Klaus Hose

deutscher Karambolagespieler, Autor, Trainer, Billardfunktionär (1941–1996)
Klaus Hose
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Europese kampioenschappen biljarten ankerkade 272 Klaus Hose (BRD) in aktie (, Bestanddeelnr 928-3539 (cropped-1).jpg
Hose bei der Cadre-47/2-Europameisterschaft 1976
Personalien
Geburtstag 12. November 1941
Geburtsort Bochum DeutschlandDeutschland
Sterbedatum 16. August 1996
Sterbeort Bochum DeutschlandDeutschland
Nationalität DeutschlandDeutschland Deutschland
Spitzname(n) „Langer“ oder „Der Lange“
Erfolge
Wenn nicht anders ausgewiesen, beziehen
sich die Angaben auf die Disziplin „Dreiband“.
Bester ED: s. Rekorde
Kontinentale Meisterschaften:
3 ×
Andere Turniere:
s. Erfolge
Verein(e)
Hose spricht mit Wolfgang Zenkner, in den 2000ern Bundestrainer

Klaus Hose (* 12. November 1941 in Bochum, Deutschland; † 16. August 1996 ebenda) war ein deutscher Karambolagespieler in den klassischen Disziplinen Freie Partie und Cadre. Nach seiner aktiven Laufbahn war er Bundestrainer und erhielt 1980 das Silberne Lorbeerblatt.

KarriereBearbeiten

Schon Anfang der 1950er-Jahre fing Hose in der großväterlichen „Gaststätte Otto Hose“ mit dem Billardspiel an, trainiert wurde er von seinem Vater Helmut Hose. Die Gaststätte war seit 1950 Vereinsheim des DBC Bochum, dem Verein, dem er sein Leben lang treu sein würde. 1960 war er, zusammen mit Karl-Heinz Sonneborn, Paul Kimmeskamp, Wolfgang Fischer und Wolfgang Kuhnke, Mitglied der 1. Mannschaft, sie wurden Meister der 2. Landesliga in Westfalen. In der Saison 1962/63 wurde er Deutscher Jugendmeister am „kleinen Brett“.[1]

Seine sportliche Karriere begann Hose in den 1960er-Jahren, unter erschwerten Bedingungen, Matchbillards waren zu dieser Zeit noch relativ selten und so nahm er oft lange Anfahrten in Kauf um trainieren zu können. Seinen ersten Deutschen Meistertitel gewann er dann in der Saison 1966/67 in der Freien Partie. Aber Hose hatte sowohl im eigenen Land, mit Dieter Müller als auch international gegen starke Spieler zu kämpfen (Francis Connesson (FRA), Raymond Ceulemans (BEL), Jean Marty (FRA), Ludo Dielis (BEL), Franz Stenzel (AUT), Hans Vultink (NLD) oder Christ van der Smissen (NLD)). Aufgrund seiner physischen Größe wurde er von allen nur „der Lange“ genannt.[2] Insgesamt gewann Hose 22 deutsche Einzeltitel und vier Europameisterschaften.[1]

Gemeinsam mit dem Sportjournalisten und Kommentator Rolf Kalb, der vor seiner „Snookerkarriere“ regelmäßig im öffentlich rechtlichen Fernsehen von den damals noch ausgestrahlten Karambolageturnieren berichtete, veröffentlichte er ein Fachbuch über das Karambolagespiel.

Er verstarb 1996 nach schwerer Krankheit mit nur 55 Jahren. Mehr als 20 Jahre lang war er seit Mitte der 1970er Bundestrainer des Deutscher Billard-Bund (DBB) gewesen, der sich auch im Besonderen um die Nachwuchsförderung kümmerte.[3] Einige Weltklassespieler wie Martin Horn und Fabian Blondeel haben ihm wesentliche Leistungssteigerungen zu verdanken.

EhrungenBearbeiten

  • 1980 wurde Hose das Silbernen Lorbeerblatt, die höchsten deutschen Sportauszeichnung, verliehen.[1]
  • Er war Ehrenmitglied des DBC Bochum.

VeröffentlichungenBearbeiten

  • Rolf Kalb, Klaus Hose: Billard : in zehn Schritten zum Erfolg. mit praktischem Trainingsbegleiter. 1. Auflage. Sportinform, München 1994, ISBN 978-3-8254-0462-8 (132 S.).

ErfolgeBearbeiten

International

National

Quellen: [4][5][6][7][8][9][10]

RekordeBearbeiten

Quellen:[5][6][7][8][9]

WeblinksBearbeiten

Commons: Klaus Hose – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c DBC Bochum: Historie. DBC Bochum, 2018, archiviert vom Original am 20. November 2018; abgerufen am 21. November 2019.
  2. n/a: Klaus Hose. Nachruf. Hrsg.: billard Heinrich Weingartner. Nr. 88. Eigenverlag, 1996, ZDB-ID 1087098-2, S. 35 ({{{Kommentar}}}).
  3. Redaktion: Klaus Hose ist tot. Nachruf. In: Deutscher Billard-Bund (Hrsg.): Billard Sport Magazin. Nr. 10. Integra-Kommunikations- und Marketing-Ges., Bottrop, 1996, ISSN 0941-8571, S. 3–4.
  4. Spielerprofil. Kozoom, abgerufen am 21. November 2019.
  5. a b Dieter Haase, Heinrich Weingartner: Enzyklopädie des Billardsports. 1. Auflage. Band 1. Verlag Heinrich Weingartner, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01489-3, S. 57–85.
  6. a b Dieter Haase, Heinrich Weingartner: Enzyklopädie des Billardsports. 1. Auflage. Band 1. Verlag Heinrich Weingartner, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01489-3, S. 435–455.
  7. a b Dieter Haase, Heinrich Weingartner: Enzyklopädie des Billardsports. 1. Auflage. Band 1. Verlag Heinrich Weingartner, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01489-3, S. 267–315.
  8. a b Dieter Haase, Heinrich Weingartner: Enzyklopädie des Billardsports. 1. Auflage. Band 1. Verlag Heinrich Weingartner, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01489-3, S. 559–599.
  9. a b Dieter Haase, Heinrich Weingartner: Enzyklopädie des Billardsports. 1. Auflage. Band 3. Verlag Heinrich Weingartner, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01489-3, S. 1323–1351.
  10. Karlheinz Heckert: Fünfkampf für Nationalmannschaften. Sport-komplett.de, archiviert vom Original am 2. Januar 2019; abgerufen am 25. November 2019.