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Fabienne Schlumpf

Schweizer Hindernisläuferin
Fabienne Schlumpf Leichtathletik

Fabienne Schlumpf
Fabienne Schlumpf (2016)

Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 17. November 1990 (28 Jahre)
Geburtsort Schweiz
Größe 183 cm
Gewicht 62 kg
Karriere
Disziplin Hindernislauf
Langstreckenlauf
Verein TG Hütten
Trainer Michael Rüegg
Status aktiv
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Crosslauf-EM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Logo der EAA Europameisterschaften
0Silber0 Berlin 2018 3000 m Hindernis
Logo der EAA Crosslaufeuropameisterschaften
0Silber0 Tilburg 2018 Einzel
letzte Änderung: 9. Dezember 2018

Fabienne Schlumpf (* 17. November 1990) ist eine Schweizer Hindernis- und Langstreckenläuferin.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Schlumpf wuchs in Oetwil am See auf.[1] Sie begann im Alter von rund zehn Jahren mit dem Leichtathletik-Training beim LC Meilen und wechselte ein Jahr später zum Turnverein Egg.[2] Seit 2005 wird sie von Michi Rüegg trainiert und gehört seit 2007 der Trainingsgemeinschaft TG Hütten (Dübendorf) an.[2] 2009 und 2012 wurde sie Schweizer Meisterin über 3000 m Hürden.[3] 2013 holte sie den Titel im Crosslauf über die Kurzdistanz.[4]

2013 wurde Fabienne Schlumpf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau über 3000 m Hindernis im Vorlauf disqualifiziert, weil sie die Innenseite der Bahn überschritten hatte. Bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Belgrad belegte sie den 38. Platz.

2014 kam sie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich über 3000 m Hindernis auf Rang 13 und siegte beim Basler Stadtlauf. Am 31. Mai 2014 stellte sie in Oordegem-Lede mit 9:37,81 min einen Schweizer Rekord über 3000 m Hindernis auf.

2015 wurde sie Schweizer Meisterin im Langcross und über 10 Kilometer Strasse. Mit einer Zeit von 9:40,63 min über 3000 m Hürden in Oordegem qualifizierte sie sich im Mai für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2015. Zwei Monate später sagte sie jedoch wegen Überlastungssymptomen ab, die kein regelmäßiges Trainings zuließen.[5]

2016 lief sie an den Olympischen Spielen in Rio am 13. August 2016 im Vorlauf eine Zeit von 9:30:54 min, was neuen Schweizer Rekord und Einzug in den Final bedeutete.

Ende Februar 2017 verbesserte Schlumpf in Payerne den Schweizer Rekord im 10-km-Strassenlauf auf 32:10 min.[6] Zwei Wochen später lief sie beim CPC Loop Den Haag die Halbmarathondistanz in 1:10:17 h, womit sie ebenfalls einen neuen Schweizer Rekord aufstellte,[6] der ein Jahr später von Martina Strähl unterboten wurde.[7] Im Juni 2017 lief Schlumpf innerhalb einer Woche zweimal neuen Schweizer Rekord über 3000 Meter Hindernis: Am 9. Juni in Belfort (F) in 9:26,86 min und am 15. Juni am Diamond-League-Meeting in Oslo in 9:21,65 min.

Im März 2018 belegte Schlumpf bei den in Valencia ausgetragenen Halbmarathon-Weltmeisterschaften in einer Zeit von 1:10:36 h als drittbeste Europäerin den 16. Platz.[8]

Am 12. August 2018 gewann sie an den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin über 3000 Meter Hindernis die Silbermedaille.

Fabienne Schlumpf lebt in Wetzikon und ist als kaufmännische Angestellte tätig.

Persönliche BestleistungenBearbeiten

  • 3000 m Hindernis: 9:21,65 min, 15. Juni 2017, Oslo
  • 5000 m: 15:23,44 min, 18. Juli 2018, Bellinzona
  • 10-km-Straßenlauf: 32:01 min, 14. Oktober 2018, Berlin
  • Halbmarathon: 1:10:17 h, 12. März 2017, Den Haag

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. David Bruderer: «Rennen, bis die Beine abfallen». In: zsz.ch. 21. Mai 2016, abgerufen am 29. Mai 2018.
  2. a b Fabienne Schlumpf - Läuferin. In: tghuetten.ch. Abgerufen am 29. Mai 2018.
  3. SM in Uster: Titelpremieren über 10 000 m und 3000 m Steeple. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) swiss-athletics.ch, 22. Juni 2012. Abgerufen am 9. Oktober 2015.
  4. Schlumpf ist Schweizer Meisterin. In: Zürcher Oberländer. Abgerufen am 9. Oktober 2015.
  5. Fabienne Schlumpf verpasst WM. srf.ch, 24. Juli 2015. Abgerufen am 9. Oktober 2015.
  6. a b David Bruderer: Höhenflug dank Höhenkette. In: zsz.ch. 21. Juli 2017, abgerufen am 29. Mai 2018.
  7. Martina Strähl mit neuem Schweizer Rekord im Halbmarathon. In: nzz.ch. 8. April 2018, abgerufen am 29. Mai 2018.
  8. Weltrekord in reinen Damen-Rennen: Gudeta überrascht Kenianerinnen. In: runaustria.at. 26. März 2018, abgerufen am 3. Juli 2018.