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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kaschenbach
Kaschenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kaschenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 6° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 4,45 km2
Einwohner: 69 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54668
Vorwahl: 06568
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 065
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Website: suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Johannes Billen
Lage der Ortsgemeinde Kaschenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Kaschenbach, die Filialkirche Sankt Michael

Kaschenbach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Kaschenbach liegt im so genannten Weißland am Unterlauf des Flusses Nims, rund 10 km südlich von Bitburg. Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Lehnshof.[2]

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung als „Kirsenbach“ stammt aus dem Jahre 1258, möglicherweise ist Kaschenbach aber auch identisch mit dem bereits im 9. Jahrhundert genannten Crispiniacum. Infolge der Wirren des Dreißigjährigen Krieges und der anschließenden Kriege mit Frankreich gab es in Kaschenbach 1658 nur noch einen einzigen Einwohner. Von dieser Krise erholte sich der Ort jedoch gut, 1750 gab es hier wieder sieben Wohnhäuser und vier Höfe und im Verlauf des 19. Jahrhunderts überschritt Kaschenbach die 100-Einwohner-Marke; allerdings ist die Bevölkerungszahl seither vor allem auf Grund der Landflucht wieder deutlich zurückgegangen.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kaschenbach zur Propstei Echternach im Herzogtum Luxemburg. Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen die Region damals gehörte, besetzt. Unter der französischen Verwaltung gehörte der Ort von 1795 bis 1814 zum Arrondissement Bitburg im Departement der Wälder.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurde Kaschenbach der Bürgermeisterei Alsdorf im 1816 neu errichteten Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Im Jahr 1914 kam Kaschenbach zur Bürgermeisterei Wolsfeld, (ab 1927 Amt Wolsfeld), 1970 zur Verbandsgemeinde Irrel und 2014 zur Verbandsgemeinde Südeifel.

Kaschenbach gilt als ein Dorf, in dem die Grundformen der mittelalterlichen Bodenordnung der Stockgüter sich bis in unsere Zeit erhalten haben. Die ehemals vier Stockgüter mit ca. 100 Morgen Grundbesitz, der nach altem sächsischen Recht nicht geteilt werden durfte, sondern an den Hoferben überging, befinden sich heute noch ungeteilt in Besitz alteingesessener Bauernfamilien.

Unmittelbar östlich des Ortes ist im Gelände noch die Trasse der ehemaligen Eisenbahnstrecke Bitburg-Erdorf – Igel zu erkennen, deren Betrieb südlich von Bitburg mittlerweile eingestellt wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kaschenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 54
1835 82
1871 131
1905 114
1939 70
1950 78
1961 63
Jahr Einwohner
1970 69
1987 44
1997 46
2005 55
2011 57
2017 59

GemeinderatBearbeiten

Der Ortsgemeinderat in Kaschenbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber, rechts rot flankiert, belegt mit einer goldenen Ähre, links grün flankiert, belegt mit einem goldenen Vogelkirschenblatt, ein schwarzer Schlußstein in Form eines Sternkreuzes mit halbkugeligen Verdickungen an den Kreuzarmansätzen, belegt mit Schäferhut über Schäferstab und Trinkflasche in Silber.“[5]
Wappenbegründung: In der Deckenkonstruktion, einem Kreuzrippengewölbe, befindet sich ein Schlußstein mit einem eingemeißelten Wappen. Da dieses Wappen vermutlich einen Bezug auch herstellen sollte zur Benediktinerabtei Echternach und einen Hirten mit Stab sowie Trinkgefäß zeigt, wurden die Symbole dieses Motivs in silberner Aufschrift des jetzigen Ortswappens übernommen. Ab 1797 lag der Ort im sogenannten Wälderdepartement, 20 Jahre lang unter französischem Einfluß, bis die Eingliederung durch den Wiener Vertrag vom 31. Mai 1815 in das Königreich Preußen erfolgte. Kaschenbach gehörte zum Landkapitel Kyllburg-Bitburg und erstaunlicherweise zu 2 Pfarreien, nämlich zur Pfarrei Alsdorf und zur Pfarrei Meckel. Aus diesem Grunde wurden die Randstreifen im neuen Wappen in grün und rot gehalten. Als Anspielung auf das fruchtbare Muschelkalkgebiet stehen die goldene Ähre für die Feldflur und ein Vogelkirschenblatt für den Wald.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Umgeben vom Kirchhof erhebt sich die 1846 anstelle eines Vorgängers erbaute, schräg zur Hauptstraße stehende katholische Kirche St. Michael an der höchsten Stelle des Dorfes. Die Formen der Architektur sind die eines gotisierenden Klassizismus. Der neue Turm wurde 1874 durch Kreisbaumeister Peter Josef Julius Wolff aus Bitburg gebaut.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kaschenbach

Persönlichkeiten des OrtesBearbeiten

  • Adolf Billen (1911–1979), Politiker (CDU), Abgeordneter des Rheinland-Pfälzischen Landtages von 1951 bis 1971.
  • Michael Billen (* 1955), Politiker (CDU), Abgeordneter des Rheinland-Pfälzischen Landtages seit 1996.

LiteraturBearbeiten

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/I). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 21, 22 (315 S., Mit 12 Taf. u. 227 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kaschenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Zur Suche nach Kulturgütern der Ortsgemeinde Kaschenbach in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 99 (PDF; 3 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 6. August 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 6. August 2019.
  5. Wappen von Kaschenbach