Füllinsdorf

Gemeinde in der Schweiz

Füllinsdorf (schweizerdeutsch: Füllschdf [ˈfʏlʃdəf]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Liestal des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Füllinsdorf
Wappen von Füllinsdorf
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Basel-Landschaft Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Liestal
BFS-Nr.: 2825i1f3f4
Postleitzahl: 4414
UN/LOCODE: CH FRF
Koordinaten: 621945 / 261691Koordinaten: 47° 30′ 20″ N, 7° 43′ 48″ O; CH1903: 621945 / 261691
Höhe: 330 m ü. M.
Höhenbereich: 267–530 m ü. M.[1]
Fläche: 4,62 km²[2]
Einwohner: 4549 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 985 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
30,8 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.fuellinsdorf.ch
Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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GeographieBearbeiten

 
Historisches Luftbild von Werner Friedli (1948)

Füllinsdorf besteht im Wesentlichen aus zwei Gebieten: In der Ebene beidseits der Ergolz dominieren Wohnquartiere mit grossen Mehrfamilienhäusern. Den Sonnenhang hinauf erstrecken sich weitflächig Einfamilienhäuser. Über dem Dorf, im Wald liegt die mittelalterliche Burgruine Altenberg.

Zu den Nachbargemeinden zählen (von Norden im Uhrzeigersinn) Augst, Giebenach, Arisdorf, Liestal, Frenkendorf und Pratteln.[5]

GeschichteBearbeiten

825 wird in einer Urkunde erwähnt, dass ein Uppert ein Drittel seines Besitzes in Firinisvilla an das Kloster St. Gallen überträgt. 1276 lautete der Ortsname Vilinsdorf. 1439 gelangte das Dorf an die Stadt Basel, die es dem Amt Liestal zuteilte.

Im 17. Jahrhundert entwickelte sich aus einer Mühle, welche die Wasserkraft der Ergolz ausnutzte, die Industriesiedlung Niederschönthal. Heute ist die Industrie verschwunden und an ihrer Stelle entstanden ein Einkaufszentrum, ein Altersheim, eine Schule und Wohnüberbauungen.

In Füllinsdorf wurde 2012 ein Depot mit 293 keltischen Silbermünzen entdeckt. Es handelt sich um den bislang grössten Hortfund eisenzeitlicher Edelmetallmünzen in der Schweiz.

WappenBearbeiten

Obwohl der Ortsname nichts mit dem Tiernamen Füllen zu tun hat, wurde schon im 17. Jahrhundert das Füllen gelegentlich als Wappentier benutzt. Seit 1946 besteht das Wappen aus einem springenden silbernen Füllen mit goldenen Hufen und goldener Zunge auf blauem Grund.[6]

SchulenBearbeiten

  • Primarschulen Dorf und Schönthal

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft, Band II: Der Bezirk Liestal. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1974 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 62). ISBN 3-7643-0727-7. S. 123–135.

WeblinksBearbeiten

Commons: Füllinsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS – generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Die 2202 Gemeinden der Schweiz. Abgerufen am 14. September 2021.
  6. baselland.ch: Kanton Basel-Landschaft - Gemeinde Füllinsdorf: Geschichte, Wappen, Zugriff am 30. November 2011