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Hans Schaidinger

deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Regensburg
Hans Schaidinger

Hans Schaidinger (* 23. Februar 1949 in Freilassing) war von 1996 bis 2014 Oberbürgermeister (CSU) der Stadt Regensburg.

LebenBearbeiten

Der studierte Diplom-Volkswirt (Abschluss 1977) ist verheiratet und hat zwei Kinder. Schaidinger trat 1978 in den Dienst der Stadt Regensburg ein und war dort in den Bereichen Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung tätig. Von 1991 bis 1996 war er in der freien Wirtschaft als Bereichsleiter bei der DIBAG Industriebau AG in München tätig. 1996 wurde er zum Oberbürgermeister von Regensburg gewählt, bei den Kommunalwahlen 2002 mit 61,5 % im Amt bestätigt. Von 2005 bis 2011 war er Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Schaidinger war von 2005 bis 2012 Mitglied im Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank. Bei der bayerischen Kommunalwahl im Jahr 2008 wurde er erst in der Stichwahl gegen seinen Konkurrenten Joachim Wolbergs (SPD) am 16. März mit 52,15 % bei einer Wahlbeteiligung von 41,87 % im Amt bestätigt. Bei den Kommunalwahlen 2014 konnte Schaidinger aus Altersgründen nicht erneut als Oberbürgermeister antreten. Zu seinem Nachfolger wurde Joachim Wolbergs (SPD) gewählt.

Er ist (Stand 2014) Vertreter des Bayerischen Städtetages im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks.[1]

Im Zuge der Regensburger Parteispendenaffäre wurde im Oktober 2016 bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Regensburg gegen den Alt-Oberbürgermeister Vorermittlungen eingeleitet hat.[2] Hintergrund sind ein Beratervertrag mit einem Bauunternehmer und der Hauskauf seiner Tochter bei selbigem. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen Schaidinger.[3]

Sein Nachfolger Wolbergs kam Mitte Januar 2017 in Untersuchungshaft.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitglieder des Rundfunkrats. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 23. Mai 2014.
  2. mittelbayerische.de: Ermittlungen gegen Alt-OB Schaidinger. In: Mittelbayerische Zeitung. (mittelbayerische.de [abgerufen am 19. Januar 2017]).
  3. a b sueddeutsche.de 22. Januar 2017
  4. Trägerinnen und Träger der Universitätsmedaille „Bene merenti“.; In: Von der Universität vergebene Ehrungen. Universität Regensburg; abgerufen am 1. August 2017.