Peter Klement

deutscher Brigadegeneral der Bundeswehr

Peter Klaus Klement (* 1959 in Pegnitz) ist ein Generalmajor der Luftwaffe der Bundeswehr und seit dem 29. März 2021 Kommandeur Fliegende Verbände im Luftwaffentruppenkommando in Köln.

Militärischer WerdegangBearbeiten

Ausbildung und erste VerwendungenBearbeiten

Klement trat 1979 in die Bundeswehr ein und absolvierte bis 1981 die Ausbildung zum Luftwaffenoffizier an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Daran anschließend absolvierte Klement von 1981 bis 1983 das Undergraduate Pilot Training (UPT) und die Pilotenausbildung auf dem Flugmuster Lockheed F-104 Starfighter in den USA. Nach Abschluss der Ausbildung in den USA 1983 wurde Klement als Leutnant und Jagdbomber-Einsatzpilot in die 2. Staffel Edelweiss des Jagdbombergeschwaders 34 auf dem Fliegerhorst Memmingerberg versetzt. Hier diente er bis 1986. Von 1987 bis 1988 absolvierte Klement die Waffensystemausbildung und Fluglehrerausbildung auf dem Waffensystem Panavia Tornado beim Tri-National Tornado Training Establishment auf der RAF Cottesmore in Großbritannien. Es schloss sich 1989 bis 1992 eine Verwendung als Einsatzoffizier der 2. Staffel des Jagdbombergeschwaders 34 an. Von 1992 bis 1994 war er Leiter der Standardisierungsgruppe im Geschwaderstab und von 1994 bis 1996 schließlich Staffelchef der 1. Staffel „Grünherz“.[1] Von 1996 bis 1997 war Klement Student am Canadian Forces and Staff College in Toronto (Kanada), wo er die kanadische Generalstabsausbildung absolvierte.

Dienst als GeneralstabsoffizierBearbeiten

Nach Abschluss seiner Generalstabsausbildung wurde Klement von 1997 bis 1998 noch, im Rahmen eines Offiziersaustauschprogramms, als Stabsoffizier in den National Defense Headquarters in Ottawa (Kanada) eingesetzt. Im Jahr 1998 kehrte er nach Deutschland zurück, und übernahm bis 2000 das Kommando über die Fliegende Gruppe "seines Heimatgeschwaders" des Jagdbombergeschwaders 34. Es folgte 2000 bis 2002 eine weitere multinationale Stabsverwendung, diesmal als leitender Planungsstabsoffizier Balkan-Operationen, im CAOC 5 der NATO in Poggio Renatico (Italien). Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde Klement von 2002 bis 2003 als Abteilungsleiter Aufklärung und Luftangriff, im Luftwaffenführungskommando in Köln-Wahn eingesetzt. Es folgte 2003 bis 2004 eine ministerielle Verwendung als Stellvertretender Abteilungsleiter Flugausbildung im Führungsstab der Luftwaffe in Bonn. Von 2004 bis 2007 war Klement Referatsleiter im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, wiederum in Köln. Am 29. März 2007 wurde er im Dienstgrad Oberst Kommandeur des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (FlgAusbZLw) auf der Holloman Air Force Base, wo er bis Ende 2009 verblieb.[2][3] Von 2010 bis 2012 war Klement erneut im Führungsstab der Luftwaffe, diesmal als Abteilungsleiter Luftwaffenausbildung und -erziehung (FÜ L I 3), im Bundesministerium der Verteidigung tätig.[3][4] Von 2012 bis 2013 war er als Stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes, unter Brigadegeneral Rainer Keller, im Luftwaffenausbildungskommando, in Köln-Wahn eingesetzt.

Dienst als GeneralBearbeiten

Von Februar bis August 2013 war Klement, unter Beförderung zum Brigadegeneral, als Base Commander Camp Marmal (und damit verbunden auch die Aufgabe als Senior Airfield Authority OAMS) im Auslandseinsatz bei der NATO-Mission ISAF in Mazar-i-Sharif (Afghanistan).[5] Von September 2013 bis Juli 2020 war Klement General Flugsicherheit der Bundeswehr (GenFlSichhBw).[6] Nachdem im Juli 2017 ein Tiger-Hubschrauber der Bundeswehr in Mali abgestürzt war, klärte seine etwa 50 Soldaten starke Abteilung den Absturz akribisch auf.[7] Den Dienstposten als General Flugsicherheit übergab Klement im Juli 2020 an Oberst Andreas Korb, und wurde Assistant Chief of Staff J9 beim Allied Joint Force Command Naples der NATO in Neapel (Italien).[8] Seit dem 29. März 2021 ist Klement, als Nachfolger von Generalmajor Jan Kuebart, Kommandeur Fliegende Verbände im Luftwaffentruppenkommando in der Luftwaffenkaserne in Köln.[9]

Klement hat mehr als 3000 Kampfjet-Flugstunden auf Starfighter und Tornado abgeleistet[10], des Weiteren hat er einen Master of Aeronautical Science von der renommierten Embry-Riddle Aeronautical University in Daytona Beach, Florida (USA).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Toni Engel: Wussten Sie schon???????????? (PDF; 455 kB) Lechfeld. S. 5. In: engelvonfellheim.de, 5. April 2013, abgerufen am 14. Mai 2021.
  2. Historischer Rückblick. Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe. In: luftwaffe.de. 8. Juli 2016, archiviert vom Original am 4. August 2018; abgerufen am 14. Mai 2021.
  3. a b Peggy Tesky: Last Flight. (Memento vom 1. August 2017 im Internet Archive) (PDF; 1,7 MB) In: Roadrunner. Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe Holloman Air Force Base New Mexico, 12/2009, S. 5.
  4. Besuche. (Memento vom 2. August 2017 im Internet Archive) (PDF; 1,5 MB) In: Roadrunner. 3/2011, S. 5.
  5. Übergabe am Rande des Marmalgebirges. Bundeswehr im Einsatz, Mazar-e Sharif. (Nicht mehr online verfügbar.) In: bundeswehr.de. 6. Februar 2013, ehemals im Original; abgerufen am 14. Mai 2021 (keine einschl. Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/www.einsatz.bundeswehr.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  6. Übergabe General Flugsicherheit. (Nicht mehr online verfügbar.) In: bundeswehr.de. 6. Februar 2013, ehemals im Original; abgerufen am 1. August 2017 (keine einschl. Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/www.luftwaffe.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  7. Lorenz Hemicker: Dieser General untersucht den Eurofighter-Absturz. In: FAZ.net. 26. Juni 2019, abgerufen am 14. Mai 2021.
  8. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – Juli 2020. In: bundeswehr.de. Presse- und Informationsstab im BmVg, 1. Juli 2020, abgerufen am 1. Juli 2020.
  9. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – April 2021. In: bundeswehr.de. 13. April 2021, abgerufen am 14. April 2021.
  10. Peter Klement. (Memento vom 2. August 2017 im Internet Archive) (PDF; 50 kB) In: ila-berlin.de, ILA Berlin 2016, 12. April 2016, abgerufen am 14. Mai 2021 (englisch; mit Foto).