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Die Bundesgartenschau 1987 (BuGa ’87) fand vom 30. April bis 11. Oktober in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf statt. Als Ausstellungsgelände diente der bereits bestehende Volksgarten und eine südöstlich daran anschließende, zur BuGa neugestaltete Fläche, die seitdem insgesamt als Südpark bezeichnet werden. Die Ausstellung wurde an ihren 166 Veranstaltungstagen von insgesamt 7,5 Millionen Menschen besucht.

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GeländeBearbeiten

 
Kunstwerk „Zeitfeld“ von Klaus Rinke am Eingang Auf’m Hennekamp

Als Ausstellungsort diente eine ca. 70 Hektar große Fläche südwestlich der Düsseldorfer Innenstadt. Der dortige Volksgarten wurde in das Gesamtkonzept miteinbezogen und um weitere Flächen ergänzt. Dabei handelte es sich um zwei ehemalige Baggerseen und verschiedene Kleingartenanlagen. Das Gelände erstreckt sich zwischen der im Norden gelegenen Bahnstrecke nach Köln, der östlich gelegenen Philipshalle und der südlich gelegenen Bundesautobahn 46. Weiter südlich liegt der Botanische Garten der Universität. Der dort vorbeifließende Brückerbach führt in seinem weiteren Verlauf zum Rhein und stellt so die beabsichtigte Grünverbindung vom Rhein in die Innenstadt her.

Zu den Besucherattraktionen im Park gehörten eine Ausstellungsbahn sowie ein Aussichtsturm (Gyro-Tower), auf dem sich die Besucher in die Höhe fahren lassen konnten, um einen Überblick von oben über das Ausstellungsgelände zu erlangen.

Die Ausstellungsbahn sollte ursprünglich ähnlich wie an anderen BuGa-Standorten in Köln, Dortmund oder Stuttgart nach Ausstellungsende im Oktober 1987 in Düsseldorf verbleiben, wurde aber letztlich aufgrund von Anwohnerprotesten des an den Park angrenzenden Neubauviertels „Düsseldörfchen“ aufgegeben. Ebenso verschwand der Aussichtsturm.

Das Parkgelände der BuGa 1987 hingegen ist weitgehend so erhalten geblieben und steht heute den Besuchern als Südpark zur Verfügung.

VerkehrBearbeiten

Anders als bei früheren Bundesgartenschauen war diese BuGa ganz auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch die Besucher ausgelegt. So stellte die Firma Henkel in Reisholz große Flächen für die mit dem Auto anreisenden Besucher als Parkplätze zur Verfügung. Diese wurden von der Düsseldorfer Rheinbahn mit Pendelbuslinien mit dem BuGa-Gelände verbunden.

Für Besucher aus umliegenden Städten wie Köln, Leverkusen und Solingen war die BuGa über den Haltepunkt Düsseldorf Volksgarten und den Haltepunkt Düsseldorf-Oberbilk per S-Bahn direkt zu erreichen.

Besuchern, die aus Düsseldorf gänzlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisten, stand ab dem Hauptbahnhof unter anderem die Straßenbahnlinie 717 zur Verfügung. 1987 verkehrten auf der Linie 717 noch die GT6 und GT8-Stadtbahn-Triebwagen mit Vierachsbeiwagen in dichtem Takt. Unweit des damals noch im Betrieb befindlichen Rheinbahn-Betriebshofs in Wersten befand sich ein Eingang in das BuGa-Gelände. Des Weiteren konnte nahe der Philipshalle die BuGa mit den Linien 710 nach Eller und der 717 erreicht werden. Außerdem bestand die Möglichkeit, den Eingang zur BuGa am Volksgarten mit der Straßenbahnlinie 706 zu erreichen. Hier wurde aus Anlass der Bundesgartenschau die Kunstinstallation „Zeitfeld“ kreiert, die aus 24 hoch aufgeständerten, runden Uhren besteht. Aus Richtung Bilk, Wersten und Friedrichstadt konnte man mit den Linien 701 und 703 zur heutigen Haltestelle "Südpark" (hieß damals „BUGA ’87“) gelangen.

Ferner entstanden im Bereich Wersten/Universität ein großer Parkplatz, an dessen Rand ein eigener BuGa-Busbahnhof angelegt wurde, sowie eine neue Haltestelle BuGa/Südpark für die Straßenbahnlinie 701 nach Benrath. Später wurde hier der Abzweig für die Straßenbahnverbindung zur Universität Ost gebaut.

LiteraturBearbeiten

  • Bundesgartenschau Düsseldorf 1987 (Hrsg.): Der Garten für uns alle. Hub. Hoch Druckerei und Verlag, 1987, ISBN 978-3-7779-0400-9.

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 51° 12′ 24″ N, 6° 48′ 2,4″ O