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Antje Kapek

deutsche Politikerin (B90/Grünen)
Antje Kapek (2017)

Antje Kapek (* 20. September 1976 in Berlin-Kreuzberg) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und seit 2012 Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin. Sie war Spitzenkandidatin ihrer Partei zur Berlin-Wahl am 18. September 2016 in einem gemeinsamen Spitzenteam mit Daniel Wesener, Bettina Jarasch und Ramona Pop.[1]

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Geboren und aufgewachsen ist Antje Kapek in Berlin-Kreuzberg. Nach dem Abitur am Robert-Blum-Gymnasium in Berlin-Schöneberg studierte sie Geographie mit den Nebenfächern Jura, Verkehrsplanung und Umweltmanagement an der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin, sowie der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Anschluss daran absolvierte Antje Kapek ein Masterstudium der Urban and Regional Planning in den Niederlanden. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 2007 bis 2011 war Antje Kapek wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Europaabgeordneten Michael Cramer. Antje Kapek ist verheiratet und ist Mutter zweier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Berlin-Kreuzberg.[2]

Politischer WerdegangBearbeiten

 
Antje Kapek (2014)

Seit 2005 ist Antje Kapek Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Von 2006 bis 2011 gehörte sie der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg an. Hier war sie ab 2008 gemeinsam mit Daniel Wesener Vorsitzende der grünen Bezirksfraktion. Ihre Schwerpunkte lagen im Bereich der Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrspolitik.

Am 18. September 2011 wurde Antje Kapek in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt. Sie zog über die Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen (Platz 3) in das Landesparlament ein. In der 17. Legislaturperiode war Kapek stadtentwicklungspolitische Sprecherin und seit November 2011 stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der Grünen im Abgeordnetenhaus. Ab dem 30. Oktober 2012 war sie zusammen mit Ramona Pop Vorsitzende der Fraktion.

Im Oktober 2015 wurde Antje Kapek gemeinsam mit Bettina Jarasch, Ramona Pop und Daniel Wesener von einem Landesparteitag als Mitglied des grünen Spitzenteams für die Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2016 nominiert.[3] Im April 2016 erfolgte ihre Wahl auf Listenplatz 2 der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen Berlin. Sie war zudem Direktkandidatin ihrer Partei im Wahlkreis 4 (Alt-Lichtenberg) in Berlin-Lichtenberg.[4] Nach der Abgeordnetenhauswahl 2016 war sie als Mitglied der Hauptverhandlungsgruppe an der Aushandlung des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags beteiligt. Im Dezember 2016 wurde sie als Fraktionsvorsitzende wiedergewählt und übt dieses Amt seitdem gemeinsam mit Silke Gebel aus.

Politische PositionenBearbeiten

Antje Kapek gilt als Vertreterin des linken Parteiflügels bei den Grünen. Sie setzt sich für eine transparente Politik, Bürgerbeteiligung, den Erhalt von Freiräumen sowie sozialer und kultureller Vielfalt ein. Sie befürwortet beispielsweise Bürgerbegehren[5] und setzt sich für die Integration von sozialen Mietwohnungen in Neubauprojekten ein.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grünes Kleeblatt mit mehr Öko. (Nicht mehr online verfügbar.) In: RBB online. Archiviert vom Original am 28. Januar 2016; abgerufen am 23. Mai 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb-online.de
  2. Antje Kapek: Über mich. In: Antje Kapek. Abgerufen am 23. Mai 2016.
  3. Thomas Rogalla: Parteitag der Berliner Grünen: Grüne wählen Führungsquartett für Abgeordnetenhauswahl. In: Berliner Zeitung. Abgerufen am 23. Mai 2016.
  4. Bündnis 90/Die Grünen Berlin-Lichtenberg: Grünes Spitzenteam für ein weltoffenes Lichtenberg | Bündnis 90/Die Grünen Berlin-Lichtenberg. In: gruene-lichtenberg.de. Abgerufen am 23. Mai 2016.
  5. Mauerpark wird Chefsache . Süddeutsche Zeitung, 5. März 2015.
  6. Angekündigte günstige Mieten in der Europacity - Fehlanzeige. (Memento des Originals vom 15. August 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb-online.de RBB Online, 31. Januar 2015.