Hauptmenü öffnen

Fabriano ist eine Stadt der italienischen Provinz Ancona, Marken. Die 325 m. ü. NN gelegene Stadt hat 30.809 Einwohner (Stand 31. Dezember 2017) und eine Fläche von 269,61 km². Fabriano ist Sitz des Bischofs von Fabriano-Matelica.

Fabriano
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Fabriano (Italien)
Fabriano
Staat Italien
Region Marken
Provinz Ancona (AN)
Koordinaten 43° 20′ N, 12° 55′ OKoordinaten: 43° 20′ 0″ N, 12° 55′ 0″ O
Höhe 325 m s.l.m.
Fläche 269,61 km²
Einwohner 30.809 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 114 Einw./km²
Postleitzahl 60044
Vorwahl 0732
ISTAT-Nummer 042017
Volksbezeichnung Fabrianesi
Schutzpatron Johannes der Täufer
Website Fabriano
Panorama von Fabriano
Panorama von Fabriano

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Stadt ist Mitgliedsgemeinde der »Comunità Montana dell'Esino Frasassi« und des »Parco Gola della Rossa e di Frasassi«. Besonders zahlreich sind die Ortsteile (località e frazioni): Albacina, Argignano, Attiggio, Bassano, Bastia, Belvedere, Borgo Tufico, Ca’ Maiano, Cacciano, Campodiegoli, Campodonico, Cancelli, Cantia, Castelletta, Ciaramella, Coccore, Collamato, Collegiglioni, Collepaganello, Cortina San Venanzio, Cupo, Grotte, Marischio, Melano, Molinaccio, Montefiascone, Morentella, Moscano, Nebbiano, Paterno, Pecorile, Poggio San Romualdo, Precicchie, Rocchetta, Rucce, San Donato, San Giovanni, San Michele, Sant'Elia, Serradica, Trocchetti, Valgiubola, Vallemontagnana, Valleremita, Vallina, Varano, Viacce, Vigne. Der niedrigste Punkt des Gemeindegebiets liegt bei 164 m, der höchste bei 1.410 m.

Die Nachbargemeinden sind Cerreto d’Esi, Costacciaro (PG), Esanatoglia (MC), Fiuminata (MC), Fossato di Vico (PG), Genga, Gualdo Tadino (PG), Matelica (MC), Nocera Umbra (PG), Poggio San Vicino (MC), Sassoferrato, Serra San Quirico und Sigillo (PG).

GeschichteBearbeiten

In Fabriano, damals zum Kirchenstaat gehörig, wurde 1276 die erste Papiermühle auf europäischem Boden gegründet.[2]

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Fabriano ein Internierungslager (campo di concentramento). Es befand sich im Collegio Gentile, einem Ordenshaus in der Via Cavour. Die Insassen gehörten zwei Kategorien an: zunächst nur „gefährliche Italiener“, später zunehmend „Ex-Jugoslawen“. Zwischen dem 25. Juli und dem 8. September 1943 verließen die meisten Internierten das Lager, das während der R.S.I. jedoch wieder eröffnet wurde. Am 19. Februar 1944 wurden 120 Insassen den deutschen Besatzungstruppen übergeben und von diesen ins Lager Calvari di Chiavari verlegt.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Sehenswert sind die Pinakothek und das Papier- und Filigran-Museum.

WirtschaftBearbeiten

Fabriano ist eines der ältesten Zentren der Papierherstellung in Europa (seit der Mitte des 13. Jahrhunderts) und heute noch Sitz bedeutender Papierfabriken.

Auf dem Gemeindegebiet liegen zugelassene Rebflächen zur Erzeugung des bekannten Weißweins Verdicchio di Matelica.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Benedikt Loderer: Stadtwanderers Merkbuch. Begriffsbestimmung "Stadtraum" am Beispiel Fabrianos. Callwey, München, 1987. ISBN 3-7667-0865-1. Analyse von städtebaulichen Strukturen in der Stadt Fabriano.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fabriano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Dietrich Rauchenberger: Johannes Leo der Afrikaner. Seine Beschreibung des Raumes zwischen Nil und Niger. Harrassowitz Verlag. Wiesbaden 1999. S. 6. ISBN 3-447-04172-2.
  3. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940–1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 187–188