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Die Neue Deister-Zeitung ist eine Lokalzeitung im Raum Springe im Westen der Region Hannover und im benachbarten Bad Münder (Landkreis Hameln-Pyrmont). Zudem wird sie in einigen Gemeinden des östlichen Kreises Schaumburg gelesen. Die verkaufte Auflage beträgt 5782 Exemplare, ein Minus von 16,9 Prozent seit 1998.[1]

Neue Deister-Zeitung

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Druck- und Verlagshaus J. C. Erhardt GmbH
Erstausgabe 1. Juli 1875
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 5782 Exemplare
(IVW 2/2019, Mo–Sa)
Chefredakteur Christian Zett (Redaktionsleiter)
Herausgeber Ellen Schaper, Burkhard Schaper
Geschäftsführer Burkhard Schaper
Weblink www.ndz.de

Inhaltsverzeichnis

BeschreibungBearbeiten

 
Anzeigenleiter Thomas Kritscher auf dem Messegelände Hannover während einer Veranstaltung zur Expo 2015

Der Verlag, das Druck- und Verlagshaus J. C. Erhardt GmbH, ist seit der Gründung noch völlig selbständig im Familienbesitz und ohne Beteiligung benachbarter Großverlage. Die Zeitung steht im Wettbewerb mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und bezieht ihren Mantel, das heißt die überregionalen Politik-, Wirtschafts- und Sportseiten, vom Redaktionsnetzwerk Deutschland aus Hannover.[2]

AuflageBearbeiten

Die Neue Deister-Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 0,7 % pro Jahr gesunken. Im letzten Jahr hat sie um 2,8 % abgenommen.[3] Sie beträgt gegenwärtig 5782 Exemplare.[4] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 86,7 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]

 


GeschichteBearbeiten

Die Neue Deister-Zeitung erschien erstmals am 1. Juli 1875 im Verlag Johann Christoph Erhardt.

Wie andere deutsche Heimatzeitungen war auch die Neue Deister-Zeitung eng mit den Honoratioren der Stadt verknüpft, was der Zeitung seit 1885 den Status eines amtlichen Kreisblattes des neu gegründeten Kreises Springe sicherte.

Die Zeitung begann 1875 zweimal wöchentlich zu erscheinen, erhöhte die Erscheinungsfrequenz 1885 auf dreimal, erreichte 1932 vier Mal und kam schließlich erst 1962 täglich (außer Sonntag) heraus.

Der Nationalsozialismus bedeutete für die Neue Deister-Zeitung rasantes Wachstum. Die Auflage stieg von 3000 Exemplaren 1934 auf 4000 Exemplare im Jahr 1939. Ein Erscheinungsverbot bekam die Zeitung anders als viele andere nicht auferlegt, sondern musste erst 1943 aus kriegsbedingten Gründen schließen. Nach der Gewährung der Pressefreiheit erschien die Zeitung erneut 1949.

Bekannte ehemalige RedakteureBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Ulrich Pätzold/Horst Röper: Medienatlas Niedersachsen-Bremen 2000. Medienkonzentration - Meinungsmacht - Interessenverflechtung. Verlag Buchdruckwerkstätten Hannover GmbH, Hannover 2000, ISBN 3-89384-043-5
  • Jörg Aufermann/Victor Lis/Volkhard Schuster: Zeitungen in Niedersachsen und Bremen. Handbuch 2000. Verband Nordwestdeutscher Zeitungsverleger/Zeitungsverlegerverband Bremen, Hannover/Bremen 2000, ISBN 3-9807158-0-9

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neue Deister-Zeitung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  2. Jan Söfjer: Das Bauernopfer - Warum die Deister-Leine-Zeitung sterben musste. In: journalist 4/2012, hier online, abgerufen am 31. August 2012.
  3. laut IVW, http://www.ivw.eu/aw/print/qa/titel/1269
  4. laut IVW, zweites Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)