Gordon Lowe

englischer Tennisspieler

Sir Francis Gordon Lowe, 2. Baronet (* 21. Juni 1884 in Edgbaston, Birmingham; † 17. Mai 1972 in London) war ein englischer Tennisspieler.

Gordon Lowe Tennisspieler
Gordon Lowe
Lowe (vor 1913)
Nation: Vereinigtes Konigreich 1801 Vereinigtes Königreich
Geburtstag: 21. Juni 1884
Todestag: 17. Mai 1972
Spielhand: Rechts, einhändige Rückhand
Einzel
Höchste Platzierung: 8 (1914)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

LebenBearbeiten

Gordon Lowe war der älteste von zwei Söhnen des aus Birmingham stammenden Unterhausabgeordneten und Rechtsanwalts Sir Francis William Lowe, 1. Baronet (1852–1929). Beim Tod seines Vaters erbte er dessen Adelstitel als 2. Baronet, of Edgbaston in the County of Warwick.[1] Sein Bruder Arthur Holden Lowe war ebenfalls ein Tennisspieler und spielte gemeinsam mit ihm zu verschiedenen Gelegenheiten. Seine Ausbildung absolvierte Lower an der University of Cambridge und schloss sie 1905 als Bachelor of Arts ab.

1906 spielte er das erste Mal bei den Wimbledon Championships. Dort konnte er 1911 und 1923 mit dem Erreichen des Halbfinals sein bestes Resultat im Einzel erreichen. Im Doppel kam er mit seinem Bruder 1921 einmal bis ins Finale, wo sie Randolph Lycett und Max Woosnam unterlagen. Seinen größten Erfolg feierte er im Jahr 1915. Er gewann die Australischen Tennismeisterschaften 1915 als zweiter Ausländer nach Fred Alexander 1908. Im Finale besiegte er den Australier Horace Rice in vier Sätzen mit 4:6, 6:1, 6:1 und 6:4. In der Doppelkonkurrenz verlor er in diesem Jahr mit seinem Partner Rodney Heath gegen Clarence Todd und Horace Rice, nachdem er schon 1912 im Finale mit seinem Partner Alfred Beamish an Charles Dixon und James Parke gescheitert war.

Zu den weiteren Turniererfolgen Lowes gehörten u. a. der Titel bei den Tennis-Hallenweltmeisterschaften 1920, der Titel 1910 bei den British Covered Court Championships sowie drei Titel im Queen’s Club. Darüber hinaus nahm Lowe 1912 und 1920 jeweils an den Olympischen Sommerspielen im Tennis teil. Dort war sein bestes Resultat 1912 der vierte Platz im Hallen-Einzel, als er im Spiel um Bronze Anthony Wilding unterlag. Zuvor war er dem Franzosen André Gobert unterlegen, der ihn im Doppel, wo Gordon mit seinem Bruder Arthur antrat, ebenfalls besiegte. Bei den Spielen 1920 konnte Lowe im Einzel nochmal das Viertelfinale erreichen, schied im Doppel und Mixed aber jeweils früh aus.

Während des Ersten Weltkriegs trat er 1916 als Second Lieutenant in die British Army ein,[2] wurde in der British Indian Army bis 1919 in Mesopotamien eingesetzt und für seine dortigen Verdienste im amtlichen Kriegsbericht löblich erwähnt (mentioned in dispatches). 1919 erreichte der den temporären Rang eines Captain,[3] und schied 1920 aus dem aktiven Militärdienst aus.[4] Er galt als guter Journalist und war Inhaber der Firma Gordon Lowe Sports. In den 1930ern veröffentlichte er jährlich ein Buch über Rasentennis.

Er war zweimal verheiratet, in erster Ehe von 1914 bis zur Scheidung 1926 mit Margaret Alice Manley Sims, sowie ab 1926 in zweiter Ehe mit Dorothy Honor Woolrych. Aus seiner zweiten Ehe hinterließ er einen Sohn, Sir Francis Reginald Gordon Lowe, 3. Baronet (1931–1986).

 
Lowe (ganz links), in Cannes, 1914

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Baronetage: LOWE of Edgbaston, Warwicks bei Leigh Rayment’s Peerage
  2. London Gazette. Nr. 29568, HMSO, London, 5. Mai 1916, S. 4467 (PDF, englisch).
  3. London Gazette (Supplement). Nr. 31497, HMSO, London, 8. August 1919, S. 10184 (PDF, englisch).
  4. London Gazette (Supplement). Nr. 31944, HMSO, London, 15. Juni 1920, S. 6671 (PDF, englisch).
VorgängerTitelNachfolger
Francis LoweBaronet, of Edgbaston
1929–1972
Francis Lowe