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Eschenhahn

Stadtteil von Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis

Das Dorf Eschenhahn ist der südlichste Stadtteil von Idstein im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Eschenhahn
Stadt Idstein
Koordinaten: 50° 11′ 19″ N, 8° 14′ 11″ O
Höhe: 407 m ü. NHN
Fläche: 4,29 km²[1]
Einwohner: 753 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 65510
Vorwahl: 06126

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Eschenhahn liegt wenige Kilometer südwestlich der Kernstadt Idstein im Quellgebiet des Auroffer Bachs in einer Rodungsinsel des westlichen Hintertaunus. Die Gemarkung erstreckt sich beiderseits des Römischen Limes. Das Dorf selbst liegt auf der römischen Seite, die Bebauung reicht bis auf wenige Meter an den Limes heran.

GeschichteBearbeiten

Eschenhahn wurde im Jahre 1117 erstmals als Asinhaga urkundlich erwähnt. 1475 gab es hier die zwei Dörfer Eschenhahn und Niederhahn. Aus einem Weistum von 1475 geht hervor, dass der Graf von Nassau-Idstein Herr in beiden Eschenhahn sei. 1594 gehört Eschenhahn zum Kirchspiel Oberauroff.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schloss sich die Gemeinde Eschenhahn am 1. Juli 1971 mit zwei weiteren Gemeinden freiwillig der Stadt Idstein an.[3][4] Für den Stadtteil Eschenhahn wurde, wie für die übrigen Stadtteile, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.[5]

BaudenkmälerBearbeiten

Die an der Ortsdurchfahrt gelegene, aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammende Bebauung Schwalbacher Straße 9–27 steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Es handelt sich um einen Teilbereich des alten Dorfkerns mit jüngerer Erweiterung nach Osten. Die Erweiterung wurde planmäßig vorgenommen und weist regelmäßige Parzellen mit traufständigen Wohnhäusern auf.

  • Die Häuser Schwalbacher Straße 9 und 17 stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert, sie verfügen über kleine Walmen.
  • Haus Nummer 13 wurde im 19. Jahrhundert verändert, wobei das Obergeschossfachwerk des 18. Jahrhunderts freigelegt wurde.
  • Haus Nummer 23 ist ein schmales Wohnhaus des 18. Jahrhunderts, das im vorderen Bereich aus kräftigem Fachwerk mit gekrümmten Streben besteht und durch traufseitig Mannfiguren und Schwellenprofil geprägt ist.
  • Nummer 25 ist ein Hof aus dominierender Fachwerk-Scheune und einem im rechten Winkel zurückgesetzten Wohnhaus.
  • Die vierseitige Hofanlage Nummer 27 wird durch ein kleines Nebengebäude zur Straße hin geschlossen. Die Giebelfronten von Wohnhaus und Scheune, teilweise verputzt und verkleidet, bestimmen das Straßenbild. Die Scheune mit regionaltypisch geschnitztem Torsturzbalken trägt als Inschrift das Entstehungsdatum 1732.[6]

InfrastrukturBearbeiten

Durch Eschenhahn führt die Bundesstraße 275 als Schwalbacher Straße. Sie verbindet Idstein mit Taunusstein und von dort über die Bundesstraße 417 mit Wiesbaden. Ein Abzweig von der B 275 kurz vor der Kernstadt Idstein verbindet Eschenhahn mit der Anschlussstelle Idstein der Bundesautobahn 3.

Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die Buslinie 271 der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft sicher.

Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eschenhahn, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Zahlen-Daten-Fakten. In: Webauftritt. Stadt Idtein, archiviert vom Original; abgerufen im März 2019.
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 28, S. 1117, Punkt 988; Abs. 17. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,0 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 377.
  5. Hauptsatzung. (PDF;; 36; kB) §; 5. In: Webauftritt. Stadt Idstein, abgerufen im Februar 2019.
  6. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Schwalbacher Straße 9-27 In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen

WeblinksBearbeiten