Fitero

Gemeinde in Spanien

Fitero ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) mit insgesamt 2.011 Einwohnern (1. Januar 2019) im Südwesten der autonomen Gemeinschaft Navarra in Spanien.

Gemeinde Fitero
Fitero – Kloster Santa María La Real
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Fitero
Fitero (Spanien)
Finland road sign 311 (1994–2020).svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: NavarraNavarra Navarra
Provinz: Navarra
Comarca: Ribera Navarra
Koordinaten 42° 3′ N, 1° 51′ WKoordinaten: 42° 3′ N, 1° 51′ W
Höhe: 420 msnm
Fläche: 43,23 km²
Einwohner: 2.011 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 46,52 Einw./km²
Postleitzahl: 31593
Gemeindenummer (INE): 31105
Verwaltung
Website: Fitero

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Fitero liegt am Río Alhama ca. 25 km (Fahrtstrecke) westlich der Stadt Tudela in einer Höhe von ca. 420 m. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 480 mm/Jahr) fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2018
Einwohner 2.593 3.469 2.683 1.960 2.017[3]

Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Einwohnerzahl der Gemeinde seit Beginn des 20. Jahrhunderts deutlich zurückgegangen (Landflucht).

WirtschaftBearbeiten

Grundlage des Lebens und Überlebens der jahrhundertelang weitgehend als Selbstversorger lebenden Bewohner von Fitero war und ist die Landwirtschaft, zu der natürlich auch die Viehzucht gehörte. Knapp zwei Drittel der Gemeindefläche sind bewaldet und werden in geringem Umfang forstwirtschaftlich genutzt. Der Weinbau spielt eine eher untergeordnete Rolle.[4]

GeschichteBearbeiten

 
Kreuzgang (claustro)

Kelten bzw. Keltiberer, Römer, Westgoten und selbst die Mauren haben kaum Spuren auf dem Gebiet der Gemeinde hinterlassen; Römer und Mauren nutzten jedoch die ca. 4 km westlich gelegenen Thermalquellen. Das 11. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die christliche Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der Gegend, die bis zum Frieden von Almazán (1375) gleichermaßen vom Königreich Aragón und von Kastilien beansprucht wurde. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts gründeten die Zisterzienser hier ein Kloster. Der Ort entstand erst ab dem Jahr 1482.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes ist das um die Mitte des 12. Jahrhunderts entstandene Kloster Santa María La Real mit seiner romanischen Kirche, dem frühgotischen Kapitelsaal und der halbmodernen Bibliothek.[6]
  • Das oberhalb des Ortes gelegene Castillo de Tudején entstand auf dem Gelände eines keltiberischen Castrums. Es existierte bis ins 16. Jahrhundert, ist jedoch heute bis auf wenige Reste zerstört.
  • In der Nähe befindet sich die legendenumwobene Höhle der Cueva de la Mora.[7]

WeblinksBearbeiten

Commons: Fitero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Fitero – Klimatabellen
  3. Fitero – Bevölkerungsentwicklung
  4. Fitero – Wirtschaft
  5. Fitero – Geschichte
  6. Fitero – Klosterbibliothek
  7. Fitero – Höhle