Christiane Leuchtmann

deutsche Schauspielerin

Christiane Leuchtmann (* 1960 in München) ist eine deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin, Hörspiel- und Hörbuchsprecherin.[1]

Christiane Leuchtmann
Hans-Peter Korff und Christiane Leuchtmann Berlinale 2008

BiografieBearbeiten

Christiane Leuchtmann wurde als Tochter des Musikwissenschaftlers Horst Leuchtmann und der Klavierlehrerin Brita Angela Leuchtmann (geb. von Wentzel) geboren, wo sie frühzeitig Klavier- und Ballettunterricht erhielt. Sie besuchte die Rudolph-Steiner-Schule München - Schwabing.[1][2]

Während ihres Schauspielstudiums an der Otto-Falckenberg-Schule in München (1979–1982) spielte sie an den Münchner Kammerspielen und am Theater der Jugend. In dieser Zeit wirkte sie auch in TV-Serien wie zum Beispiel Die Knapp-Familie und Die Wiesingers mit.[3] Auf Anfrage von Boy Gobert ging sie nach ihrer Abschlussprüfung 1982 an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin und spielte dort bis 1994 große Rollen der Klassik und der Moderne. 1990 wurde Leuchtmann von Walter Jens der Preis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste (Berlin) verliehen.[1][2]

Sie spielte am Theater am Turm, an den Hamburger Kammerspielen, am Eurostudio der Komödie im Bayerischen Hof, am St. Pauli Theater, Ernst-Deutsch-Theater und an vielen anderen deutschen Theatern und arbeitete mit Regisseuren wie Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Augusto Fernandes, Elke Lang, Jérôme Savary u. v. a. Sie war und ist in zahlreichen Hörspielen und Hörbüchern als Sprecherin tätig.[4] Zu ihren weiteren Aktivitäten zählen zahlreiche Live-Lesungen, auch gemeinsam mit ihrem Mann, und Gesangsabende. Außerdem schrieb sie als Drehbuchautorin Sketche für die RTL Serie RTL Samstag Nacht.[1][3]

Leuchtmann ist seit 2009 als Dozentin tätig und unterrichtet Schauspiel an der Schule für Schauspiel Hamburg.[5]

Seit 1992 ist sie mit dem Schauspieler Hans Peter Korff verheiratet und hat mit ihm einen Sohn.

AuszeichnungenBearbeiten

1990 wurde Leuchtmann von Walter Jens der Preis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste (Berlin) verliehen. Jurymitglieder waren Cornelia Froboess, Bernhard Minetti und Dieter Dorn.

Theaterrollen (Auswahl)Bearbeiten

  • 1980: Puppe in Riesen vom Berge von Luigi Pirandello, Regie: Ernst Wendt, Münchner Kammerspiele
  • 1983: Alma in Pioniere in Ingolstadt von Marieluise Fleißer, Regie: Konrad Sabrautzky, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1983: Lucie in Stella von Johann Wolfgang von Goethe, Regie: Ernst Wendt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1983: Lusa in Kinder der Sonne von Maxim Gorkij, Regie: Harald Clemen, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1984: Babette Gistel in Die Laube der Seligen von Max Herrmann-Neiße, Regie: Klaus Völker, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1984: Rosina in Trilogie einer schönen Ferienzeit von Carlo Goldoni, Regie: Nicolas Brieger, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1984: Hilde in Die Frau am Meer von Henrik Ibsen, Regie: Thomas Schulte-Michels, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1985: Crevette in Die Dame vom Maxim von Georges Feydeau, Regie: Hans Hollmann, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1985: Recha in Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Bernard Sobel, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1985: Smeraldina in Diener zweier Herren von Carlo Goldoni, Regie: Franz Marinjen, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1986: Fanny in Vom Teufel geholt von Knut Hamsun, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1986: Agnes in Die Geschäfte des Baron Laborde von Hermann Broch, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1987: Das Mädchen in Sobald fünf Jahre vergehen (G. Lorca), Regie: Stephan Kimmig, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1987: Ottilie in Häuptling Abendwind von Elfriede Jelinek, Regie: Werner Gerber, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1987: Rosemary in Jedem seine eigene Wildnis von Doris Lessing, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1987: Gräfin Guiccardi in Beethovens Zehnte (von und mit Peter Ustinov), Regie: Kurt Hübner, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1988: Die Braut in Das große Welttheater (Calderon), Regie: Augusto Fernandes, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1988: Foible in Der Lauf der Welt von William Congreve, Regie: Fred Berndt, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1988: Linda in Einer für Alles von Alan Ayckbourn, Regie: Rosemarie Fendel, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1989: Donna Aspasia in La Guerra von Carlo Goldoni, Regie: Hans Grazer, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1989: Mme Constance Bonacieux in D’Artagnan und die drei Musketiere von Alexandre Dumas, Regie: Jérôme Savary, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1990: Abigail in Hexenjagd von Arthur Miller, Regie: Franz Marinjen. Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1990: Schiller in Der Panzer wird zum Flügelkleid von Friedrich Schiller, Regie: Alfred Kirchner, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1990: Die Schönheit in Faust (J. v. G.), Regie: Alfred Kirchner, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1991: Elisabeth E. in Davon geht die Welt nicht unter von Ulrich Waller, Regie: Elke Lang, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1991: Liebende in Immer von Dir, immer von mir (nach R. Barthes), Regie: Elke Lang, Theater am Turm (abgekürzt TAT) Frankfurt
  • 1991: Karoline in Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Regie: Elke Lang und Lore Stephanek, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1992: Das Flittchen Böhmen am Meer (Volker Braun), Regie: Thomas Langhoff, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1993: Liesl Karlstadt in Der Weltuntergang nach Karl Valentin, Regie: Benno Iffland, Staatliche Schauspielbühnen Berlin
  • 1995: Carol in Oleanna (D. Mamet), Regie: Fred Berndt, Eurostudio Landgraf
  • 2004: Jartschi in Brand im Souterrain, Frau Blaha in Krieg im Dritten Stock von Pavel Kohout, Regie: Walther Tillemans, Hamburger Kammerspiele
  • 2005: Pegasus von und mit Christiane Leuchtmann, Hans Peter Korff, Komödie im Bayerischen Hof, München
  • 2009: Heino Jaeger Abend, St. Pauli Theater, Hamburg
  • 2011/12: Belinda Blair in Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn, Regie Fred Berndt, Ernst Deutsch Theater
  • 2013: alle weiblichen Rollen in Loriot & Co von Loriot, alle weiblichen Rollen; Regie: Christiane Leuchtmann, Staatstheater Cottbus
  • 2014: Loriots Dramatische Werke von Loriot, Komödie im Bayerischen Hof, München. Regie: Hardy Hoosman
  • 2018: alle weiblichen Rollen in Loriot - Ach Was☃☃von, Loriot, Brandenburger Theater, Brandenburg.
  • 2019: alle weiblichen Rollen in der Lesung Zähne einer Ehe, u. a. Theater Vorpommern, König Albert Theater Bad Elster.[6]
  • 2020: Lore in Alte Liebe von Elke Heidenreich, Regie: Christiane Leuchtmann, Theater Duisburg

FilmografieBearbeiten

Hörspiele (Auswahl)Bearbeiten

Hörbücher (Auswahl)Bearbeiten

  • Tatort Drittes Reich Der Frauenmörder von Rummelsburg - Rolle Gerne, Elfriede - Regie:Carsten Hermann
  • Honigsüß & Mausetot Teil 2 – Gegen den Stron - Rolle Maice- Regie:Carsten Hermann
  • Hallig 11 Teil 3 - Der Totenschlüssel - Rolle Trude Timmer - Regie:Carsten Hermann
  • DC Watson Teil 4 – Das Blöde unter der Sonne - Rolle Trude Timmer - Regie:Carsten Hermann
  • DC Watson Teil 3- Auf den Dächern gibt`s Pizza - Rolle Tilda Watson - Regie:Carsten Hermann
  • Die drei ??? – Das versunkene Schiff – Regie:Heikedine Körting
  • Honigsüß & Mausetot Teil 1 – Hallig 11 Teil 1 - Rolle Maice- Regie:Carsten Hermann
  • DC Watson Teil 2 – Hallig 11 Teil 2 - Rolle Trude Timmer - Regie:Carsten Hermann
  • DC Watson Teil 1 – Hallig 11 Teil 1, Rolle Trude Timmer - Regie:Carsten Hermann
  • TKKG 210 – Raubzug im Kasino – Regie:Heikedine Körting
  • Die drei ??? 197 – Im Auge des Sturms – Regie:Heikedine Körting
  • Hanni und Nanni 59 – Bittere Lehre für Hanni und Nanni – Regie:Heikedine Körting
  • TKKG 206 – Achtung, UFO – Kult – Regie:Heikedine Körting
  • Die drei ??? 184 – Und der Hexengarten – Regie:Heikedine Körting
  • Sherlock Holmes, Folge 10. Das Spiel der roten Dahlie
  • Sherlock Holmes Folge 11. Das sanfte Lächeln der Medusa
  • TKKG, Folge 197, Bei Anpfiff Übergabe
  • Hanni und Nanni, Folge 52, Castingfieber mit Hanni und Nanni- Regie:Heikedine Körting
  • Sherlock Holmes: Der zweite Fleck (Hörbuch des Monats Juli 2004)
  • Sherlock Holmes: Die einsame Radfahrerin (Hörbuch des Monats Juli 2004)
  • Der Meister und Margarita
  • Wilhelm Meisters Lehrjahre (Hörbuch des Monats Oktober 1999)

WeblinksBearbeiten

Commons: Christiane Leuchtmann – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Eintrag im Schauspieler-Verzeichnis der Künstleragentur Publikumsliebling. In: Künstleragentur Publikumsliebling. Abgerufen am 24. September 2020.
  2. a b Eintrag im Verzeichnis von Crew United. In: Crew United. Abgerufen am 24. September 2020.
  3. a b Showreel von Christiane Leuchtmann. In: YouTube. Abgerufen am 24. September 2020.
  4. Auswahl von Hörbüchern und -spielen, an denen Christiane Leuchtmann mitgewirkt hat. In: Audible. Abgerufen am 24. September 2020.
  5. Eintrag im Dozenten-Verzeichnis der Schule für Schauspiel Hamburg. In: Schule für Schauspiel Hamburg. Abgerufen am 24. September 2020.
  6. Zähne einer Ehe. Abgerufen am 24. September 2020.