Hauptmenü öffnen

Die Salm-Insel (russisch Остров Сальм Ostrow Salm) ist eine Insel im Südosten des zu Russland gehörenden Franz-Josef-Lands im Arktischen Ozean. Administrativ gehören sie zur Oblast Archangelsk.

Salm-Insel
Остров Сальм
Die Salm-Insel im Südosten Franz-Josef-Lands
Die Salm-Insel im Südosten Franz-Josef-Lands
Gewässer Arktischer Ozean
Inselgruppe Franz-Josef-Land
Geographische Lage 80° 1′ N, 59° 26′ OKoordinaten: 80° 1′ N, 59° 26′ O
Salm-Insel (Franz-Josef-Land)
Salm-Insel
Länge 21,3 km
Breite 20,5 km
Fläche 343,7 km²
Höchste Erhebung Tschernyschew-Eiskappe
343 m
Einwohner unbewohnt

GeographieBearbeiten

Die Insel ist von runder Gestalt mit einem Durchmesser von rund 21 km und einer Fläche 344 km².[1] Sie ist fast vollständig von der relativ sanft auf maximal 343 m Höhe ansteigenden Tschernyschew-Eiskappe bedeckt, nur im Süden gibt es ein eisfreies Gebiet von ungefähr 10 km² Fläche.[2] Die Salm-Insel ist von einigen kleineren Inseln umgeben, der Wilczek-Insel im Südwesten, der Koldewey-Insel im Nordwesten, den Hochstetter-Inseln im Nordosten und der Lütke-Insel im Südosten. Die nächsten größeren Inseln sind im Nordwesten die Hall- und die McClintock-Insel sowie Wilczek-Land im Nordosten.

GeschichteBearbeiten

Die Salm-Insel wurde 1873 durch die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition entdeckt und zu Beginn des Jahres 1874 zusammen mit den sie umgebenden Inseln erkundet.[2] Julius Payer benannte die Insel nach Altgraf Franz Salm,[3] der die Reise unter anderem mit einer Spende von 20.000 Gulden unterstützt hatte.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. UNEP Islands (englisch)
  2. a b Andreas Umbreit: Salm Insel - Franz-Joseph-Land auf der Website franz-josef-land.info; abgerufen am 2. Oktober 2017
  3. Johan Schimanski, Ulrike Spring: Passagiere des Eises: Polarhelden und arktische Diskurse 1874. Böhlau, Wien 2015, ISBN 978-3-205-79606-0, S. 443 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  4. Rechnung der Nordpol-Expedition In: Volksblatt für Stadt und Land 5. Jahrgang, Nr. 53, 31. Dezember 1874, S. 19

WeblinksBearbeiten