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Gemeinde Gallipienzo
Gallipienzo – Ortsansicht mit Río Aragón
Gallipienzo – Ortsansicht mit Río Aragón
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Gallipienzo
Gallipienzo (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: NavarraNavarra Navarra
Comarca: Comarca de Sangüesa
Koordinaten 42° 32′ N, 1° 23′ WKoordinaten: 42° 32′ N, 1° 23′ W
Höhe: 500 msnm
Fläche: 56,45 km²
Einwohner: 100 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,77 Einw./km²
Postleitzahl: 31493
Gemeindenummer (INE): 31110 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Gallipienzo

Gallipienzo (baskisch Galipentzu) ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 100 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der autonomen Gemeinschaft Navarra im Norden von Spanien. Der Ort besteht aus einem alten und nahezu verlassenen alten Ortskern und einem neuen Ortsteil (Gallipienzo Nuevo).

Inhaltsverzeichnis

Lage und KlimaBearbeiten

Der alte Ort Gallipienzo liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Río Aragón in ca. 500 m Höhe und ist ca. 57 km (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung von der Regionalhauptstadt Pamplona entfernt; der neue Ortsteil befindet sich ca. 1 km (Luftlinie) nordöstlich und liegt gut 100 m tiefer. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 790 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 694 748 568 160 99[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung geführt (Landflucht).

WirtschaftBearbeiten

Gallipienzo ist traditionell landwirtschaftlich orientiert, aber auch Handwerker und Dienstleister hatten sich im Ort niedergelassen; sie sind jedoch in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts allesamt verschwunden. Der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) spielt nur eine geringe wirtschaftliche Rolle.

GeschichteBearbeiten

Keltische, römische, westgotische und selbst maurische Spuren wurden bislang nicht entdeckt. Ende des 11. Jahrhunderts unternahm Peter I. von Aragón (reg. 1094–1104) einen Versuch zur Rückeroberung (reconquista) der Gegend, doch erst König Alfons II. war um das Jahr 1165 erfolgreich. In den 1170er Jahren war die Gegend zwischen den Königreichen Kastilien und Aragón umstritten. Von 1366 bis 1843 gehörte Gallipienzu zur historischen Comarca Valle de Aibar.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Apsis und Krypta von San Salvador
  • Die spätromanisch-spätgotische Iglesia de San Salvador steht an einem Hang der höchsten Stelle des Ortes. Sie besitzt eine gewölbte Krypta. Das eigentliche Kirchenschiff (nave) stammt aus dem 15. Jahrhundert; es ist vergleichsweise hoch und von einem Sterngewölbe des 16. Jahrhunderts bedeckt. In der polygonal gebrochenen Apsis haben sich Freskenreste erhalten.[4]
  • Unweit davon erhebt sich die aus exakt behauenen Steinen gefügte Außenmauer der ansonsten ruinierten Ermita de la Concepción (oder Ermita de Virgen de la Peña). Man vermutet, dass hier einst eine Burg (castillo) gestanden hat, von der auch die Steine stammen könnten.
  • Die Iglesia de San Pedro entstand etwa zur gleichen Zeit wie die Oberkirche von San Salvador (16. Jahrhundert). Ein mehrfach gestuftes Archivoltenportal führt in die Kirche, deren Apsis einen Altarretabel (retablo) aus dem Jahr 1629 zeigt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Milagro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Gallipienzo – Klimatabellen
  3. Gallipienzo – Bevölkerungsentwicklung
  4. Gallipienzo – Kirche San Salvador