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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gülitz-Reetz führt kein Wappen
Gülitz-Reetz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gülitz-Reetz hervorgehoben
Koordinaten: 53° 12′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Amt: Putlitz-Berge
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 24,33 km2
Einwohner: 469 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19348
Vorwahl: 038782
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 145
Adresse der Amtsverwaltung: Zur Burghofwiese 2
16949 Putlitz
Bürgermeister: Detlef Spiegelberg
Lage der Gemeinde Gülitz-Reetz im Landkreis Prignitz
LenzerwischeLenzen (Elbe)LanzCumlosenGroß Pankow (Prignitz)PritzwalkGumtowPlattenburgLegde/QuitzöbelRühstädtBad WilsnackBreeseWeisenWittenbergePerlebergKarstädtGülitz-ReetzPirowBergePutlitzKümmernitztalGerdshagenHalenbeck-RohlsdorfMeyenburgMarienfließTriglitzLandkreis Ostprignitz-RuppinPutlitzMecklenburg-VorpommernSachsen-AnhaltSachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Gülitz-Reetz liegt im Landkreis Prignitz in Brandenburg. Sie ist Teil des Amtes Putlitz-Berge.

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Gülitz und Reetz.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt zirka 15 Kilometer nördlich der Kreisstadt Perleberg. Östlich der Gemeinde fließt das Flüsschen Stepenitz. Zehn Kilometer nördlich liegen – schon in Mecklenburg-Vorpommern – die Ruhner Berge.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Gülitz-Reetz gehören laut ihrer Hauptsatzung[3] die bewohnten Gemeindeteile Gülitz (früher Gühlitz[4]), Reetz, Schönholz und Wüsten Vahrnow. Dazu kommen noch die Wohnplätze Ausbau und Vahrnow.[5]

GeschichteBearbeiten

Gülitz und Reetz gehörten zu den Stammsitzen des Adelsgeschlechtes Kaphengst. Die Güter Gülitz und Vahrnow waren lange Besitz der Familie von Winterfeld. Nur einige Tagelöhnerhäuser, Wirtschaftsgebäude und die Schnitterkaserne zeugen noch davon. Das Herrenhaus in Gülitz brannte zu Kriegszeiten ab, das Haus in Vahrnow wurde, nachdem es verfallen war, in den 1980er Jahren abgerissen. Im Gemeindegebiet gab es im 19. Jahrhundert die beiden nördlichsten Braunkohletagebaue im Gebiet des heutigen Brandenburg.[4] Tiefere Partien der umfangreichen Braunkohlelagerstätte wurden im Tiefbauverfahren abgebaut. Erst 1949 wurde die Braunkohlegewinnung in den Gülitzer Braunkohlengruben endgültig eingestellt.

Gülitz und Reetz gehörten seit 1817 zum Kreis Westprignitz in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Perleberg im DDR-Bezirk Schwerin. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Prignitz.

Am 1. Januar 1973 wurde Wüsten Vahrnow nach Gülitz eingemeindet. Die heutige Gemeinde Gülitz-Reetz entstand am 31. Dezember 2001 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Gülitz und Reetz.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
2001 612
2002 596
2003 581
2004 579
Jahr Einwohner
2005 565
2006 539
2007 523
2008 523
2009 512
Jahr Einwohner
2010 514
2011 475
2012 465
2013 481
2014 476
Jahr Einwohner
2015 479
2016 468
2017 461
2018 469

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[6][7][8]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Gülitz-Reetz besteht aus sieben Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[9]

Wählergruppe Sitze
Alle für Alle 3
Wählergruppe Reetz 3
Einzelbewerber Ronald Grünwald 1

Der Stimmenanteil von Grünwald entspricht zwei Sitzen. Daher bleibt nach § 48 (6) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes[10] ein Sitz in der Gemeindevertretung unbesetzt.

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2019: Thomas Breitlauch[11]
  • seit 2019: Detlef Spiegelberg

Spiegelberg wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 92,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[12] gewählt.[13]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Gülitz-Reetz stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

VerkehrBearbeiten

Gülitz-Reetz liegt an der Landesstraße L 13 zwischen Karstädt und Putlitz. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Putlitz an der A 24 (etwa 15 Kilometer nordwestlich).

Die Westprignitzer Kreisringbahn verband von 1911 bis 1975 die Ortsteile Vahrnow und Wüsten Vahrnow mit der Kreisstadt Perleberg, wobei der Abstand der Bahnhöfe ca. 1000 m betrug und ersterer zeitweise auch zur Verladung der Kohle aus den Gülitzer Braunkohlengruben genutzt wurde.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gülitz-Reetz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Bildung einer neuen Gemeinde Gülitz-Reetz. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 8. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 49, Potsdam, den 5. Dezember 2001, S. 831 PDF
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Gülitz- Reetz PDF vom 7. Juli 2009
  4. a b F. Plettner: Die Braunkohle in der Mark Brandenburg. Ihre Verbreitung und Lagerung. Verlag von Wilhelm Hertz, Berlin 1852, S. 185ff. (Digitalisat in der Google-Buchsuche)
  5. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung - Gemeinde Gülitz-Reetz
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz. S. 14–17
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  8. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz § 48
  11. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 31
  12. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  13. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019