Panamerikanische Spiele 2003

Die XIV. Panamerikanische Spiele wurden vom 1. bis 17. August 2003 in Santo Domingo (Dominikanische Republik) ausgetragen. Die erfolgreiche Bewerbung war Mitte der 1990er Jahre gestartet worden, als das Land eine der höchsten Wachstumsraten in Lateinamerika hatte.[1]

An den Spielen nahmen alle 42 Mitgliedsverbände der PSO teil. Registriert wurden 6.748 Athleten sowie weitere 2.425 Trainer und Funktionäre.[2] Die meisten Athleten entsandten die USA mit 713 Teilnehmern, die wenigsten Saint Lucia mit sechs Aktiven.

SportartenBearbeiten

Während der panamerikanischen Spiele von Santo Domingo wurden Wettbewerbe in 37 Sportarten veranstaltet.

EröffnungszeremonieBearbeiten

Die Spiele wurden im neuen Olympiastadion vor 18.000 Zuschauern eröffnet. Einige 10.000 Darsteller führten ein Programm vor, von denen einige in Kostümen, die von Skeleton bis zu Männer in Tuxedoes und mit Zylinder reichten, verkleidet waren, die typisch für den Karneval in der Dominikan Republik sind.

Die örtlichen Baseballstars Juan Marichal und Pedro Martínez waren bei der Zeremonie beteiligt. Sie vollendeten die letzte Runde der Fackel. Zusammen mit Luis Pujols, dem Neffen des gleichnamigen Trainers der San Francisco Giants, der in einem Dominikanischen Baseballtrikot gekleidet war, schwangen sie einen Schläger gegen einen Baseball, der an der Spitze der Miniflamme saß, der die Flammenschale entzündete.

Die Zeremonie wurde auch vom Präsidenten der Dominikanischen Republik, Hipólito Mejía, dem Präsidenten des Panamerikanischen Sportverbandes, Mario Vázquez Raña, und dem New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg besucht.

Budget und SportstättenBearbeiten

Die Dominikanische Republik gab mindestens 175 Millionen US-$ für das siebzehntägige Sportereignis aus. Zwei olympische Dörfer wurden gebaut und Arbeiter waren wegen Bauverzögerungen, Stromausfällen und fragwürdiger Sportstätten gezwungen, bis zur Eröffnungszeremonie daran zu arbeiten. Letzten Endes renovierte die Dominikanische Republik existierende Sportstätten und baute neue.

Obwohl es manche logistische Vorfälle gab (ein Team konnte im Olympischen Dorf konnte aus Wassermangel nicht duschen, anderen Teams fehlten Tennisbälle oder Handtücher,[1]) kommentierte der U.S. team Chef Roland Betts: „Zeitweise war es ein großer Kampf, aber wir waren sehr aufgeregt und stolz, als wir die Sportstätten sahen. Ich glaube, dass diese Sportstätten genauso gut oder besser als alle anderen waren, die bisher für die panamerikanischen Spiele erstellt worden sind.“ ("At times it has been a great struggle, but we are very excited and proud to see the venues. I believe these venues are as good as or better than any that have been created for the Pan American Games.") Andere Beteiligte stimmten zu, dass die logistischen und Bauprobleme während der Spiele stark zurückgingen.

Kontroverse und örtliche ReaktionenBearbeiten

Zahlreiche Demonstrationen wurden abgehalten, um auf die Sparmaßnahmen, einschließlich Importsteuern und Ausgabenkürzungen und Vernachlässigung der verarmten Regionen aufmerksam zu machen Während der Spiele wurden die Proteste außerhalb der Stadt verbannt. Jedoch nahmen die Dominikaner die Spiele mit Stolz und Wärme auf, besonders wenn örtliche Stars sich hervortaten wie Félix Sánchez, der die Goldmedaille über die 400 Meter Hürden gewann und den panamerikanischen Rekord brach.[1]

Während sie die erstklassigen Sportstätten priesen, beklagten Kritiker die hohen Kostenüberschreitungen, die üppige Entlohnung der Organisatoren und die Sorgen über die Fähigkeit der Dominikanischen Republik, die Sportstätten nach den Spielen zu unterhalten.[3]

MedaillenspiegelBearbeiten

Der Gastgeber ist hervorgehoben.

Medaillenspiegel
# Teilnehmernation Gold Silber Bronze Total
1 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 117 80 73 270
2 Kuba  Kuba 72 41 39 152
3 Kanada  Kanada 29 57 42 128
4 Brasilien  Brasilien 29 40 54 123
5 Mexiko  Mexiko 20 27 32 79
6 Venezuela 1954  Venezuela 16 21 27 64
7 Argentinien  Argentinien 16 20 27 63
8 Kolumbien  Kolumbien 11 8 24 43
9 Dominikanische Republik  Dominikanische Republik 10 12 19 41
10 Jamaika  Jamaika 5 2 6 13
11 Puerto Rico  Puerto Rico 3 4 9 16
12 Ecuador  Ecuador 3 1 5 9
13 Chile  Chile 2 10 10 22
14 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago 2 4 1 7
15 Uruguay  Uruguay 2 1 5 8
16 Peru  Peru 1 1 8 10
17 Suriname  Suriname 1 0 0 1
18 Guatemala  Guatemala 0 3 9 12
19 El Salvador  El Salvador 0 2 2 4
20 Bahamas  Bahamas 0 2 0 2
21 Haiti  Haiti 0 1 2 3
23 Grenada  Grenada 0 1 1 2
Guyana  Guyana 0 1 1 2
24 Cayman Islands  Cayman Islands 0 1 0 1
Bermuda  Bermuda 0 1 0 1
26 Bolivien  Bolivien 0 0 2 2
Panama  Panama 0 0 2 2
28 Niederlandische Antillen  Niederländische Antillen 0 0 1 1
Barbados  Barbados 0 0 1 1
Costa Rica  Costa Rica 0 0 1 1
Honduras  Honduras 0 0 1 1
Saint Lucia  St. Lucia 0 0 1 1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Games Lift Spirits in Santo Domingo (englisch).
  2. 41 Countries and 6,748 Athletes Pre-Registered in Pan Am 2003 (Memento des Originals vom 6. November 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/panamgames2003.com
  3. The most costly Pan Am Games ever (Memento des Originals vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/panamgames2003.com