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Silke Gebel

deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdA
Silke Gebel (2016)

Silke Gebel (* 27. Juli 1983 in Ostfildern-Ruit) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie ist Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und dort Vorsitzende der grünen Fraktion.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nach ihrem Abitur studierte Gebel von 2002 bis 2011 Verwaltungswissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen sowie der Universität Potsdam und beendete das Studium als Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin. Dazu war sie von 2006 bis 2009 studentische Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten und danach bis 2011 Mitarbeiterin eines Europaparlamentariers. Sie ist mit dem Grünen-Politiker Malte Spitz verheiratet[1], mit dem sie drei Kinder hat[2], und lebt in Berlin-Mitte.

PolitikBearbeiten

JugendverbandspolitikBearbeiten

Bevor Gebel sich bei den Grünen engagierte, war sie seit 2001 bei den Junge Europäische Föderalisten Deutschland aktiv. Dort war sie von 2003 bis 2006 stellvertretende Bundesvorsitzende. Von 2006 bis 2008 war Gebel Mitglied im Bundesvorstand der Grünen Jugend, zuletzt als politische Geschäftsführerin. Die Grüne Jugend vertrat sie im Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) und war von 2008 bis 2009 die Sprecherin.

Bündnis 90/Die GrünenBearbeiten

Seit 2003 ist Gebel Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Von 2003 bis 2005 gehörte sie dem Kreisvorstand der Grünen in Göttingen an, später ging sie nach Berlin, wo sie von 2011 an im Vorstand in Mitte saß. Zur Abgeordnetenhauswahl 2011 trat sie auf Platz 27 der Landesliste und im Wahlkreis Mitte 2 direkt an. Seit dem 2. Januar 2013 ist sie Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, als Nachrückerin für Felicitas Kubala. Dort war sie zunächst im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, sowie im Ausschuss für Europa, Bund, Medien tätig. Bis 2016 war sie umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 wurde Gebel am 2. November 2016 zur gleichberechtigten Vorsitzenden neben Antje Kapek gewählt und folgte damit Ramona Pop nach, die als Senatorin in die Regierung wechselte.[3]

PositionenBearbeiten

Gebel ist gegen die Verbeamtung von Lehrkräften in den Schulen, weil diese Forderung die Bedeutsamkeit von Erziehern, Sozialarbeitern und anderen nicht akademischen Berufen verkenne, die mit den Lehrkräften zusammenarbeiteten. „Das moderne Klassenzimmer sollte aus multiprofessionellen, diversen Teams bestehen – die Verbeamtung stellt ein unnötiges Ungleichgewicht her.“ Für die Grünen stehe bildungspolitisch im Zentrum, dass jedes Kind erfolgreich durch die Schule komme. „Die Debatte über die Lehrerverbeamtung lenkt dabei nur ab.“[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Silke Gebel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Malte Spitz: „Grün wählen für den digitalen Aufbruch!“, malte-spitz.de, 18. September 2016.
  2. Anna Klöpper: „Das ist schon eine Zerreißprobe“. In: Die Tageszeitung: taz. 24. Oktober 2018, ISSN 0931-9085, S. 23 (taz.de [abgerufen am 24. Oktober 2018]).
  3. Sabine Beikler: „Grüne wählen neue Fraktions- und Parteispitzen“, Tagesspiegel Online, 2. November 2016.
  4. Sabine Menkens: Warum Berlin beim Konkurrenzkampf um Lehrkräfte chancenlos ist. Die Welt, 29. März 2019, abgerufen am 30. März 2019.