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Elbtal (Hessen)

hessische Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Elbtal
Elbtal (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elbtal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 30′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Limburg-Weilburg
Höhe: 176 m ü. NHN
Fläche: 11,11 km2
Einwohner: 2421 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 218 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65627
Vorwahl: 06436
Kfz-Kennzeichen: LM, WEL
Gemeindeschlüssel: 06 5 33 005
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 1
65627 Elbtal
Website: www.gemeinde-elbtal.de
Bürgermeister: Joachim Lehnert (parteilos)
Lage der Gemeinde Elbtal im Landkreis Limburg-Weilburg
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Über dieses Bild

Elbtal ist die kleinste Gemeinde im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

 
Luftaufnahme der Gemeinde aus Richtung Südosten mit Hangenmeilingen im Vordergrund, Heuchelheim hinten links sowie Dorchheim und Elbgrund hinten rechts

Elbtal liegt am Südhang des Westerwaldes über dem Lahntal.

GliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den vier Ortsteilen Dorchheim (Sitz der Gemeindeverwaltung), Elbgrund, Hangenmeilingen und Heuchelheim.

GeschichteBearbeiten

Die Hügel zu beiden Seiten des Elbbachs waren schon in der Jungsteinzeit bewohnt; zahlreiche Funde von Steinwerkzeugen beweisen das. Die RingwallanlageHeidenhäuschen“ bei Hangenmeilingen wird auf die Hallstattzeit (750 bis 450 vor Christus) datiert.

Heuchelheim wurde 772 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals erwähnt, Waldmannshausen, eine der Vorgängergemeinden von Elbgrund, am 21. Oktober 1138 im Rahmen einer Schenkung an das Kloster St. Goar, Dorchheim 1215 in einer Urkunde des Klosters Maria Laach, Mühlbach, die zweite Vorgängergemeinde von Elbgrund, 1230 in einer Schenkung der Grafen von Nassau an den Deutschen Orden und Hangenmeilingen am 21. Januar 1333.

Die noch heute erhaltene Wasserburg Waldmannshausen in Elbgrund war im Mittelalter Sitz des Walpoden, der die Gerichtshoheit über das Umland hatte. Die Anlage weist ein spätgotisches Wohnhaus mit zwei Rundtürmen und Wirtschaftsgebäuden auf, die heute noch genutzt werden. Westlich davon befinden sich die Ruinen einer kreisförmig angelegten, älteren Burg. 1835 kam die Burg in den Besitz der bedeutenden Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Quartier der US-Armee. Heute wird sie als Schullandheim genutzt.

Eines der ältesten Gebäude in der Gemeinde ist der Marienstätter Hof in Dorchheim, der seit 1993 als Elbtaler Rathaus genutzt wird. Das genaue Baujahr ist unbekannt. Er ist einer von drei noch erhaltenen Höfen, der dem Kloster Marienstatt gehörte.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in der Gemarkung Mühlbach Ton und Basalt abgebaut.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Februar 1971 schlossen sich im Zug der Gebietsreform in Hessen die Orte Dorchheim, Hangenmeilingen und Heuchelheim zu einer Gemeinde mit dem Namen Elbtal zusammen.[2][3] Am 1. Juli 1974 kam die damals noch selbstständige Gemeinde Elbgrund durch Landesgesetz hinzu,[4][3] die 1936 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Mühlbach und Waldmannshausen gebildet worden war.

GemeindevertretungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
4
6
5
Insgesamt 15 Sitze
  • SPD: 4
  • CDU: 6
  • BLE: 5
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,1 6 32,6 5 43,2 7 41,3 6
BLE BürgerListe Elbtal 34,6 5 28,9 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 27,3 4 27,7 4 27,1 4 25,3 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Elbtal 10,9 2 13,5 2 13,8 2
FBH Freie Bürgerliste Hangenmeilingen 9,4 1 10,0 2
BLD Bürgerliste Dorchheim 6,8 1 9,6 1
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 47,5 45,9 45,6 57,0
 
Rathaus der Gemeinde Elbtal in Dorchheim

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Burg Waldmannshausen
  • Kapelle St. Nikolaus auf dem Dorchheimer Friedhof
Gebaut am Anfang des 12. Jahrhunderts, im 16. Jahrhundert umgebaut, Mittelpfeiler mit reichem Schnitzwerk versehen, Chorraum mit Gemäldezyklus.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Elbtal ist eine Wohngemeinde, neben dem ortsüblichen Handel und Handwerk gibt es keine Industrie.

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 54 SiegenLimburg und ist damit gut an das Fernstraßennetz angeschlossen.

BildungBearbeiten

In der Gemeinde besteht mit der Elbtalschule in Dorchheim eine gemeinsame Grundschule. Als weiterführende Schulen werden üblicherweise die Mittelpunktschule St. Blasius in Frickhofen und die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar aufgesucht.

EinrichtungenBearbeiten

  • Kindergarten Elbtal Sonnenblume in Dorchheim
  • Kindergarten Elbtal St. Josef in Dorchheim
  • Freiwillige Feuerwehr Elbtal (Zusammenschluss der ehemaligen Feuerwehren aus Dorchheim, Hangenmeilingen, Elbgrund und Heuchelheim)
  • Jugendfeuerwehr Elbtal
  • Kinderfeuerwehr Elbtal

VereineBearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr Dorchheim e.V. (gegr. 1895)
  • Freiwillige Feuerwehr Elbgrund e.V. (gegr. 1934)
  • Freiwillige Feuerwehr Hangenmeilingen e.V. (gegr. 1934)
  • Verein Freiwillige Feuerwehr Heuchelheim e.V. (gegr. 1934)
  • Geschichte- und Kulturkreis Elbtal e.V.
  • Bürgerverein Elbtal e.V.
  • Musikverein Elbtal-Musikanten e.V.
  • FSV Hangenmeilingen e.V.
  • TTC Dorchheim/Hangenmeilingen
  • Modellsportclub Elbtal e.V.
  • Spielgemeinschaft SG Nord
  • Förderverein der Elbtalschule e.V.


EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 14 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 369.
  4. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Limburg und des Oberlahnkreises. (GVBl. II 330-25) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 5, S. 101, § 1 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 809 kB]).
  5. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

WeblinksBearbeiten

  Commons: Elbtal – Sammlung von Bildern