Gertrud Maltz-Schwarzfischer

deutsche Kommunalpolitikerin (BayernSPD) und Archäologin, Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg

Gertrud Maltz-Schwarzfischer (* 22. August 1960 in Münchberg) ist eine deutsche Kommunalpolitikerin (SPD) und seit dem 1. Mai 2020 Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg. Bereits seit dem 27. Januar 2017 führte sie bis zu ihrem Amtsantritt kommissarisch die Stadtverwaltung als Vertreterin des vorläufig suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs.[1][2]

LebenBearbeiten

Jugend, Ausbildung und beruflicher WerdegangBearbeiten

Maltz-Schwarzfischer wurde 1960 als Tochter der evangelischen Pfarrersfamilie Maltz[3] im oberfränkischen Münchberg geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie bis 1970 in Selb. Seit 1970 lebt sie in Regensburg und absolvierte dort auch ihre Schulbildung am Von-Müller-Gymnasium. Anschließend nahm sie ein Studium der Vor- und Frühgeschichte sowie der klassischen Archäologie an der Universität Regensburg auf, das sie mit dem Magister Artium abschloss.

Beruflich war sie bei verschiedenen Museums- und Denkmalpflege-Projekten sowie bei Firmen für archäologische Ausgrabungen beschäftigt. Zudem war sie als freiberufliche Archäologin tätig.

Politische KarriereBearbeiten

Maltz-Schwarzfischer ist seit 1995 Mitglied der SPD. Dort hat sie verschiedene Parteiämter inne. Neben ihrer Vorstandsschaft im Regensburger Ortsverein innerer Westen war sie Unterbezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und fungierte als deren stellvertretende Landesvorsitzende. Sie ist Mitglied des Bezirksvorstands der SPD Oberpfalz.

Nach wenigen Jahren wurde sie in den Regensburger Stadtrat gewählt, in dem sie als stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der Fraktion im Sozialausschuss amtierte. Ferner war sie Mitglied des Planungsausschusses, des Schulausschusses und des Kulturausschusses. Sie gehörte dem Verwaltungsrat des Regensburger Stadttheaters und dem Aufsichtsrat der Regensburger Tourismus GmbH an.

Am 8. Mai 2014 wurde Maltz-Schwarzfischer zur zweiten Bürgermeisterin der Stadt Regensburg gewählt. Ihrem Direktorium unterstanden die Ämter für Soziales, Jugend und Familie, Senioren, das Jobcenter der Stadt Regensburg und die Regensburg Seniorenstift gGmbH.

Seit dem 27. Januar 2017 führte sie interimsmäßig die Regensburger Stadtverwaltung anstelle des Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs, der von der Wahrnehmung seiner Aufgaben vorläufig suspendiert wurde.[1] Im April 2017 wurde sie zusätzlich zur Aufsichtsratsvorsitzenden der Regensburger Energie- und Wasserversorgung gewählt.

Im Mai 2019 hat der SPD-Stadtverband sie einstimmig als Kandidatin zum Regensburger Oberbürgermeister bei den Kommunalwahlen 2020 nominiert.[4] Im ersten Wahlgang erhielt sie am 15. März 2020 22,15 % der gültig abgegebenen Stimmen. Am 29. März 2020 fand die Stichwahl gegen Astrid Freudenstein (CSU, 29,48 %) statt.[5] In dieser Stichwahl erreichte Maltz-Schwarzfischer 50,74 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen und wurde damit zur Oberbürgermeisterin ab 1. Mai 2020 gewählt.[6]

PrivatesBearbeiten

Sie ist mit einem Rechtsanwalt verheiratet und Mutter zweier Kinder.

Ehrenamtlich engagiert sich Maltz-Schwarzfischer bei pro familia, wo sie Mitglied des Vorstands war, als Vizepräsidentin des Freien TuS Regensburg und als Mitglied zahlreicher Regensburger Vereine, insbesondere Kultur-, Frauen- und Umweltschutzvereinen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Internetquelle: Gertrud Maltz-Schwarzfischer M.A. auf Regensburg.de, abgerufen am 11. Januar 2020
  2. Regensburger OB wegen schwerer Bestechlichkeit in Untersuchungshaft. 18. Januar 2017, abgerufen am 18. Juli 2019.
  3. Johann Brandl: Gertrud Maltz-Scharzfischer. (PDF) In: regensburger-eltern.de. März 2012, abgerufen am 14. März 2021.
  4. SPD nominiert Maltz-Schwarzfischer als OB-Kandidatin. 8. Mai 2019, abgerufen am 18. Juli 2019.
  5. Wahl der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters. Stadt Regensburg, abgerufen am 15. März 2020.
  6. Ergebnis der Stichwahl. Stadt Regensburg, 31. März 2020, abgerufen am 31. März 2020.