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Alfons Auer (Politiker)

Bürgermeister von Regensburg
Alfons Auer

Alfons Auer (* 21. Oktober 1857 in Aholfing; † 18. Oktober 1910 in Ebenhausen), Bürgermeister von Regensburg (1. April – 18. Oktober 1910).

Auer kam als Sohn des Lehrers Josef Auer und seiner Frau Babette, geb. Huber, zur Welt. Von 1869 bis 1874 besuchte er das Gymnasium Metten, dann das Alte Gymnasium Regensburg, wo er 1878 das Abitur ablegte. 1878/79 diente er als Einjährig-Freiwilliger, studierte von 1879 bis 1882 Rechtswissenschaft an der Universität München, absolvierte sein Referendariat 1882 bis 1885 in Regensburg und beendete den Staatskonkurs 1885 mit der Note 2. Nach einer Assessorenzeit bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg wurde Auer schon 1887 2. rechtskundiger Magistratsrat der Stadt Regensburg, zuständig insbesondere für das Schulreferat. Zum 1. Januar 1903 wurde er zum 2. bürgerlichen Bürgermeister gewählt, zum 1. Januar 1909 zum 2. rechtskundigen Bürgermeister. Nach dem Rücktritt Hermann Geibs wurde Auer, der sich hohes Ansehen erworben hatte, ohne Ausschreibung der Stelle am 6. April 1910 zum 1. Bürgermeister der Stadt Regensburg gewählt; für ihn stimmten die liberalen Gemeindebevollmächtigten (27), die Minderheit des Zentrums (5) enthielt sich der Stimme. Am 5. Mai in das Amt eingeführt, konnte er nur noch einige Projekte seines Vorgängers Hermann Geib abschließen, wie am 11. Mai 1910 die Eröffnung der Oberpfälzischen Kreisausstellung für Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft im Stadtpark und die Eröffnung des Luitpoldhafens im Juni 1910. Er verstarb noch im selben Jahr 1910 und hinterließ seine Frau Anna, geb. Heelein (1868–1953) und vier Kinder.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dieter Albrecht: Regensburg im Wandel, Studien zur Geschichte der Stadt im 19. Und 20. Jahrhundert. In: Museen und Archiv der Stadt Regensburg (Hrsg.): Studien und Quellen zur Geschichte Regensburgs. Band 2. Mittelbayerische Druckerei und Verlags-Gesellschaft mbH, Regensburg 1984, ISBN 3-921114-11-X, S. 174 f.