Fachhochschule Südwestfalen

deutsche Fachhochschule

Die Fachhochschule Südwestfalen mit Sitz in Iserlohn und weiteren Standorten in Hagen, Meschede, Soest und Lüdenscheid[5] ist eine ingenieurwissenschaftlich, informationstechnisch sowie betriebs- und agrarwirtschaftlich geprägte Hochschule.

Fachhochschule Südwestfalen
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Gründung 1. Januar 2002
Trägerschaft staatlich
Ort Iserlohn (Sitz), Hagen, Lüdenscheid, Meschede, Soest
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Land Deutschland
Rektor Claus Schuster[1]
Studenten 12.319 WS 2020/21[2]
davon 32,8 % weiblich[3]
Mitarbeiter 982, davon 424 wissenschaftliche Mitarbeiter und 63 Lehrkräfte für besondere Aufgaben (WS 2020/21)[4]
davon Professoren 174 (WS 2020/21)[4]
Website fh-swf.de

GeschichteBearbeiten

Der historisch älteste Vorläufer der Fachhochschule war die von dem preußischen Reformpolitiker Beuth am 1. Dezember 1824 gegründete Gewerbeschule in Hagen zur Qualifizierung für das Berliner Königliche Technische Institut, aus der später die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen und Elektrotechnik und danach die Märkische Fachhochschule mit Sitz in Iserlohn und den beiden Standorten Iserlohn und Hagen hervorging.

Die Fachhochschule entstand am 1. Januar 2002, als im Zuge der Hochschulneuordnung in Nordrhein-Westfalen die Gesamthochschulen aufgelöst wurden und die Märkische Fachhochschule mit den Fachhochschulabteilungen Meschede und Soest der ehemaligen Gesamthochschule Paderborn als gleichberechtigte Partner vereint wurde. Als Sitz der Fachhochschule Südwestfalen wurde der Standort Iserlohn bestimmt.

Gründungsrektor war vom 1. Januar 2002 bis zum 31. August 2004 Michael Teusner. Vom 1. September 2004 bis Ende 2008 war Jörg Liese Rektor der Hochschule. Per 9. Dezember 2008 wurde Claus Schuster durch den Hochschulrat zum ersten Präsidenten der FH Südwestfalen gewählt, bestätigt durch den Senat der Hochschule. Nach einer Reform durch den Senat wurde die Hochschulleitung wieder in Rektorat umbenannt und Claus Schuster per 9. Dezember 2014 zum Rektor der Hochschule gewählt.[6]

FachbereicheBearbeiten

Die Fachhochschule Südwestfalen ist in neun Fachbereiche gegliedert.[7] Es werden circa 70 Studiengänge angeboten.

Standort IserlohnBearbeiten

 
Standort Iserlohn, Sitz der Hochschule
Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften
Fachbereich Maschinenbau

Standort HagenBearbeiten

 
Standort Hagen
Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik
Fachbereich Technische Betriebswirtschaft,

Standort MeschedeBearbeiten

 
Standort Meschede
Fachbereich Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften

Standort SoestBearbeiten

 
Hochschulcampus Soest (ehemaliges Kasernengelände)
 
Campus Soest mit den einzelnen Gebäuden
Fachbereich Agrarwirtschaft
Fachbereich Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften
Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik
Fachbereich Elektrische Energietechnik

ForschungsschwerpunkteBearbeiten

Flächen und GebäudeBearbeiten

  • Iserlohn
    Frauenstuhlweg 31; Gebäudenutzfläche: 26.042 m²
    Baarstraße 6 (Verwaltung); Gebäudenutzfläche: 2.573 m²
  • Hagen
    Haldener Straße 182; Gebäudefläche: 21.400 m²
    Hier befinden sich auch die Hochschulbibliothekszentrale[8] und die IT-Services (DVZ)
  • Meschede
    Lindenstraße 53; Gebäudefläche: 11.290 m²
    Jahnstraße 23; Gebäudefläche 3.228 m²
  • Soest
    Lübecker Ring 2; Gebäudenutzfläche: 29.615 m²
    Im Südfeld 1, Welver-Merklingsen; Gebäudefläche: 1.256 m². Die Betriebsfläche des Versuchsgutes[9] hat eine Größe von 95 Hektar.
  • Lüdenscheid
    Bahnhofsallee 5; Gebäudenutzfläche: 3.181 m²

Wissenschaftliche Einrichtungen, angegliederte Institute und KooperationenBearbeiten

Zu den wissenschaftlichen Einrichtungen der Fachhochschule gehören das Institut für Computer Science, Vision and Computational Intelligence (CV&CI)[10], das Institut für Innovation (HSK.i)[11] in Meschede und das Institut für Green Technology & Ländliche Entwicklung (i.green)[12] in Soest. Das BBCC.NRW Breitbandkompetenzzentrum, das Institut für Fahrzeugantriebstechnik (IFAT)[13] und das Institut für Qualitätsentwicklung und -management (IQEM)[14] sind ebenfalls Einrichtungen der Fachhochschule Südwestfalen. Das Institut für Instandhaltung und Korrosionsschutz gGmbH (IFINKOR)[15] in Iserlohn ist ein von der Fachhochschule gegründetes Unternehmen, das zum Ziel hat, Hochschule und Industrie zu verbinden. Am Standort Meschede bestehen Kooperationen mit den Transferzentren für Umweltverfahrenstechnik/Wasserwirtschaft, für Leichtbautechnologie, dem Transferzentrum für Breitband- und Medientechnik der Steinbeis-Unternehmen und dem Institut für Industriemanagement der Steinbeis-Stiftung.

Weitere Kooperationen ist die Fachhochschule mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe (Soest) und den privatwirtschaftlichen Lüdenscheider Unternehmen Kunststoffinstitut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH (KIMW), gemeinnützige KIMW Forschungs-GmbH, Institut für Umformtechnik GmbH (IFU) und dem Werkzeugbauinstitut Südwestfalen GmbH eingegangen. In Iserlohn besteht eine Kooperation mit der Entsorgung und Umwelttechnik gGmbH (IFEU).

Mitglieder der Fachhochschule Südwestfalen gründeten 2004 die Wissenschaftliche Genossenschaft Südwestfalen. Ziel der Genossenschaft ist die Vermarktung von Dienstleistungen im Bereich von Lehre und Forschung. Durch die Kooperation mit der Genossenschaft wird der Fachhochschule ermöglicht, Studienangebote in nicht öffentlich-rechtlicher Form auch in Bereichen anzubieten, in denen sie selbst wegen fehlender Ressourcen den Bedarf nicht decken kann.[16]

KarrieretagBearbeiten

Die Fachhochschule lädt im Frühjahr regelmäßig zu einem Karrieretag auf dem Campus Soest ein: Gründer dieser Jobmesse (Stand 2014: 144 Aussteller)[17] ist der Soester Reinhard Spörer, der für seine Konzepte zur Arbeitsvermittlung junger Menschen bereits im Wettbewerb „Professor des Jahres“ ausgezeichnet wurde.[18]

FinanziellesBearbeiten

Von allen eingeschriebenen Studierenden wird aufgrund § 11 des Studentenwerksgesetzes ein sogenannter „Sozialbeitrag“ erhoben, der den Studentenwerken für ihre Aufgaben zufließt. Die Studierendenschaft erhebt für Aufgaben der studentischen Selbstverwaltung ebenfalls einen Beitrag von ihren Mitgliedern. Die Beiträge der Studierendenschaft sind gemäß § 57 Hochschulgesetz in einer eigenen Beitragsordnung festgelegt. Hinzu kommt für die Studierenden der Standorte Hagen, Iserlohn und Soest der Beitrag für das Semesterticket.

PartnerhochschulenBearbeiten

Bekannte Absolventen und StudentenBearbeiten

Absolventen und Studenten des Standorts HagenBearbeiten

Absolventen des Hochschulcampus SoestBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Fachhochschule Südwestfalen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rektor der FH Südwestfalen, abgerufen am 6. März 2021.
  2. Beschäftigtenstruktur der Fachhochschule Südwestfalen
  3. Hochschulstatistik WS 2020/21, Seite 14, abgerufen am 6. März 2021.
  4. a b Beschäftigtenstruktur (Stand: 1. Dezember 2020).
  5. §1 (3) Hochschulgesetz NRW in der Fassung vom 25. März 2021
  6. Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, abgerufen am 29. Januar 2016.
  7. Fachbereiche der FH Südwestfalen, abgerufen am 5. März 2021.
  8. Fachhochschule Südwestfalen: Bibliotheken der Fachhochschule Südwestfalen, abgerufen am 6. März 2021
  9. Fachhochschule Südwestfalen: Landwirtschaftliches Versuchsgut Merklingsen des Fachbereiches Agrarwirtschaft, abgerufen am 6. März 2021
  10. Fachhochschule Südwestfalen: Institut für Computer Science, Vision and Computational Intelligence
  11. Fachhochschule Südwestfalen: HSK.i - Institut für Innovationen, abgerufen am 6. März 2021.
  12. Fachhochschule Südwestfalen: i.green – Institut für Green Technology & Ländliche Entwicklung, abgerufen am 6. März 2021.
  13. Fachhochschule Südwestfalen: Institut für Fahrzeugantriebstechnik, abgerufen am 6. März 2021.
  14. Fachhochschule Südwestfalen: Institut für Qualitätsentwicklung und -management der Fachhochschule Südwestfalen, abgerufen am 6. März 2021.
  15. IFINKOR – Institut für Instandhaltung und Korrosionsschutztechnik gGmbH, abgerufen am 6. März 2021.
  16. Informationsdienst Wissenschaft: Mitglieder der FH Südwestfalen gründen „Wissenschaftliche Genossenschaft Südwestfalen eG“, abgerufen am 6. März 2021.
  17. Fachhochschule Südwestfalen, Karrieretag Soest – die Jobmesse
  18. Dipl.-Soz.Wiss. Birgit Geile-Hänßel: Wettbewerb "Professor des Jahres" der Zeitschrift UNICUM: Prof. Spörer aus Soest für besondere Karrierestart-Verdienste geehrt. Fachhochschule Südwestfalen, Pressemitteilung vom 12. Dezember 2008 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 15. September 2015.

Koordinaten: 51° 22′ 5,5″ N, 7° 41′ 12,5″ O