Carei

Stadt im Kreis Satu Mare, Rumänien
Carei
Groß-Karol
Nagykároly
Wappen von Carei
Carei (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: RumänienRumänien Rumänien
Historische Region: Sathmar
Kreis: Satu Mare
Koordinaten: 47° 41′ N, 22° 28′ OKoordinaten: 47° 41′ 24″ N, 22° 28′ 12″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 130 m
Fläche: 102 km²
Einwohner: 21.112 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner je km²
Postleitzahl: 445100
Telefonvorwahl: (+40) 02 61
Kfz-Kennzeichen: SM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 1 Gemarkung/Katastralgemeinde: Ianculești
Bürgermeister: Eugen Kovács (UDMR)
Postanschrift: Str. 1 Decembrie 1918, nr. 17
loc. Carei, jud. Satu Mare, RO–445100
Website:

Carei (veraltet Careii Mari; deutsch Groß-Karol, Großkarol, ungarisch Nagykároly) ist eine Stadt in Nordwesten Rumäniens im Rang eines Munizipiums.

Carei (rotes Viereck) – Rumänien – Nachbarorte: Satu Mare, Zalău, Cluj-Napoca, Oradea, Debrecen (Ungarn)

Lage der OrtschaftBearbeiten

Die Stadt liegt im Kreis Satu Mare, etwa hundert Kilometer von Oradea (Großwardein) entfernt und befindet sich unweit der ungarischen Staatsgrenze.

GeschichteBearbeiten

Carei wurde 1335 erstmals urkundlich erwähnt. László Károlyi Lancz begann 1482 mit dem Bau seines Schlosses. Die Bevölkerung konvertierte 1554 zum calvinistischen Glauben. 1592 verstärkte Mihály Károlyi die Burg mit vier Verteidigungsbastionen gegen die Türken. 1703 verschanzte sich Franz II. Rákóczi mit seinen Kuruzen hier bei seinem Unterstützer Sándor Károlyi. Dieser rief anschließend neue Siedler in den Ort, darunter schwäbische, rumänische, slowakische, ruthenische und jüdische Familien.

Nach dem Vertrag von Trianon wurde es 1920 Teil von Großrumänien. Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges war die Stadt erneut Teil Ungarns, seit Kriegsende gehört es wieder zu Rumänien, wo es 1968 dem Kreis Satu Mare zugeordnet wurde.

Der chassidische Theologe Joel Teitelbaum (1897–1979), Begründer der strenggläubigen Sekte Satmar, wirkte in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre als Rabbi in der Stadt.

BevölkerungBearbeiten

Die Volkszählung von 2011 ergab folgendes Resultat: 10.950 Ungarn, 8077 Rumänen, 479 Rumäniendeutsche, 462 Roma, 17 Ukrainer sowie Angehörige anderer Volksgruppen.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In Carei befindet sich ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert (Stammsitz der Károlyi, Umbau im neugotischen Stil des 19. Jahrhunderts) mit sehenswerter Parkanlage von 120.000 m² Größe mit ausgedehntem Arboretum. In dem Schloss befindet sich ein Museum mit Ausstellungen zur Stadtgeschichte, lokaler Archäologie (unter anderem Funde aus dem Tell Bobald und Cauas), der Geschichte der Karoly-Familie und eine Sammlung ausgestopfter Wildtiere.

Jedes Jahr findet in der letzten Juliwoche ein Stadtfest statt, zu dem unter anderem ein Mittelaltermarkt gehört.

 
Schloss Carei

SportBearbeiten

In Carei gibt es zwei Fußballvereine (Victoria Carei und FC Kaizer Carei) sowie einen Fußball-Junioren-Verein – den C.S.S. Carei. In Carei gibt es vier Freizeit-Fußballplätze (teilweise aus Betonboden) und zwei Vereins-Plätze, die Victoria und FC Kaizer Carei gehören.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

PartnerstädteBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Nagykároly, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009 ISBN 978-965-308-345-5, S. 513

WeblinksBearbeiten

Commons: Carei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)