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Folkebevægelsen mod EU
Folkebevmodeu2011.png
Politischer Sprecher Rina Ronja Kari
Jørgen Grøn
Sven Skovmand
Gründung 22. April 1972
Gründungs­ort Odense
Aus­richtung EU-Skepsis
Haupt­sitz Kopenhagen
Jugendverband Ungdom mod EU
Wahlliste N
Europaabgeordnete
0/13
Europapartei Europeans United for Democracy (bis 2017)
EP-Fraktion GUE/NGL
www.folkebevaegelsen.dk
Dänische Europa-Abgeordnete nach Parteien. 1979 stellte Folkebevægelsen mod EU die größte Gruppe, 2009 nur noch einen Abgeordneten.

Folkebevægelsen mod EU (Volksbewegung gegen die EU) ist eine politische Partei in Dänemark, die ausschließlich zu den Europawahlen zum Europäischen Parlament antritt. Auf dänischen Wahlzetteln ist ihr der Parteibuchstabe N zugeteilt. Bis 1994 nannte sie sich Folkebevægelsen mod EF (Volksbewegung gegen die EG).

Inhaltsverzeichnis

EntwicklungBearbeiten

Folkebevægelsen mod EU wurde 1972 im Vorfeld der Volksabstimmung über einen EG-Beitritt Dänemarks gegründet. Folkebevægelsen versammelte damals die Gegner einer dänischen Mitgliedschaft. Bei den sechs seit 1972 durchgeführten Volksabstimmungen empfahl Folkebevægelsen jeweils, mit Nein zu stimmen. Ihre Forderung im Jahr 2008, Dänemark über den Vertrag von Lissabon abstimmen zu lassen, konnte nicht durchgesetzt werden.

Seit 1979 nimmt die Partei an den Wahlen zum Europäischen Parlament teil, in dem sie in jeder Legislaturperiode vertreten war. Stellte Folkebevægelsen zu Beginn noch vier Abgeordnete im Europäischen Parlament, ist sie zurzeit mit einer einzigen Abgeordneten vertreten. Seit Februar 2014 hat Parteisprecherin Rina Ronja Kari das Mandat inne und löste damit den Abgeordneten Søren Søndergaard ab.[1] Sie schloss sich der Fraktion Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke an. Bei der Europawahl 2019 verlor die Volksbewegung auch ihren letzten Sitz. Bei der Wahl war erstmals die Enhedslisten – de rød-grønne angetreten, die zuvor immer zu Gunsten der Folkebevægelsen auf die Kandidatur verzichtet hatte.

Die Volksbewegung versteht sich selbst als überparteilich (tværpolitisk). Konkurrentin innerhalb des EU-kritischen Lagers war ab 1992 Junibevægelsen (Junibewegung). An diese verlor Folkebevægelsen um den Jahreswechsel 1993/94 drei ihrer damals vier Europaabgeordneten. Die Junibevægelsen löste sich jedoch nach der für sie erfolglosen Europawahl 2009 auf.

Eine Studie aus dem Jahr 2019, die das Abstimmungsverhalten von Parteien zu klimapolitischen Fragen im EU-Parlament betrachtete, bewertet die Volksbewegung als „Verteidiger“ einer klimafreundlichen Politik.[2]

Abgeordnete im EuropaparlamentBearbeiten

Europawahl I
1979
II
1984
III
1989
IV
1994
V
1999
VI
2004
VII
2009
VIII
2014
IX
2019
Sven Skovmand (1979–84) X
Jørgen Bøgh (1979–87) X a
Else Hammerich (1979–89) X X
Jens-Peter Bonde (1979–92) X X a
Ib Christensen (1984–94) X X
Birgit Bjørnvig (1987–92) e a
Ulla Sandbæk (1989–92) a
Lis Jensen (1994–99) X
Ole Krarup (1994–2006) X X a
Jens Okking (2002–03) *
Søren Søndergaard (2007–14) e a
Rina Ronja Kari (seit 2014) e X
gewählte Abgeordnete 4 4 4 2 1 1 1 1 0
Stimmen in % 21,0 20,8 18,9 10,3 7,3 5,2 7,2 8,1 3,7

a → Mandat zu Beginn einer Legislaturperiode
X → Mandat während der gesamten Legislaturperiode
e → Mandat zum Ende der Legislaturperiode
Der Abgeordnete Jens Okking trat von Junibevægelsen zu Folkebevægelsen über.

FraktionszugehörigkeitBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • David Helin: 30 år i folkestyrets tjeneste. Om Folkebevægelsen mod EU’s historie, Grevas Forlag, Mørke 2002. ISBN 8772358149. Onlineversion

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Søren Munch: EU-modstandens nye ansigt har fået nok, Politiken online, 13. September 2013, abgerufen am 13. September 2013
  2. http://www.caneurope.org/docman/climate-energy-targets/3476-defenders-delayers-dinosaurs-ranking-of-eu-political-groups-and-national-parties-on-climate-change/file