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Šamorín
Wappen Karte
Wappen von Šamorín
Šamorín (Slowakei)
Šamorín
Šamorín
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Trnavský kraj
Okres: Dunajská Streda
Region: Podunajsko
Fläche: 44,348 km²
Einwohner: 13.314 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 300 Einwohner je km²
Höhe: 130 m n.m.
Postleitzahl: 931 01
Telefonvorwahl: 031
Geographische Lage: 48° 2′ N, 17° 19′ OKoordinaten: 48° 1′ 39″ N, 17° 18′ 40″ O
Kfz-Kennzeichen: DS
Kód obce: 501905
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Gliederung Stadtgebiet: 5 Stadtteile
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Csaba Orosz
Adresse: Mestský úrad Šamorín
Hlavná 37
93101 Šamorín
Webpräsenz: www.samorin.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Šamorín (bis 1927 slowakisch „Šamorýn“; deutsch Sommerein, ungarisch Somorja, latein Sancta Maria) ist eine Kleinstadt in der Westslowakei, südöstlich von Bratislava an der Donau gelegen.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1238 als ecclesia Sancte Mariae zum ersten Mal erwähnt und war im Mittelalter ein Donauhafen an einem heute längst zugeschütteten Flussarm. Bedingt durch die Lage und die Böden entwickelte sich die Landwirtschaft sehr gut, damit einhergehend gab es auch reges handwerkliches Treiben. An der Donau entstanden zahlreiche Schiffsmühlen. Jedoch verlor die Stadt durch den Aufstieg Pressburgs/Bratislavas immer mehr an Bedeutung. Ein 1405 durch König Sigismund verliehenes Recht auf den Status als Königliche Freistadt verlor die Stadt bald wieder. Im 17. Jahrhundert machte die Stadt dann noch einmal durch einige grausame Urteile in Hexenprozessen auf sich aufmerksam.

Bis 1918 gehörte Šamorín zum Königreich Ungarn und kam dann zur neu entstandenen Tschechoslowakei, durch den Ersten Wiener Schiedsspruch kam die Stadt von 1938 bis 1945 kurzzeitig wieder zu Ungarn.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
reformierte Kirche in Šamorín
  • Reformierte Kirche, ursprünglich katholisch und spätromanisch aus dem 13. Jahrhundert
  • Katholische Kirche und ehemaliges Kloster aus dem 18. Jahrhundert im barocken Stil
  • Evangelische Kirche von 1784
  • Synagoge, 1912 im romanisch-historisierenden Stil erbaut
  • Rathaus im Renaissancestil
  • 2015 wurde die neue Hippo Arena Samorin fertiggestellt, ein nach Plänen des deutschen Parcoursbauer Arno Gego erbautes gigantisches Sportzentrum unmittelbar an der Donau mit einem Areal von 90 Hektar, davon 38 ha für drei Rasen- und zwei Sandplätze, eine Allwettergalopprennbahn (1.650 m) und 600 feste Pferdeboxen sowie zwei Mehrzweckhallen für den Reitsport. Damit begründet Samorin die Kandidatur für die Ausrichtung der Weltreiterspiele 2022[1]

StadtgliederungBearbeiten

Šamorín umfasst neben der eigentlichen Stadt Šamorín noch die Orte Bučuháza, Čilistov (Kledern), Kráľovianky und Mliečno (Milchdorf).

EingemeindungenBearbeiten

  • 1808: Gančháza
  • 1960: Čilistov
  • 1976: Mliečno (dem wiederum wurden 1940 Bučuháza und Kráľovianky eingemeindet)
 
Sommerein/Šamorín (rechts unten) auf der Großen Schüttinsel, um 1883 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Šamorín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dieter Ludwig: „Hippo Arena Samorin“ kandidiert für Weltreiterspiele 2022, auf horseweb.de vom 4. September 2016