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Liste der Weltcupsieger im Rennrodeln

Wikimedia-Liste
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Georg Hackl am Start beim Rodel-Weltcup 2005 in Oberhof
Armin Zöggeler am Start beim Rodel-Weltcup 2005 in Oberhof

Die Liste der Weltcupsieger im Rennrodeln[1] besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird eine Übersicht über die Sieger sowie die zweit- und drittplatzierten Athleten der Rennrodelsaisonen gegeben. Diese Übersicht wird anschließend durch mehrere Statistiken ausgewertet. Der zweite Teil der Liste führt in chronologischer Reihenfolge alle Weltcupsieger der Frauen- und Männereinzel sowie der Doppelsitzerwettbewerbe auf. Auch der zweite Teil der Liste wird durch mehrere Statistiken ausgewertet. Viele der Listen und Statistiken sind sortierbar.

AnmerkungenBearbeiten

Der von der Fédération Internationale de Luge de Course (FIL) ausgetragene Rennrodel-Weltcup wird seit der Saison 1977/78 durchgeführt und findet somit in der Saison 2018/2019 zum 41. Mal statt. Die Wettbewerbe werden von den Ländern Deutschland, Italien und Österreich dominiert, die in allen Statistiken auf den vorderen drei Rängen liegen. Sie stellen sowohl die größte Zahl der Sieger von Weltcup-Rennen als auch der Gesamtwertungen des Weltcups. Andere Nationen wie die USA, Kanada oder die vormalige Sowjetunion und ein paar ihrer Nachfolgestaaten (Russland, Lettland, Ukraine) versuchen Anschluss zu halten oder zu finden, können abgesehen von Russland bislang aber nur Achtungserfolge erringen. Solche Erfolge zeigen sich eher bei Einzelrennen der Olympischen Winterspiele, Welt- und Europameisterschaften. Andere Nationen, die vor der Einführung des Weltcups Erfolge verzeichnen konnten, etwa Polen, Norwegen, die Schweiz oder die Tschechoslowakei (jetzt repräsentiert durch die Nachfolgestaaten Tschechien und Slowakei), haben den Anschluss an die absolute Weltspitze verloren. Oftmals sind Erfolge kleinerer Rennrodelnationen, etwa Liechtensteins oder Schwedens, dem individuellen Können einzelner Athleten denn einer Rennrodeltradition geschuldet. Obwohl die traditionellen Nationen weiter in diesem Sport den Ton angeben, wird die Basis des Sportes auf die Schultern von immer mehr Nationen gestellt.

Auffallend ist die deutsche Dominanz vor allem bei den Frauen, wo nicht nur der größere Teil der Gesamtwertungen durch deutsche Starterinnen gewonnen wurde, sondern auch 173 der 221 Rennen von Rodlerinnen aus Deutschland (einschließlich der DDR und der BRD bis 1990) durch deutsche Fahrerinnen entschieden wurden. Mit 20 individuellen Siegerinnen konnten die deutschen Frauen mit Abstand mehr Sieger als alle anderen Nationen stellen. Es folgen mit weitem Abstand die sowjetischen Frauen, die fünf Siegerinnen stellten. Weniger deutlich ist die Gesamtwertung der Doppelsitzer, wo Deutschland und Italien noch Anfang der 2010er Jahre etwa gleichauf lagen. Doch gewannen deutsche Doppel mehr als doppelt so viele Weltcuprennen. Bei den Herren konnten Italiener bis Anfang der 2010er sogar mehr Rennen für sich entscheiden als deutsche Starter, danach änderte sich das Verhältnis vor allem dank der Erfolge von Felix Loch zu Gunsten Deutschlands. In der Gesamtwertung sind trotz deutlich weniger gewonnener Einzelrennen auch die Österreicher ähnlich Erfolgreich wie die Deutschen. Erkennbar ist, dass in der Geschichte des Wettbewerbes Deutschland in der Breite besonders viele Athleten in die Weltspitze bringen konnte, doch sind vielfach Italien und Österreich aufgrund der individuellen Klasse einzelner Starter ebenbürtig. Die deutschen Rodler profitieren dabei nicht zuletzt von den vier Rodelbahnen auf deutschem Boden, von der technischen Unterstützung und den gut ausgebildeten Trainern, die oft vormals selbst Rodler waren. Hinter den drei Spitzennationen folgen mit weitem Abstand die USA und Russland einschließlich der vormaligen Sowjetunion. Die US-Rodler konnten sich nur selten trotz immer wieder großer individueller Klasse und ebenfalls mittlerweile zweier Rodelbahnen langfristig als Konkurrenten etablieren, einzig bei den Doppelsitzern schafften es zunächst einige Doppel längerfristig in die Spitze. Gegen Mitte der 2010er Jahre erreichten die besten US-Amerikanerinnen doch größere Konstanz. In der Sowjetunion wurde in den 1980er Jahren viel in den Aufbau des Sportes investiert, nach dem Zerfall des Landes wurde diese Aufbauarbeit in Teilen zum Erliegen gebracht. Zuletzt ist jedoch ein Erstarken russischer, lettischer und mit größeren Abstrichen auch ukrainischer Athleten erkennbar. Vor allem die Errichtung zweier Rodelbahnen brachten eine größere Zahl russischer Rodler in allen drei Klassen in die Weltspitze. In Estland ist Rodeln einer der Nationalsports. Zudem machen auch die Nationen, in denen zukünftig Olympische Winterspiele veranstaltet werden, immer wieder punktuelle und temporäre Fortschritte. Vor den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gab es eine positive Entwicklung für Kanada, 2014 in Russland und 2018 zumindest kurzzeitig in Südkorea.

Die Liste besteht aus zwei Teillisten. In der Liste der Gesamtweltcupsieger im Rennrodeln werden die Statistiken zum Gesamtweltcup aufgeführt, in der Liste der Sieger von Rennrodel-Weltcuprennen werden die Sieger von Weltcuprennen und statistische Auswertungen dazu geboten.[2]

FlaggenlegendeBearbeiten

AustragungsorteBearbeiten

Austragungsorte nach BahnenBearbeiten

Stand: 13. Januar 2019

Austragungsorte nach LändernBearbeiten

Stand: 13. Januar 2019

WeblinksBearbeiten

BelegeBearbeiten

  1. die Liste und die Statistiken geht auf die angegebenen Webseiten zurück, wurde zudem ergänzt und korrigiert durch die zum Großteil nicht veröffentlichten offiziellen Ergebnislisten der Weltcups
  2. Stand des Textes und der Statistiken: nach dem zweiten Rennen der Saison 2010/11