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FH Münster

Fachhochschule in Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Die FH Münster mit Sitz im westfälischen Münster und einer weiteren Abteilung in Steinfurt ist mit rund 15.000 Studierenden[1] in zwölf Fachbereichen und einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung (Münster Centrum für Interdisziplinarität) eine der größten Fachhochschulen in Deutschland. Die Verwaltung befindet sich im Gebäude der Hüfferstiftung.

FH Münster
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Gründung 1971
Trägerschaft MIWFT NRW (staatlich)
Ort Münster, Steinfurt
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Land Deutschland
Präsidentin Ute von Lojewski
Studierende 15.050 WS 2018/19[1]
Mitarbeiter ca. 1.000
davon Professoren ca. 280
Website www.fh-muenster.de

GeschichteBearbeiten

Die FH Münster wurde am 1. August 1971 als eine von 15 Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen gegründet, als acht Vorgängereinrichtungen und die neu gegründeten Fachbereiche Wirtschaft und Sozialwesen zu einer neuen Hochschule zusammengefasst wurden. Zu dieser Zeit lag die Zahl der Studierenden bei etwa 2.300. Sie war damit eine der kleineren Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Fachhochschule war innerhalb des Stadtgebietes Münster über mehrere Häuser verteilt und benutzte auch das Gebäude der vormaligen Ingenieurschule für Bauwesen in der Innenstadt (Lotharinger Straße). Einige Jahre später (1974) entstand das Fachhochschulzentrum an der Corrensstraße mit den Fachbereichen Architektur (heute am Leonardo-Campus), Bauingenieurwesen und Betriebswirtschaft. Heute beherbergt das „FHZ“ (Fachhochschulzentrum) die Fachbereiche Bauingenieurwesen, Wirtschaft sowie Oecotrophologie · Facility Management.

FachbereicheBearbeiten

 
FH-Campus in Steinfurt
 
Fachbereich Architektur auf dem Leonardo Campus (Haupteingang)
 
Fachbereich Architektur auf dem Leonardo Campus
 
Das Fachhochschulzentrum in Münster an der Corrensstraße
 
Fachhochschulverwaltung an der Hüfferstraße in Münster
 
Fachbereich Gesundheit mit der Mensa auf dem Leonardo Campus

Die FH Münster gliedert sich in zwölf Fachbereiche sowie eine[1] interdisziplinäre Einrichtung:

  • Chemieingenieurwesen
  • Elektrotechnik und Informatik
  • Maschinenbau
  • Energie · Gebäude · Umwelt
  • Architektur
  • Bauingenieurwesen
  • Design
  • Oecotrophologie · Facility Management
  • Wirtschaft
  • Sozialwesen
  • Physikingenieurwesen
  • Gesundheit
  • Münster Centrum für Interdisziplinarität (MCI) bestehend aus dem Institut für Technische Betriebswirtschaft und dem Institut für Berufliche Lehrerbildung

RankingBearbeiten

Der Fachbereich Architektur (MSA | Münster School of Architecture) hat im Rahmen des CHE-Hochschulrankings in allen der fünf betrachteten Kategorien: Reputation in Studium und Lehre, Ausstattung der Arbeitsplätze, Praxisbezug, Betreuung durch Lehrende und der Studiensituation insgesamt, die Spitzengruppe erreicht. Gefolgt von der Hochschule Biberach, belegt die FH Münster im Studienfach Architektur den 1. Platz im CHE-Hochschulranking ohne Berücksichtigung der (Technischen) Universitäten.[2]

Der Fachbereich Bauingenieurwesen hat im Rahmen des CHE-Hochschulrankings in allen der fünf betrachteten Kategorien: Reputation in Studium und Lehre, Forschungsgelder pro Professor, Laborausstattung, Betreuung durch Lehrende und der Studiensituation insgesamt, die Spitzengruppe erreicht. Gefolgt von der Hochschule Biberach, belegt die FH Münster im Studienfach Bauingenieurwesen den 1. Platz im Ranking der Fachhochschulen.[3]

Der Fachbereich Wirtschaft hat im CHE-Hochschulranking in allen fünf Kategorien die Bestnote bekommen. Bewertet wurden unter anderem die Kategorien Studiensituation, Studierbarkeit, Praxisbezug oder internationale Ausrichtung. Neben der FH Münster hat nur die Hochschule Reutlingen im Bereich BWL fünf Mal die Spitzengruppe erreicht[4].

InstituteBearbeiten

Ausgewählte Forschungsfelder hat die FH Münster dauerhaft als Institute installiert:[5]

  • Institutsverbund Ressourcen, Energie und Infrastruktur

In diesem sind das Institut für Infrastruktur · Wasser · Ressourcen · Umwelt (IWARU), das Institut für Energie und Prozesstechnik (IEP) sowie das Institut für unterirdisches Bauen (IuB) zusammengefasst.

Darüber hinaus gibt es:

  • Institut für Gesellschaft und Digitales (GUD)
  • Institut für Interdisziplinarität in Gesundheit – Technik – Arbeitsfähigkeit (IGTA)
  • Institut für Konstruktions- und Funktionsmaterialien (IKFM)
  • Institut für nachhaltige Ernährung (iSuN)
  • Institut für Optische Technologien (IOT)
  • Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD)

Institut für Gesellschaft und DigitalesBearbeiten

Im Institut für Gesellschaft und Digitales (GUD) der FH Münster verfolgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachbereichen Sozialwesen, Design und Informatik gemeinsam das Ziel, Informationstechnik und mediale Gestaltung in den Dienst der Reflexion und Lösung aktueller gesellschaftlicher Fragestellungen und Probleme zu stellen. Das interdisziplinäre Team geht dabei nicht in erster Linie von dem bereits vorhandenen informationstechnischen Phänomen der Digitalisierung und dessen Auswirkungen aus, sondern vielmehr von den drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit selbst. Untersucht wird, inwieweit das Digitale einen Beitrag zu ihrer Bewältigung leisten kann.[6]

Institut für Energie und ProzesstechnikBearbeiten

Am Institut für Energie und Prozesstechnik (IEP) der FH Münster wird in den Bereichen Strom- und Wärmebereitstellung, Energieumwandlung, Energiespeicherung, rationelle Energieverwendung und energetische Verwertung von Stoffströmen geforscht. Das interdisziplinäre Team setzt sich dabei aus Forschern der Fachbereiche Maschinenbau, Energie · Gebäude · Umwelt sowie Elektrotechnik und Informatik zusammen.[7]

Institut für Nachhaltige Ernährung – iSuNBearbeiten

Institute for Sustainable Food Production and Nutrition (iSuN) – Institut für Nachhaltige Ernährung – ist ein wissenschaftliches Institut der FH Münster, das sich in transdisziplinären Projekten mit der Nachhaltigkeitstransformation des Ernährungssystems befasst. Forschungsschwerpunkte sind „Nachhaltiges Wirtschaften“ und „Gemeinwohlökonomie“, „Verringerung von Lebensmittelabfällen“, „Regionale Lebensmittel“, „Sensorik, Genuss und Geschmack“ sowie „Produktentwicklung und Wertschätzung“.

Die Forschung im iSuN widmet sich der Entwicklung von Konzepten, Produkten und Dienstleistungen für eine zukunftsfähige Ernährung und kooperiert dabei eng mit den Akteuren im Themenfeld Ernährung. Das iSuN bündelt die Kompetenzen von Ernährungswissenschaftlern, Mikrobiologen, Ökonomen, Ingenieuren, Logistikern und Betriebswirten der FH Münster und schafft so Synergien für innovative Konzepte, die gemeinsam mit Partnern aus der Praxis realisiert werden.[8]

Institut für Prozessmanagement und Digitale TransformationBearbeiten

Das Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD) in Münster ist eine Lehr- und Forschungseinrichtung am Fachbereich Wirtschaft der FH Münster. Es entstand 2012 im Zuge einer Neustrukturierung aus dem Institut für Logistik und Facility Management (ILF) und konzentriert die Kompetenzen des Logistikbereichs des ILF, des Fachbereichs Oecotrophologie, der Fachgruppe Organisation und Logistik, sowie des Kompetenzzentrums Coesfeld – Institut für Geschäftsprozessmanagement e.V.

Das Institut betont in der Herangehensweise die Interdisziplinarität des Forschungsgebiets. Dazu zählen die Bereiche Logistik, Prozess- und Projektmanagement, Wirtschaftsinformatik, International Management sowie Operations Research. Es versteht sich als Partner der regionalen mittelständischen Wirtschaft. Eine Vielzahl an Partnerschaften mit Unternehmen, Verbänden und Hochschulen bilden die Grundlage für die Praxisorientierung des IPD. In regelmäßig stattfindenden, vom IPD organisierten Praxisforen etwa tauschen sich Lehrende, Studierende und Unternehmensvertreter über aktuelle Themen des Logistiksektors aus.[9]

Institut für Wasser · Ressourcen · UmweltBearbeiten

Im Institut für Wasser · Ressourcen · Umwelt (IWARU) wird anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Wasser, Umwelt, Ressourcen und Energie durchgeführt. Das Tätigkeitsspektrum erstreckt sich von umwelttechnischen Anlagen und Maßnahmen über numerische Prozessmodellierung bis zu großräumigen Kreislaufanalysen. Eine nachhaltige Wasser-, Ressourcen- und Energieversorgung sowie eine hohe Umwelt- und Lebensqualität stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen.[10]

Strategische AllianzenBearbeiten

Die FH Münster unterhält strategische Allianzen zu Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Gemeinsam mit den Fachhochschulen Berlin, Bremen, Köln, Hamburg, München und Osnabrück gründete sie 2005 das Konsortium „UAS7-German Universities of Applied Sciences“. Weitere und langjährige Partnerschaften bestehen beispielsweise zu der BASF Coatings mit Sitz in Hiltrup und dem Kreis Steinfurt.

International OfficeBearbeiten

Das International Office ist eine zentrale Einrichtung und hat seinen Sitz in der Hüfferstiftung. Der Ausbau der internationalen Ausrichtung der FH Münster sowie die Förderung der Mobilität ins Ausland und nach Münster und Steinfurt sind die Hauptaufgaben. Im Jahre 2006 wurde das International Office für eine besonders gute Umsetzung der internationalen Mobilität im ERASMUS/SOKRATES-Programm ausgezeichnet. Das „Europäische Qualitätssiegel 2005 – E-Quality“ wurde vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) verliehen. Im Jahre 2004 wurde dem Welcome Service des International Office der „Preis für exzellente Betreuung ausländischer Studierender“ vom Auswärtigen Amt verliehen.

PLUSPUNKTBearbeiten

Im so genannten PLUSPUNKT-Programm[11] können Studierende der FH Münster an kostenlosen Veranstaltungen teilnehmen, die Zusatzqualifikationen neben dem eigentlichen Studium bieten. Diese sind aufgeteilt in vier Themenfelder:

  • Selbst-, Sozial- & Methodenkenntnisse
  • unternehmerische Kompetenzen
  • interkulturelles Wissen
  • digitale Fähigkeiten

Weitere EinrichtungenBearbeiten

Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe Das 2001 gegründete Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe leistet als interdisziplinäre Einrichtung der Fachhochschule Soforthilfe und Daseinsvorsorge im In- und Ausland, insbesondere nach Natur- und Gewaltkatastrophen. Behörden, Unternehmen, Initiativen und Institutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten in einem Netzwerk zusammen. Das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe bietet Studierenden gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz regelmäßig die Möglichkeit, Soforthilfe in zertifizierten Einsatzübungen zu trainieren.

Sprachenzentrum Das Sprachenzentrum der FH Münster bietet Studierenden und Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Sprachkompetenzen dezentral und computergestützt in Selbstlernphasen oder durch Präsenzunterricht zu erweitern. Der Spracherwerb ist am europäischen Referenzrahmen ausgerichtet. Dieser beinhaltet sechs Kompetenzstufen – vom Anfängerniveau bis zu dem von Dolmetschern und Übersetzern. Darüber hinaus ist das Sprachenzentrum ein zertifiziertes TOEIC-Testzentrum, in dem dieser international anerkannte Leistungsnachweis abgelegt werden kann.

Schulnetzwerk Das Schulnetzwerk organisiert regelmäßig Veranstaltungen für Schüler. Informationstage wie der jährliche Hochschultag gehören ebenso dazu wie die Möglichkeit der Teilnahme an Vorlesungen. Das Schulnetzwerk kooperiert mit verschiedenen Gymnasien und weiterführenden Schulen der Region rund um das Münsterland.

TAFH Münster GmbH Die TAFH Münster GmbH (ehemals Transferagentur) sorgt für die Vermittlung von Wissen und Innovationen von der Hochschule in die Wirtschaft. Sie stellt beispielsweise den Kontakt zwischen Hochschulangehörigen, Kooperationspartnern sowie Auftraggebern her und initiiert neue Projekte. Neben vielen nach außen gerichteten erfüllt die Transferagentur zahlreiche hochschulinterne Aufgaben. Dazu gehört beispielsweise die Betreuung von Existenzgründungen innerhalb der Hochschule.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. a b c Die Hochschule in Zahlen – FH Münster
  2. Zeit Online: CHE Hochschulranking 2013/14
  3. Zeit Online: CHE Hochschulranking 2013/14
  4. Zeit Online: CHE Hochschulranking 2013/14
  5. Institute der FH Münster
  6. Institut für Gesellschaft und Digitales (GUD)
  7. Institut für Energie und Prozesstechnik (IEP)
  8. Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN)
  9. Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD)
  10. Institut für Wasser · Ressourcen · Umwelt (IWARU)
  11. PLUSPUNKT an der FH Münster

Koordinaten: 51° 57′ 39,7″ N, 7° 36′ 29,1″ O