 21 68
Gemeindekennziffer: 3 07 01
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptplatz 10
2451 Au am Leithaberge
Website: www.au-leithaberge.gv.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Mihaly (Zukunftsbündnis Mihaly)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
8
6
1
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Au am Leithaberge im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am LeithabergeBad Deutsch-AltenburgBergBruck an der LeithaEbergassingEnzersdorf an der FischaEnzersdorf an der FischaFischamendGöttlesbrunn-ArbesthalGötzendorf an der LeithaGramatneusiedlHainburg an der DonauHaslau-Maria EllendHimbergHof am LeithabergeHöfleinHundsheimKlein-NeusiedlLanzendorfLeopoldsdorfMannersdorf am LeithagebirgeMaria-LanzendorfMoosbrunnPetronell-CarnuntumPrellenkirchenRauchenwarthRohrauScharndorfSchwadorfSchwechatSommereinTrautmannsdorf an der LeithaWolfsthalZwölfaxingLage der Gemeinde Au am Leithaberge im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Luftbild von Au (von Westen)
Luftbild von Au (von Westen)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

GeographieBearbeiten

Au am Leithaberge liegt im niederösterreichischen Industrieviertel am Westrand des Leithagebirges. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 16,71 Quadratkilometer. 35,81 Prozent der Fläche sind bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt nur die Katastralgemeinde Au am Leithagebirge.

NachbargemeindenBearbeiten

Leithaprodersdorf, Seibersdorf Hof am Leithaberge
Stotzing  
Oslip, Schützen am Gebirge Donnerskirchen

GeschichteBearbeiten

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonien.

Am Abhang des Leithagebirges wurden spätestens 2012 zwei keltische Gräberfelder freigelegt.

  • Das Gräberfeld „Kleine Hutweide“ liegt auf einem nordwestlichen Ausläufer des Gebirges. 28 latènezeitliche Bestattungen wurden zwischen 1926 und 1931 ergraben, darunter das Grab eines Schmiedes mit Funden von Amboss, Eisenmeißeln und einem Hammerkopf. Eine Pferdetrense, Schwerter, Lanzenspitzen und diverse Keramik waren ebenfalls in einigen Gräbern beigegeben.
  • Im Gräberfeld „Mühlbachäcker“ wurden 1933 bis 1937 und 1970 insgesamt 17 Grabstellen freigelegt, die ebenfalls in die La-Tène-Zeit einzuordnen sind. Wie im Gräberfeld „Kleine Hutweide“ sind auch hier die Gräber mit Trockensteinmauern umfasst und die Wege dazwischen teilweise mit Steinpflasterung versehen. Bei einigen Grabstellen sind Nach- oder Mehrfachbelegung feststellbar.[1]

Im Zuge des Baus eines Windparks mit 5 Windrädern haben Archäologen Funde und Spuren von jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Siedlungen gemacht, u. a. ein Hügelgrab (ca. 1600 vor Chr.). Das Gebiet im Bereich des Windparks ist seit dem 6. Jahrtausend vor Christus durchgehend besiedelt.[2]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Au drei Bäcker, ein Binder, ein Fleischer, zwei Friseure, drei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Holzhändler, vier Landesproduktehändler, ein Maurermeister, ein Müller, ein Schlosser, ein Schmied, zwei Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, eine Sodawassererzeuger, zwei Tischler, ein Viktualienhändler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig. Weiters ab es im Ort eine Milchgenossenschaft und mehrere Steinbrüche.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 909 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 888 Einwohner, 1981 812 und im Jahr 1971 952 Einwohner.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 31, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 39. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 412. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,2 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 1.

BildungBearbeiten

In der Gemeinde befindet sich ein Kindergarten[4] und eine Volksschule.[5]

PolitikBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 2 SPÖ und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 3 SPÖ, 2 Bürgerliste Kuso und 1 FPÖ.[6]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 3 SPÖ, 1 FPÖ und 1 Bürgerliste Kuso.[7]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 2 Bürgerliste Kuso und 2 SPÖ.[8]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 2 SPÖ, 2 Bürgerliste Kuso und 2 FPÖ.[9]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 Zukunftsbündnis Mihaly (ZUM) und 7 ÖVP.[10]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 Zukunftsbündnis Mihaly (ZUM), 6 ÖVP und 1 SPÖ.[11]

BürgermeisterBearbeiten

  • bis 2010 Josef Jandrinitsch (ÖVP)
  • seit 2010 Herbert Mihaly (ÖVP, seit 2015 Zukunftsbündnis Mihaly (ZUM))
 
Au am Leithaberge (rechts oben) um 1872 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

WeblinksBearbeiten

Commons: Au am Leithaberge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 90 f.
  2. Urzeitliches Hügelgrab bei Au entdeckt rf.at, 22. Juli 2018, abgerufen 22. Juli 2018.
  3. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 199
  4. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  5. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 30. September 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Au am Leithaberge. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 17. Januar 2021.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Au am Leithaberge. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 17. Januar 2021.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Au am Leithaberge. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 17. Januar 2021.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Au am Leithaberge. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 17. Januar 2021.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Au am Leithaberge. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 17. Januar 2021.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Au am Leithaberge. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 17. Januar 2021.