Imelda Staunton

britische Theater- und Filmschauspielerin

Imelda Mary Philomena Bernadette Staunton, CBE (* 9. Januar 1956 in London), ist eine britische Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin. Darüber hinaus betätigt sie sich auch als Synchronsprecherin.

Imelda Staunton bei der Weltpremiere von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 in London (2011)

Leben und KarriereBearbeiten

Staunton wurde 1956 als einziges Kind irischer Einwanderer in London geboren. Während sie die La Sainte Union-Klosterschule in Camden besuchte, stand sie in John Gays Bettleroper erstmals auf der Bühne des Schultheaters. Sie beschloss, Schauspielerin zu werden und begann mit Freundinnen, ein eigenes Stück namens The Corsythe Saga zu schreiben. Bei dessen Aufführung wurde sie von einer Sprachtrainerin entdeckt, die ihr mit Zustimmung ihrer Eltern Unterricht gab. Im Jahr 1973 wurde die 17-jährige Staunton an der Royal Academy of Dramatic Art, der angesehensten britischen Schauspielschule, angenommen. Nach ihrem Studium spielte sie sechs Jahre lang an verschiedenen Provinzbühnen in Travestien, griechischen Tragödien und Musicals. Seit 1982 arbeitete sie im Londoner National Theatre, wo sie ihren Schauspielkollegen Jim Carter kennenlernte; das Paar heiratete im Jahr 1985. Ihre gemeinsame Tochter Bessie Carter kam 1993 zur Welt.[1]

Mit nur 29 Jahren gewann Staunton den Laurence Olivier Award als „Beste Nebendarstellerin“ für ihre Leistungen in A Chorus of Disapproval und The Corn is Green. Als etablierter Bühnenstar am West End trat sie von 1986 bis 1988 der Royal Shakespeare Company bei und erntete wieder breites Kritikerlob (ihre Hauptrollen in Onkel Wanja und Der Zauberer von Oz wurden im Jahr 1988 für zwei weitere Laurence Olivier Awards nominiert). Nachdem sich 1990 Stephen Sondheims Ab in den Wald als Musical-Hit der Saison durchgesetzt hatte, wurde sie mit einem zweiten Olivier als Beste Darstellerin in einem Musical belohnt.

Nachdem Staunton seit dem Jahr 1987 in kleineren Rollen im Fernsehen und Kino aufgetreten war, wurde sie landesweit durch ihre Hauptrolle in der Fernsehserie Up the Garden Path bekannt und machte als Nebendarstellerin in Kinohits wie Antonia & Jane, Viel Lärm um nichts, Sinn und Sinnlichkeit oder Shakespeare in Love auf sich aufmerksam.

Neben Stauntons Tätigkeit als vielbeschäftigte Filmschauspielerin feierte sie weiterhin Erfolge auf der Bühne: Ihre Hauptrolle in Richard Eyres 1996er Aufführung von Guys and Dolls brachte ihr eine fünfte Nominierung für den Laurence Olivier Award ein, und bereits ein Jahr später spielte sie in Sam MendesHabeas Corpus neben Jim Broadbent. Außerdem tourte sie mit einer Big Band von London nach New York City. Im Anschluss trat sie in Yasmina Rezas Drei mal Leben und in dem Bühnenerfolg Calico auf. Darüber hinaus wirkte sie in den Filmen Harry Potter und der Orden des Phönix und Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 als Dolores Umbridge mit.

Ihren bisher größten Erfolg auf der Leinwand hatte Staunton mit Mike Leighs Vera Drake, der im Jahr 2004 auf dem Filmfestival von Venedig Premiere feierte.

Von März bis September 2012 stand sie als Mrs. Lovett in dem Musical Sweeney Todd im Londoner Adelphi Theatre auf der Bühne.

Im August 2020 wurde bekanntgegeben, dass Staunton für die 5. und 6. Staffel die Rolle von Elisabeth II. in der Netflix-Serie The Crown übernehmen wird.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Theater (Auswahl)Bearbeiten

DiskografieBearbeiten

  • 2012: Sweeney Todd Revival Cast Recording als Mrs Lovett
  • 2015: Gypsy – 2015 London Cast Recording als Momma Rose

AuszeichnungenBearbeiten

Film und FernsehenBearbeiten

TheaterBearbeiten

SonstigesBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Imelda Staunton – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag bei filmreference.com
  2. Imelda Staunton returns to the stage in the electrifying drama Who’s Afraid Of Virginia Woolf?. West End Theatre Shows. Abgerufen am 3. Oktober 2016.
  3. a b Imelda Staunton and Janie Dee to star in Follies at the National. West End Theatre News. 30. September 2016. Abgerufen am 3. Oktober 2016.