Hauptmenü öffnen

Otto Hipp

Regensburger Oberbürgermeister und erster Bayerischer Kultusminister nach dem Krieg
Otto Hipp, aufgenommen vor 1915

Otto Hipp (* 26. September 1885 in München; † 2. Januar 1952 ebenda) war während der Weimarer Republik Oberbürgermeister von Regensburg und erster bayerischer Kultusminister nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der promovierte Rechtsanwalt war Mitglied der Bayerischen Volkspartei, die im November 1918 in Regensburg gegründet worden war. Am 28. November 1920 wurde er zum 1. Bürgermeister (Oberbürgermeister) von Regensburg gewählt. Am 20. März 1933 wurde Hipp unter dramatischen Begleitumständen von den Nationalsozialisten zum Rücktritt gezwungen. Hipp war ein entschiedener Gegner der NSDAP und hatte den Nationalsozialisten noch zu Beginn der dreißiger Jahre die Nutzung städtischer Gebäude und nach Hitlers Regierungsantritt und der Reichstagswahl im März 1933 das Hissen der Hakenkreuzfahne am Rathaus untersagt.[1]

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Hipp 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht in Bayern von Mai bis Juni 1945 in das Amt des 2. Bürgermeisters von München berufen, nachfolgend zum ersten bayerischen Kultusminister nach dem Krieg ernannt. Er stellte mit Erlass vom 23. Juli 1945 die von den Nationalsozialisten beseitigten Bekenntnisschulen wieder her, was eine wichtige Weichenstellung für die Entwicklung des Schulwesens in Bayern war.[2] Aufgrund von inhaltlichen Differenzen mit den Amerikanern wurde er als erstes Mitglied der Regierung Schäffer bereits nach wenigen Monaten wieder entlassen. Hipp war zu dieser Zeit schon Mitglied der CSU. 1950 war Hipp Präsident des Deutschen Katholikentages in Altötting und Passau. Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Aenania München im CV. 1922 trat er aus der Aenania aus, um die KDStV Trifels München mitzugründen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dieter Albrecht: Regensburg im Wandel-Studien zur Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert. MZ, Regensburg 1984, ISBN 3-921114-11-X, S. 218 ff.
  2. Otto Hipp im Historischen Lexikon Bayerns, abgerufen am 22. August 2017