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Beilrode

Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Beilrode
Beilrode
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Beilrode hervorgehoben
Koordinaten: 51° 34′ N, 13° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Nordsachsen
Verwaltungs­gemeinschaft: Beilrode
Höhe: 82 m ü. NHN
Fläche: 93,32 km2
Einwohner: 4197 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04886
Vorwahl: 03421
Kfz-Kennzeichen: TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 030
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 21
04886 Beilrode
Website: beilrode.de
Bürgermeister: Rene Vetter (parteilos)
Lage der Gemeinde Beilrode im Landkreis Nordsachsen
ArzbergBad DübenBeilrodeBelgern-SchildauCavertitzDahlenDelitzschDoberschützDommitzschDreiheideEilenburgElsnigGroßtreben-ZwethauJesewitzKrostitzLaußigLiebschützbergLöbnitzMockrehnaMockrehnaMügelnNaundorfWiedemarOschatzRackwitzBelgern-SchildauSchkeuditzSchönwölkauMügelnTauchaTorgauTrossinWermsdorfWiedemarTorgauZschepplinWiedemarKarte
Über dieses Bild

Beilrode ist eine Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Beilrode.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Elbniederung östlich der Elbe und am Südrand der Annaburger Heide an der Grenze zum Land Brandenburg. Die Nachbarstädte sind Torgau (4 km), Belgern-Schildau (10 km) und Falkenberg/Elster (13 km). Die Bundesstraße 183 verläuft südlich, die Bundesstraße 87 und die Eisenbahnstrecke Halle–Cottbus verlaufen durch das Gemeindegebiet. Im Gemeindegebiet befindet sich ein kleiner Flugplatz.

OrtsteileBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Beilrode entstand 1938 durch den Zusammenschluss der beiden selbständigen Dörfer Zeckritz und Zschackau, in dessen Rahmen die beiden sorbischstämmigen Ortsnamen im Rahmen der nationalsozialistischen Germanisierungspolitik verschwanden, da sie nicht als Ortsteile weiterbestanden. Der neu geschaffene Name „Beilrode“ wurde an den alten Namen Zeckritz angelehnt, der vermutlich vom sorbischen Wort für „Axt, Beil“ stammt, vgl. obersorbisch sekera.[2]

Nach 1990 wurde auch das Dorf Döbrichau an der B 87 in Richtung Herzberg/Elster eingemeindet.

Die Freiwillige Feuerwehr in Beilrode feierte 2006 ihr 110-jähriges Bestehen.

Die Windmühle im Ortsteil Zschackau wurde am 4. Dezember 1779 durch einen Sturm zerstört.

Am 1. Januar 2011 schlossen sich die beiden Gemeinden Beilrode und Großtreben-Zwethau zur neuen Gemeinde Beilrode mit nun elf Ortsteilen zusammen.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Ehemalige Gemeinde bzw. Gutsbezirk Datum Anmerkung
Böhlen 1. April 1874 Teileingliederung der wüsten Mark nach Großtreben und in den Gutsbezirk Großtreben
Dautzschen 1. April 1974 Eingemeindung nach Großtreben
Döbrichau 1. Januar 1999
Döhlen, Gutsbezirk zwischen 1928 - 1930 Zusammenschluss mit den Gutsbezirken Neubleesern und Repitz zur Gemeinde Döhlen
Döhlen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Rosenfeld
Eulenau vor 1910 Eingemeindung nach Zwethau
Eulenau, Gutsbezirk Rittergut vor 1910 Eingemeindung nach Zwethau
Gostewitz 1. April 1874 Teileingliederung der wüsten Mark nach Großtreben und in den Gutsbezirk Großtreben
Großtreben 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Zwethau zu Großtreben-Zwethau
Großtreben-Zwethau 1. Januar 2011
Kreischau 1. Julil 1950 Eingemeindung nach Zwethau
Kreischau, Gutsbezirk zwischen 1928 - 1930
Last zwischen 1928 - 1930
1. Juli 1950
Eingemeindung des Gutsbezirks nach Mockritz
Umgliederung des Ortsteils von Mockritz nach Dautzschen
Neubleesern, Gutsbezirk zwischen 1928 - 1930 Zusammenschluss mit den Gutsbezirken Döhlen und Repitz zur Gemeinde Döhlen
Repitz, Gutsbezirk zwischen 1928 - 1930 Zusammenschluss mit den Gutsbezirken Döhlen und Neubleesern zur Gemeinde Döhlen
Repitz 1. Julil 1950 Umgliederung von Döhlen nach Torgau
Rosenfeld 1. April 1974 Eingemeindung nach Zwethau
Zeckritz 1. Oktober 1938 Zusammenschluss mit Zschackau zu Beilrode
Zschackau 1. Oktober 1938 Zusammenschluss mit Zeckritz zu Beilrode
Zwethau 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Großtreben zu Großtreben-Zwethau

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 44,6 %
 %
30
20
10
0
28,0 %
11,5 %
18,0 %
26,7 %
15,9 %

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 5 Sitze
  • Bürgerinitiative Ostelbien gegen unsoziale Kommunalabgaben e. V. (BIKO): 4 Sitze
  • FDP: 3 Sitze
  • Unabhängige Wählervereinigung (UWV): 2 Sitze
  • LINKE: 2 Sitze

SehenswürdigkeitenBearbeiten

→ siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Beilrode

  • Waldgebiet Falkenstruth mit Naturlehrpfad (Ortslage Beilrode)
  • Tiergehege Beilrode
  • Otto-Dienst-Straße (die ältesten Häuser des Ortes)
  • Panzer T34-85 „Denkmal der Befreiung“ im Park

Holländermühle Beilrode: Die Holländerwindmühle wurde 1870 erbaut. 1908 erfolgte der Umbau auf elektrischen Antrieb und der Einbau eines Walzenstuhls. Weitere Modernisierungen gab es im Jahr 1945 und Mitte der 1950er Jahre. Dabei wurden auch die zum Ende des Zweiten Weltkriegs entstandenen Schäden beseitigt, an die noch einige sichtbare Einschusslöcher erinnern. Die Mühle blieb bis 1978 in Betrieb. Seit 2002 ist sie als voll funktionstüchtige Windmühle eine Touristenattraktion. Mit ihren fünf Etagen gilt sie als eine der höchsten Windmühlen in Sachsen.[5]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ernst Eichler, Hans Walther: Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Band I, Berlin 2001, S. 52
  3. Landesdirektion Sachsen: Freistaat Sachsen unterstützt Gemeindefusion. Pressemitteilung 117/2010 vom 8. Dezember 2010.
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  5. Webseite der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde, abgerufen am 2. Juni 2015

WeblinksBearbeiten

  Commons: Beilrode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien