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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Koxhausen
Koxhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Koxhausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 0′ N, 6° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 3,81 km2
Einwohner: 102 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54673
Vorwahl: 06564
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 068
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Website: suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeisterin: Rita Enders
Lage der Ortsgemeinde Koxhausen im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Kirche St. Cosmas und St. Damian
Altes Pfarrhaus

Koxhausen ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.[2]

GeographieBearbeiten

Koxhausen liegt im Naturpark Südeifel. Nachbargemeinden sind Berscheid, Hütten, Herbstmühle und Muxerath.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1372 erstmals als Cixhausen urkundlich erwähnt,[3] seine Entstehung als Rodungsdorf wird für das 12. Jahrhundert vermutet.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort, damals noch „Kochshausen“ oder „Kockshausen“ geschrieben, zur Herrschaft Neuerburg im Herzogtum Luxemburg.

Von 1795 bis 1814 gehörte Kochshausen/Koxhausen zum französischen Wälderdepartement.

1815 wurde das Rheinland und damit auch Koxhausen auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet, 1816 wurde der Ort Verwaltungssitz einer gleichnamigen Bürgermeisterei. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Neben die Landwirtschaft trat im 18. und 19. Jahrhundert die Köhlerei als wichtige Erwerbsquelle.

Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Koxhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 74
1835 129
1871 148
1905 124
1939 171
1950 158
1961 147
Jahr Einwohner
1970 124
1987 112
1997 104
2005 108
2011 115
2017 107

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Koxhausen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Schild zweimal gespalten, vorne in Silber ein schwarzer Balken, hinten in Rot ein silberner Balken, in der Mitte in Gold ein senkrecht und waagerecht getrenntes schwarzes Hochkreuz mit roter Schlange.“[6]
Wappenbegründung: Koxhausen gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Vianden und grenzte an die Herrschaft Neuerburg. Abweichend von der ursprünglichen Form des Wappens der Herren von Neuerburg (= schwarzer Schrägbalken in Silber), wurde aus ästhetischen Gründen der waagerechte Balken gewählt. Die Farben Silber und Schwarz weisen allein schon auf die Herrschaft Neuerburg hin. Die Patrone der Pfarrei und des Ortes sind die hl. Kosmas und Damianus, die Schutzpatrone der Heilkunde. Der Äskulap-Stab (Symbol der Medizin) als geteiltes Kreuz ausgeführt, weist einmal darauf hin, dass es sich um zwei Heilige handelt und symbolisiert gleichzeitig das Martyrium, das beide Heilige erlitten haben.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Eine 1712 erbaute Kapelle wurde 1836 zur Pfarrkirche ausgebaut und 1922 erweitert. Sie ist den Heiligen Cosmas und Damian geweiht und ist mit barocken Altären und Rokokofiguren ausgestattet.
  • Bildstock um 1907 in der Burgstraße
  • Altes Pfarrhaus

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Koxhausen

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

  • Wanderrouten in und um Koxhausen[7][8][9]
  • Kinderspielplatz beim Dorfgemeinschaftshaus

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest
  • Traditionelles Ratschen oder Klappern am Karfreitag und Karsamstag
  • Hüttenbrennen am ersten Wochenende nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag)[10][11]
  • Jährliches Opel Hecktriebler-Treffen am ersten Augustwochenende

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In den Jahren 1995, 1996 und 2002 wurde der Windpark Koxhausen-Neuerburg-Leimbach in Betrieb genommen. 12 Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-40/5.40 und eine Windenergieanlage vom Typ Enercon E-40/6.44 liefern eine Jahresproduktion von 6,5 Megawattstunden. Der Windpark war bei Inbetriebnahme der Erweiterung 1995 der größte Binnenlandwindpark Europas.[12]

Siehe auch: Liste von Windkraftanlagen in Rheinland-Pfalz

Siehe auch: Liste der Windkraftanlagentypen von Enercon

LiteraturBearbeiten

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/I). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 132 (315 S., Mit 12 Taf. u. 227 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Koxhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Zur Suche nach Kulturgütern der Ortsgemeinde Koxhausen in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 99 (PDF; 3 MB).
  3. Neuerburger Zeitung 1910 Nr. 7–13, nach Zimmer.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 6. August 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 6. August 2019.
  6. Wappenerklärung. (PDF) Abgerufen am 14. März 2018.
  7. Koxhausen – Bauler – Geichlingen – Berscheider Bach. Abgerufen am 14. März 2018.
  8. Wanderung Gaytal-Grünhof-Herbstmühle-Koxhausen. Abgerufen am 14. März 2018.
  9. Kurzwanderung um das südliche Neuerburg. Abgerufen am 14. März 2018.
  10. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  11. Hüttensonntag in der Eifel. Abgerufen am 10. August 2017.
  12. Windpark Koxhausen-Neuerburg-Leimbach. Enercon, abgerufen am 14. März 2018.