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Nelson Mandela Mbouhom (* 4. Mai 1999 in Douala)[1] ist ein kamerunischer Fußballspieler, der bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht. Größere Bekanntheit erlangte Mbouhom im Herbst 2015 durch einen Artikel des Spiegel, der sich anhand seines Lebenslaufs mit dem „Kinderhandel“ afrikanischer Talente im Fußball auseinandersetzt.

Nelson Mandela Mbouhom
Personalia
Geburtstag 4. Mai 1999
Geburtsort DoualaKamerun
Größe 177 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
FC Barcelona
Real Valladolid
2012–2013 TSG 1899 Hoffenheim
2013–2018 Eintracht Frankfurt
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2017–2019 Eintracht Frankfurt 0 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Saisonende 2018/19

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Mbouhom wurde als jüngstes von sieben Kindern im kamerunischen Douala geboren. Im Alter von acht Jahren wurde er von einem Scout der Eto’o-Stiftung von Samuel Eto’o zu einem Probetraining eingeladen. Nachdem Mbouhoms Mutter die Vormundschaft an Mitarbeiter der Stiftung abgetreten hatte, flog er mit neun Jahren nach Spanien und wurde in La Masia, der Jugendakademie des FC Barcelona, aufgenommen. Nach zwei Jahren wurde Mbouhom aussortiert und mit elf Jahren von einem Spielerberater in der Jugend von Real Valladolid untergebracht. Da er sich dort nicht wohl fühlte, zog er zu seinem Bruder nach Paris. Mbouhom absolvierte ein Probetraining bei Paris Saint-Germain, bei dem er allerdings durchfiel. Der Vater von Georgios Spanoudakis, mit dem er in La Masia ein Zimmer geteilt hatte, vermittelte Mbouhom anschließend ein Probetraining bei der TSG 1899 Hoffenheim, für die er in der Saison 2012/13 spielte.[1] Zur Saison 2013/14 wechselte er in die C-Jugend (U15) von Eintracht Frankfurt.[2] Mit ihr gewann Mbouhom die süddeutsche Meisterschaft. Beim 4:3-Sieg im Finale gegen den FC Bayern München erzielte er einen Hattrick.[3] Da Mbouhom lediglich eine Aufenthaltserlaubnis für Frankreich hatte, konnte er in der Saison 2014/15 keine Pflichtspiele bestreiten und zwischenzeitlich nicht am Training teilnehmen. Nachdem der Vater von Spanoudakis seine Vormundschaft übernommen und Mbouhom eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hatte,[1] lief er in den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 in der B-Junioren- und A-Junioren-Bundesliga auf.[4]

Zur Saison 2017/18 erhielt Mbouhom seinen ersten Profivertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2019 und rückte in den Profikader von Niko Kovač auf.[2] Zum Einsatz kam er weiterhin in der A-Jugend, für die er in jener Spielzeit letztmals spielberechtigt war. Im Oktober 2017 zog sich Mbouhom einen Kreuzbandriss, einen Teilriss des Innenbandes sowie eine Läsion des Außenmeniskus zu.[5] Bis zum Saisonende kam er nicht mehr zum Einsatz. Im Mai 2018 gewann Mbouhom mit der Eintracht nach einem 3:1-Finalsieg gegen den FC Bayern München den DFB-Pokal. Im August 2018 wurde Mbouhom vom neuen Trainer Adi Hütter mit sechs weiteren Spielern aus dem Kader gestrichen und in eine separate Trainingsgruppe versetzt.[6] Anfang September 2018 wurde er gemeinsam mit den übrigen vier Spielern, die bis zum Ende der Transferperiode keinen neuen Verein gefunden hatten, wieder in das Mannschaftstraining integriert.[7] Nachdem Mbouhom in der gesamten Saison zu keinem Pflichtspieleinsatz gekommen war, verließ er den Verein mit seinem Vertragsende.[8]

ErfolgeBearbeiten

Eintracht Frankfurt

SonstigesBearbeiten

Sein Vorname ist Nelson Mandela, sein Nachname Mbouhom.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Siehe den Spiegelartikel Nelsons Odyssee unter Weblinks.
  2. a b Eintracht Frankfurt: Profi-Vertrag für Nelson Mandela Mbouhom, 4. Juli 2017, abgerufen am 16. August 2017.
  3. Von Douala über Barcelona nach Frankfurt: Nelson Mandela Mbouhoms langer Weg in die Bundesliga, bundesliga.de, abgerufen am 16. August 2017.
  4. Siehe seine Einsätze im DFB-Datencenter unter Weblinks.
  5. Eintracht Frankfurt: Nelson Mandela Mbouhom erleidet Kreuzbandriss, 17. Oktober 2017, abgerufen am 10. Dezember 2017.
  6. Eintracht Frankfurt schiebt Trio in die Trainingsgruppe 2 ab, 90min.de, 15. August 2018, abgerufen am 31. August 2018.
  7. Stendera & Co.: Das Ende der "Trainingsgruppe 2", kicker.de, 5. September 2018, abgerufen am 5. September 2018.
  8. Quartett sucht neue Herausforderung, eintracht.de, 18. Juni 2019, abgerufen am 19. Juni 2019.
  9. Siehe sein Profil auf der Website von Eintracht Frankfurt unter Weblinks.