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Doberschütz

Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Doberschütz
Doberschütz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Doberschütz hervorgehoben
Koordinaten: 51° 30′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Nordsachsen
Höhe: 105 m ü. NHN
Fläche: 77,8 km2
Einwohner: 4051 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04838
Vorwahl: 034244
Kfz-Kennzeichen: TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 080
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Breite Straße 17
04838 Doberschütz
Website: www.doberschuetz.de
Bürgermeister: Roland Märtz
Lage der Gemeinde Doberschütz im Landkreis Nordsachsen
ArzbergBad DübenBeilrodeBelgern-SchildauCavertitzDahlenDelitzschDoberschützDommitzschDreiheideEilenburgElsnigGroßtreben-ZwethauJesewitzKrostitzLaußigLiebschützbergLöbnitzMockrehnaMockrehnaMügelnNaundorfWiedemarOschatzRackwitzBelgern-SchildauSchkeuditzSchönwölkauMügelnTauchaTorgauTrossinWermsdorfWiedemarTorgauZschepplinWiedemarKarte
Über dieses Bild

Doberschütz ist eine Gemeinde im Landkreis Nordsachsen in Sachsen.

Ortsmitte Doberschütz mit Kirche

Inhaltsverzeichnis

Geografie und VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde Doberschütz liegt ca. 10 km östlich von Eilenburg. Die B 87 und die Bahnstrecke Halle–Cottbus führen durch die Gemeinde. Die Gemeinde befindet sich an der Südseite der Dübener Heide am Schwarzbach. Im Westen an der Grenze zur Stadt Eilenburg befindet sich im Ortsteil Sprotta-Siedlung ein großer Kiessee, der als Naherholungsgebiet genutzt wird. Im Nordwesten beim Ortsteil Mörtitz grenzt die Gemeinde an das Muldetal. Im Ortsteil Rote Jahne befand sich ein Militärflugplatz, auf dem früher die sehr erfolgreichen Fallschirmspringer des FSC Dynamo Eilenburg trainierten. Allerdings gab es dort nicht nur diese sportliche Aktivität. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde dieser Flugplatz militärisch genutzt und war gegen Kriegsende öfters Ziel der gegnerischen Luftwaffe.

GemeindegliederungBearbeiten

Ortschaft Ortsteile
Battaune Battaune
Doberschütz Doberschütz
Mörtitz Mensdorf, Mörtitz und Rote Jahne
Paschwitz Bunitz, Mölbitz und Paschwitz
Sprotta Sprotta, Sprotta-Siedlung
Wöllnau Wöllnau

GeschichteBearbeiten

Doberschütz wird erstmals im Jahr 1314 urkundlich erwähnt, der Ortsteil Battaune schon um das Jahr 1000. Die Orte sind, wie aus den Namen ersichtlich, allesamt sorbischen Ursprungs. Doberschütz gehörte bis 1815 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Eilenburg.[2] Der Forst Doberschütz war geteilt. Während der westliche Teil ebenfalls zum Amt Eilenburg gehörte, lag der östliche Teil im Amt Torgau.[3] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam Doberschütz im Jahr 1815 zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem der Ort bis 1952 gehörte.[4] Dabei wurde der westliche Teil des Doberschützer Forsts ebenfalls dem preußischen Kreis Delitzsch angeschlossen, der östliche Teil kam zum preußischen Kreis Torgau.

Im Zuge der zweiten Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Doberschütz dem Kreis Eilenburg im Bezirk Leipzig angeschlossen, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging. Die Gemeinden Battaune, Doberschütz, Mörtitz, Paschwitz, Sprotta und Wöllnau schlossen sich am 1. Januar 1996 zur Gemeinde Doberschütz zusammen.

EingemeindungenBearbeiten

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Battaune 1. Januar 1996 Zusammenschluss zu Doberschütz
Bunitz 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Paschwitz
Doberschütz 1. Januar 1996 Zusammenschluss zu Doberschütz
Mensdorf 1. April 1936 Eingemeindung nach Mörtitz
Mölbitz 1. Januar 1973 Eingemeindung nach Paschwitz
Mörtitz 1. Januar 1996 Zusammenschluss zu Doberschütz
Paschwitz 1. Januar 1996 Zusammenschluss zu Doberschütz
Rote Jahne 1. April 1936 Eingemeindung mit Mensdorf nach Mörtitz, seit dem 8. November 2002 als neuer Ortsteil ausgewiesen
Sprotta 1. Januar 1996 Zusammenschluss zu Doberschütz
Wöllnau 1. Januar 1996 Zusammenschluss zu Doberschütz

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 2000 Stichtag 31. Dezember):

Jahr Einwohner
1990 3.900 *
2000 4.710
2005 4.499
2007 4.440
2012 4.146
2013 4.123

* 3. Oktober

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2019[5]
Wahlbeteiligung: 69,7 % (2014: 58,3 %)
 %
30
20
10
0
24,6 %
11,2 %
11,3 %
4,9 %
n. k.
4,2 %
8,2 %
11,7 %
10,6 %
13,4 %
BD
SHVc
BfB
OuS
FS!
UWOM
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-9,6 %p
-2,5 %p
+1,2 %p
-1,8 %p
-8,5 %p
-0,9 %p
+1,7 %p
+1,6 %p
+5,6 %p
+13,4 %p
BD
SHVc
BfB
OuS
FS!
UWOM
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Vergleichswert 2014: Heimat- und Kulturverein Sprotta e. V. (HKS)

Seit der Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 verteilen sich die 15 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 5 Sitze
  • Freie Stimme! (FS!): 2 Sitze
  • Sprottaer Heimatverein (SHV): 2 Sitze
  • Bürgerinitiative der Ortschaft Doberschütz (BD): 2 Sitze
  • Unabhängige Wählervereinigung der Ortschaft Mörtitz (UWOM): 2 Sitze
  • Alternative für Deutschland: 1 Sitz
  • Öffentliche Ordnung und Sicherheit (OuS): 1 Sitz

SehenswürdigkeitenBearbeiten

→ siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Doberschütz

  • Naturpark Dübener Heide
  • Witrowberg in Paschwitz
  • Turmwindmühle Friedemann in Paschwitz aus dem Jahr 1883, bis 1998 aktiv
  • Dorfkirche Battaune mit spätgotischen Schnitzaltar und wertvoller Wandmalerei
  • Ortsteil Winkelmühle (Wöllnau) mit dem kleinsten öffentlichen Waldfriedhof Europas

SportBearbeiten

  • Fußballverein für Jugendliche, mit dem Namen „SV Frisch auf Doberschütz 1892“
  • Herrenfußballmannschaft
  • Frauenfußballmannschaft
  • Einradverein (für Jugendliche)

PersönlichkeitenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Doberschütz liegt an der Bahnstrecke Halle–Cottbus. Es verkehrt u. a. die Linie S4 der S-Bahn Mitteldeutschland.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Doberschütz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.
  3. Doberschütz im Historischen Ortsverzeichnis Sachsen
  4. Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2019