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Paul Gentilozzi

US-amerikanischer Autorennfahrer und Rennstallbesitzer
Paul Gentilozzi 2005
Der Rocketsports Jaguar XKR GT2; gefahren von Bruno Junqueira beim Petit Le Mans 2011

Paul Gentilozzi (* 6. Februar 1950 in Lansing) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und ehemaliger Autorennfahrer und Rennstallbesitzer.

UnternehmerBearbeiten

Paul Gentilozzi studierte nach der Pflichtschulzeit mit Abschlüssen Wirtschaftswissenschaften an der Michigan State University in East Lansing. Mit der Errichtung, dem Verkauf und der Vermietung von Gewerbeimmobilien wurde er vermögend[1].

Karriere als RennfahrerBearbeiten

Die Fahrerkarriere von Paul Gentilozzi begann Anfang der 1980er-Jahre im US-amerikanischen Sportwagensport. Seinen ersten internationalen Einsatz hatte er 1983 beim 12-Stunden-Rennen von Sebring. Gemeinsam mit Dave Heinz und Jerry Thompson fuhr er einen Chevrolet Camaro an die 26. Stelle der Gesamtwertung. 1986 startete er erstmals regelmäßig in der IMSA-GTP-Serie. Die eingesetzten Oldsmobile Toronados wurden von seinem eigenen Team Rocketsports Racing gemeldet. Die erste Podiumsplatzierung gelang mit dem dritten Rang beim 300-km-Rennen von Portland[2].

Den ersten Sieg erzielte er 1988 bei einem Trans-Am-Rennen in Long Beach[3]. In dieser nordamerikanischen Sportwagenserie feierte Gentilozzi in weiterer Folge seine größten Erfolge als Fahrer. Viermal, 1998, 1999, 2001 und 2004, gewann er die Fahrergesamtwertung. In den 1990er- und 2000er-Jahren fuhr er auch in der American Le Mans Series und ging zweimal beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start. International war der Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona 1994 sein größter Erfolg als Fahrer.[4]

Rennstallbesitzer und TeamchefBearbeiten

1985 gründete Paul Gentilozzi Rocketsports Racing, vorerst als Team für seine Einsätze in der Trans-Am-Serie. In dieser Serie war das Team bis Ablauf der Saison 2004 – dann wurde die Rennserie eingestellt – aktiv und hält alle nennenswerten Rekorde: neun Teamtitel, 57 Einzelsiege, die meisten Pole-Positions, die häufigsten Platzierungen unter den ersten drei und die höchste Summe an gewonnenem Preisgeld. 2003 stieg das Team mit Alex Tagliani als Fahrer bei den Champ Cars ein.

2009 wurde aus Rocketsport RSR Racing, das sich in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship engagierte.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1994 Vereinigte Staaten  Clayton Cunningham Racing Nissan 300ZX Belgien  Eric van de Poele Japan  Shunji Kasuya Ausfall Zündungsschaden
2010 Vereinigte Staaten  Jaguar Rocketsports Racing Jaguar XKR GT2 Vereinigtes Konigreich  Ryan Dalziel Belgien  Marc Goossens Ausfall Motorschaden

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1983 Vereinigte Staaten  Dave Heinz Racing Chevrolet Camaro Vereinigte Staaten  Jerry Thompson Vereinigte Staaten  Dave Heinz Rang 26
1985 Vereinigte Staaten  Whitehall Promotions Porsche 924 Carrera GTR Vereinigte Staaten  Austin Godsey Vereinigte Staaten  Kent Hill Ausfall Motorschaden
1986 Vereinigte Staaten  Whitehall-Rocketsports Oldsmobile Toronado Vereinigte Staaten  Tom Winters Vereinigte Staaten  Bob Bergstrom Vereinigte Staaten  Gene Felton Ausfall Getriebeschaden
1987 Vereinigte Staaten  Whitehall Rocketsports Oldsmobile Toronado Vereinigte Staaten  Tom Winters Vereinigte Staaten  Irv Hoerr Rang 15
1992 Vereinigte Staaten  Rocketsports Oldsmobile Cutlass Vereinigte Staaten  George Robinson Vereinigte Staaten  Irv Hoerr Vereinigte Staaten  Darin Brassfield Rang 7 und Klassensieg
1993 Vereinigte Staaten  Rocketsports Oldsmobile Cutlass Vereinigte Staaten  Dorsey Schroeder Vereinigte Staaten  Calvin Fish Rang 8
1994 Vereinigte Staaten  Cunningham Racing Nissan 300ZX Vereinigte Staaten  Butch Leitzinger Ausfall Zylinder überhitzt
2010 Vereinigte Staaten  Jaguar RSR Jaguar XKRS Vereinigtes Konigreich  Ryan Dalziel Belgien  Marc Goossens Ausfall Kühler

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Paul Gentilozzi im Road Racing Drivers Club
  2. 300-km-Rennen von Portland 1986
  3. Trans-Am-Rennen Long Beach 1988
  4. 24-Stunden-Rennen von Daytona 1994