Quérénaing

französische Gemeinde

Quérénaing ist eine französische Gemeinde mit 886 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Kanton Aulnoy-lez-Valenciennes und zum Gemeindeverband Valenciennes Métropole.[1]

Quérénaing
Wappen von Quérénaing
Quérénaing (Frankreich)
Quérénaing
Region Hauts-de-France
Département Nord
Arrondissement Valenciennes
Kanton Aulnoy-lez-Valenciennes
Gemeindeverband Valenciennes Métropole
Koordinaten 50° 17′ N, 3° 31′ OKoordinaten: 50° 17′ N, 3° 31′ O
Höhe 71–102 m
Fläche 4,32 km2
Einwohner 886 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 205 Einw./km2
Postleitzahl 59269
INSEE-Code
Website www.querenaing.fr

GeografieBearbeiten

Quérénaing liegt zwischen den Nachbargemeinden Artres im Osten und Sommaing im Südwesten, 7 Kilometer südwestlich von Marly, 8 Kilometer südlich von Valenciennes, etwa 13 Kilometer südwestlich der Grenze zu Belgien und 50 Kilometer südöstlich von Lille.[2] Die D958 führt durch die Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Quérénaing wurde im 12. Jahrhundert zum ersten Mal im Kopialbuch des Klosters Notre-Dame de Condé in Condé-sur-l’Escaut erwähnt.[3] Der Ortsname wurde im Laufe der Zeit Kierinaing, Kiereneng, Kirignin und Kerinen geschrieben. Er ist germanischen Ursprungs. 1340 wurde der Ort von französischen Truppen während der Belagerung von Valenciennes im Hundertjährigen Krieg gebrandschatzt. 1554 wurde die Kirche von Quérénaing im Laufe des Machtkampfs zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Karl V. und Heinrich II. von Frankreich um den Besitz des Hennegaus abgebrannt und viele Einwohner getötet. Die Ortschaft fiel erst 1678 durch den Frieden von Nimwegen an Frankreich. Im Juli 1793 plünderten österreichische Truppen die Ortschaft, verbrannten viele Häuser und zerstörten das Schloss. Am 12. März 1876 brach der Glockenturm aufgrund eines Unwetters in sich zusammen. Im Ersten Weltkrieg, am 25. August 1914, wurden 21 Dorfbewohner im Verlauf eines Scharmützels zwischen deutschen Truppen und französischen Grenzbeamten erschossen und das Dorf angezündet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein explodierender Munitionslastwagen alle Kirchenfenster.

PolitikBearbeiten

Wappenbeschreibung
„In Gold ein durchgehendes rotes Dornenkreuz.“

Seit dem 3. Juni 1990 hat Quérénaing eine Städtepartnerschaft mit dem Stadtteil Boke der Stadt Delbrück im Kreis Paderborn.

WirtschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist von Äckern und Weiden umgeben. Haupterwerbszweige der Querénaingeois sind Ackerbau und Futtermittelherstellung.[4] Es werden vor allem Zuckerrüben und Getreide angebaut.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Band 2. Flohic Editions, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 1673.

WeblinksBearbeiten

Commons: Quérénaing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Offizielles Webangebot der CA Valenciennes Métropole (Memento des Originals vom 16. Februar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.valenciennes-metropole.fr (französisch) Abgerufen am 6. Januar 2010
  2. Quérénaing auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 7. Januar 2010
  3. Histoire auf querenaing.fr (französisch).
  4. Les agriculteurs auf querenaing.fr (französisch).