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Riedensheim

Ortsteil des Marktes Rennertshofen

Riedensheim ist ein Kirchdorf und Ortsteil des Marktes Rennertshofen im bayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Zur Gemarkung gehört auch noch die Einöde Dittenfeld.

Riedensheim
Koordinaten: 48° 44′ 49″ N, 11° 6′ 23″ O
Höhe: 421 m
Fläche: 3,13 km²
Einwohner: 202 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 86643
Vorwahlen: 08431, 08434

GeographieBearbeiten

Riedensheim liegt etwa 4 km östlich des Hauptorts Rennertshofen am Südrand der Südlichen Frankenalb, der das Donautal im Norden begrenzt. Direkt südlich von Riedensheim fließt die Donau in westöstlicher Richtung. Dittenfeld befindet sich nordwestlich von Riedensheim.

Verkehrstechnisch liegt es direkt an der Staatsstraße St 2214 von Rennertshofen nach Neuburg an der Donau.

Die Nachbarorte von Riedensheim sind im Westen Stepperg, Hatzenhofen und Treidelheim, im Nordwesten Siglohe, weit im Norden Hütting, im Nordosten und Osten die Neuburger Ortsteile Bergen, Forsthof, Gietlhausen, Ziegelau, Laisacker, Bittenbrunn und Auschlösschen, und im Süden jenseits der Donau Unterhausen, Oberhausen und Beutmühle.

GeschichteBearbeiten

Zahlreiche Spuren deuten auf eine frühe Besiedelung hin: Am nordwestlichen Ortsrand von Riedensheim befinden sich Reste einer jungsteinzeitlichen Siedlung. Im Westen der Gemarkung, im Hartl und im Sandschlag fanden sich Gräber aus der Bronzezeit. Westlich der Ortskirche und nahe der Sofienquelle bei Dittenfeld befanden sich Reste eines römischen Gutshofes.
Rudinsheim erschien urkundlich erstmals 1214 als Bestandteil des pappenheimischen und früheren königlichen Amtes Neuburg an der Donau. 1247 gingen die Pappenheimer Rechte an die Wittelsbacher über. 1323 schenkte Kaiser Ludwig der Bayer den Kirchensatz zu Rüdensheim dem Kloster Niederschönenfeld. Eventuell nach dürftigen Quellen gab es in Riedensheim einen Ortsadel, die Riedelsheimer, deren Burg jedoch noch nicht entdeckt wurde.

Zu Riedensheim zählt ein ehemaliger Schießplatz (an der Straße nach Bittenbrunn). Nach dem Zweiten Weltkrieg diente er als Wohnstätte für Kriegsflüchtlinge. Anschließend wurde er bis in die 1990er Jahre wieder militärisch als Standortschießanlage durch die Bundeswehr genutzt. Heute ist dort ein Tierheim.

Bis zum 30. Juni 1972 gehörte Riedensheim mit seinem Ortsteil Dittenfeld als selbständige Gemeinde zum schwäbischen Landkreis Neuburg an der Donau und wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem nunmehr oberbayerischen, vergrößerten Landkreis Neuburg an der Donau zugeschlagen, der am 1. Mai 1973 den Namen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erhielt. Am 1. Mai 1978 erfolgte die Eingemeindung in den Markt Rennertshofen.[1]

Die katholische Filialkirche Sankt Stephanus in Riedensheim gehört zur Pfarrei Sankt Michael in Stepperg.

Dittenfeld ist zweigeteilt: das nördliche Haus gehört zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Mauern, das südliche Haus, ein ehemaliger Widdumhof, zur Pfarrei Sankt Johannes Baptist in Rennertshofen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 602.

QuellenBearbeiten