Heilbach

Gemeinde in Deutschland

Heilbach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Heilbach
Heilbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Heilbach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 3′ N, 6° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 6,47 km2
Einwohner: 118 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54673
Vorwahl: 06564
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 047
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Website: suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Peter Trauden
Lage der Ortsgemeinde Heilbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidMasthornHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Heilbach liegt auf der Arzfelder Hochfläche in der Westeifel. Der Ort ist vor allem von landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben. Durch den Ort fließt der gleichnamige Heilbach. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Alferhof, Bornhof und Wehrhauserhof sowie der Weiler Windhausen.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname stammt vermutlich aus der Rodungszeit. Bis zur Annexion durch Frankreich 1794 gehörte der Ort zur Herrschaft Neuerburg und hier wiederum zur Meierei Plascheid. Anschließend wurde er Teil des Wälderdepartements unter französischer Herrschaft. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise wieder französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 78
1835 112
1871 201
1905 166
1939 157
1950 150
1961 154
Jahr Einwohner
1970 158
1987 127
1997 132
2005 135
2011 126
2017 126

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Ortsgemeinderat Heilbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

BürgermeisterBearbeiten

Peter Trauden wurde 2009 Ortsbürgermeister von Heilbach.[5] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 70,37 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[6]

Traudens Vorgänger Norbert Mayer hatte das Amt fünf Jahre ausgeübt.[7]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Unter Schildhaupt, von Silber über Schwarz: durch Winkelschnitt zum Bord geteilt, zweimal gespalten, 1. in roter Flanke aus zweistufigem Sockel, konvexem Schaft und schmalem Tatzenkreuz bestehendes goldenes Wegekreuz, 2. in Silber blauer Wellenbalken, 3 in groner Flanke goldener Ginsterstrauch.“[8]
Wappenbegründung: Im Schildhaupt des Wappenentwurfs wird das Einhaus mit einem weit gespannten Dach in Dreiecksform Eingebracht. 5/7 des Schildes sind dreispaltig – mit rechter Flanke, Herzpfahl und linker Flanke. In der rechten Flanke befindet sich auf Rot ein schwarz figuriertes und mit Gold ausgelegtes Wegekreuz auf gerundetem und erhabenem Schaft und Quadersockel. Dieses Kreuz steht im Ortsteil Windhausen und stammt aus dem Jahr 1780. Wofür und von wem es einst aufgestellt wurde, lässt sich leider nicht mehr ermitteln. Es wird angenommen, dass es sich um ein sogenanntes Dankeskreuz handelt. Exponiert an einer Wegekreuzung aufgestellt, ist es ein markanter Punkt für den Ortsteil. Im Herzpfahl symbolisiert ein waagerechtes blaues Wellenband den Bach, der dem Ort den Namen gab, den Heilbach. Die Grundfarbe Silber – wie auch das Rot auf rechter Flanke – belegen die Verbindung zur Herrschaft Neuerburg und zur Grafschaft Vianden/L.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Sehenswert sind im Ort vor allem eine Kapelle und ein Quereinhaus mit Flurküche aus dem 18. Jahrhundert. Zweiteres besitzt zudem ein separates Wirtschaftsgebäude mit Backofen und eine ehemalige Schmiede.

WegekreuzeBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich mehrere Wegekreuze. Sehenswert ist vor allem ein Prozessionskreuz aus dem Jahre 1893. Es handelt sich um ein Sockelkreuz mit Unterbau und einer spitzbogenförmigen Rahmung, in die eine Inschriftenplatte eingelassen ist. Das Kreuz steht in Verbindung mit der bekannten Echternacher Springprozession.[9]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Heilbach

NaherholungBearbeiten

Um Heilbach existieren mehrere Wanderwege.[10] Die Ortsgemeinden Ammeldingen, Plascheid, Heilbach und Emmelbaum haben ein Wanderwegenetz aus sieben einzelnen Rundwegen entwickelt, die unter anderem auch durch den Weiler Windhausen führen. Alle Wanderwege haben eine Länge zwischen 4 und 8 km. Die Gesamtstrecke beträgt rund 35 km.[11]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

KleinkläranlagenBearbeiten

Die Ortsgemeinde Heilbach besitzt eine infrastrukturelle Besonderheit in Form von Kleinkläranlagen. Derzeit werden insgesamt 29 dieser privaten Anlagen sowie drei semizentrale Anlagen betrieben. Ferner gibt es sechs Sammelgruben und einen Regenwasserkanal. Das Land Rheinland-Pfalz stellte finanzielle Förderungen zum Bau bereit. Das System ist derzeit bundesweit einzigartig. Vorteile der Kleinkläranlagen sind vor allem finanzielle Einsparungen bei der Abwasserentsorgung und ein erheblicher Beitrag zum Umweltschutz, da kaum noch gesundheitsgefährdender Klärschlamm anfällt.[14]

VerkehrBearbeiten

Es existiert eine regelmäßige Busverbindung.

Heilbach ist durch die Kreisstraßen 57 sowie 60 erschlossen und liegt westlich der Landesstraße 10.

WeblinksBearbeiten

Commons: Heilbach – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 94 (PDF; 2,6 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 6. August 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 6. August 2019.
  5. Alle bis auf einen. Heilbach: Norbert Mayer 47 Stimmen, Peter Trauden 49 Stimmen. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 8. Juni 2009, abgerufen am 24. Oktober 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Südeifel, Verbandsgemeinde, 21. Ergebniszeile. Abgerufen am 24. Oktober 2021.
  7. Wer will´s noch einmal wissen? TV-Umfrage unter den Ortsbürgermeisterin der VG Neuerburg. In Heilbach will es Norbert Mayer noch einmal wissen. Seit fünf Jahren ist der 50-Jährige Ortsbürgermeister. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 12. Mai 2009, abgerufen am 24. Oktober 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  8. Wappen von Heilbach
  9. Eintrag zu Prozessionskreuz Heilbach in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 29. Oktober 2021.
  10. Schöne Wandertour rund um Ammeldingen, vorbei an den Orten Plascheid, Zweifelscheid, Engelsdorf, Emmelbaum, Windhausen, Heilbach. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 16. Februar 2018; abgerufen am 15. Februar 2018.
  11. Wanderwege Ammeldingen. In: Homepage der OG Ammeldingen. Abgerufen am 29. Oktober 2021.
  12. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  13. Hüttensonntag in der Eifel. Abgerufen am 10. August 2017.
  14. Kleinkläranlagen Heilbach. Abgerufen am 29. Oktober 2021.