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Mönchpfiffel-Nikolausrieth

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mönchpfiffel-Nikolausrieth führt kein Wappen
Mönchpfiffel-Nikolausrieth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mönchpfiffel-Nikolausrieth hervorgehoben
Koordinaten: 51° 22′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Erfüllende Gemeinde: Artern
Höhe: 122 m ü. NHN
Fläche: 9,21 km2
Einwohner: 304 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06556
Vorwahl: 034652
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 046
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Westbahnhof
06556 Artern
Bürgermeister: Gerhard Kummer
Lage der Gemeinde Mönchpfiffel-Nikolausrieth im Kyffhäuserkreis
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Über dieses Bild

Mönchpfiffel-Nikolausrieth ist eine Gemeinde an der Helme im thüringischen Kyffhäuserkreis und liegt in der Nähe der Stadt Artern. Die Bildung der Gemeinde erfolgte 1956 aus den Dörfern Mönchpfiffel und Nikolausrieth.

GeschichteBearbeiten

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld (Hersfelder Zehntverzeichnis) wird Mönchpfiffel als zehntpflichtiger Ort Bablide im Friesenfeld erwähnt.

Nikolausrieth im Gebiet der Goldenen Aue wurde erstmals im Jahre 1226 als Novale St. Nicolai in einer Walkenrieder Urkunde genannt. J.M. Schamelius erwähnt in seinem Klosterlexikon von 1733 ein Nonnenkloster als 1236 gegründet und nach Reformation „ruiniert“.

Eine erwähnenswerte Besonderheit ist die Tatsache, dass die beiden Ortsteile bis 2008 verschiedenen Kirchen angehörten. So war Nikolausrieth Teil der Kirchenprovinz Sachsen, während Mönchpfiffel zur Thüringischen Kirche gehörte. Seit 2009 gehören beide zur neugegründeten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Dies resultiert aus dem Umstand, dass die Helme in diesem Gebiet die vormalige Grenze zwischen der Weimarer Exklave Allstedt und der preußischen Provinz Sachsen bildet.

Mönchspfiffel ist ein historisches Klostergut als Außenstelle des Klosters Walkenried gewesen. 1920 bis 1945 war es ein Thüringisches Staatsgut. Bis 1991 gehörte es zu den VEG und auch zur LPG mit Tier- und Pflanzenproduktion. 1995 Verkauf an die Raiffeisen-Agil Warengenossenschaft.[2]

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1945 wurde das bis dahin in Thüringen liegende Mönchpfiffel dem Kreis Sangerhausen der Provinz Sachsen zugeordnet.

Die Gemeinde gehörte bis zu deren Auflösung zum 1. Januar 2019 zur Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern, seither ist die Stadt Artern erfüllende Gemeinde für Mönchpfiffel-Nikolausrieth.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 413
  • 1995: 410
  • 1996: 425
  • 1997: 425
  • 1998: 418
  • 1999: 424
  • 2000: 421
  • 2001: 412
  • 2002: 419
  • 2003: 415
  • 2004: 411
  • 2005: 417
  • 2006: 403
  • 2007: 400
  • 2008: 398
  • 2009: 390
  • 2010: 386
  • 2011: 347
  • 2012: 345
  • 2013: 342
  • 2014: 329
  • 2015: 319
  • 2016: 316
  • 2017: 310
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

VerkehrBearbeiten

Der nächstgelegene Bahnhof ist Artern an der Bahnstrecke Sangerhausen–Erfurt. Eine Busverbindung dorthin sowie nach Allstedt und Sangerhausen besteht mit der Buslinie 515 der Verkehrsgesellschaft Südharz.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Infos zum Klostergut (Memento des Originals vom 16. Oktober 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moenchpfiffel.de Abgerufen am 3. August 2012

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mönchpfiffel-Nikolausrieth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien