Hauptmenü öffnen

EinleitungBearbeiten

Die Bundesgartenschau 1979 in Bonn wurde an 178 Tagen, vom 27. April bis 21. Oktober 1979, im Park der heutigen links- und rechtsrheinischen Bonner Rheinaue durchgeführt.

In dieser Zeit besuchten knapp 7,6 Millionen Besucher[1] die Gartenschau, wobei der besucherstärkste Tag der 16. Juni (Tag 51 der Gartenschau) mit 221.198 Besuchern und der besucherärmste Tag der 15. Oktober (Tag 172 der Gartenschau) mit 5.827 Besuchern war.

Für die Gartenschau, die auf eine Fläche von 100 Hektar durchgeführt wurde, wurde in einer zuvor teils landwirtschaftlich genutzten Auenlandschaft ein Park auf einer Fläche von 160 Hektar gestaltet. Der Bau des Parks kostete 130 Millionen Deutsche Mark, die Gestaltung der Gartenschau 45 Millionen Deutsche Mark.[2] Der Betrag für die Gestaltung erhöhte sich nach der Erstellung des offizieller Schlussbericht Stadt Bonn auf 56 Millionen Deutsche Mark.

VorgeschichteBearbeiten

Das Gelände des heutigen Rheinauenparks war ursprünglich als Baufläche für das entstehende Parlaments- und Regierungsviertel geplant. Von Norden begann die Bebauung auf dem Gelände des Sportparks Gronau mit der Errichtung des Abgeordnetenhochhauses im Volksmund „Langer Eugen“ genannt, die Fläche sollte für Folgebauten erweitert werden. Am südlichen Rand entstand eine Siedlung für US-amerikanische Diplomaten (HICOG-Siedlung Plittersdorf), hier sollte eine zusätzliche Bebauung des Auengeländes durch Ministerialbauten in Art und Weise der Kreuzbauten erfolgen. Um die Grünflächen als Naherholungsgebiet zu retten, bewarb sich die Stadt Bonn um die Bundesgartenschau 1979.

Die Idee zur Umwidmung der Fläche kam dem ehemaligen Staatssekretär im Bundesministerium für Städtebau Dr. Hermann Wandersleb und dem damaligen Oberstadtdirektor Dr. Wolfgang Hesse 1967 auf der Bundesgartenschau in Karlsruhe. Auf Basis eines Gutachtens, dass 1968 erstellt wurde, wurde 1970 der bundesoffene Wettbewerb „Rheinaue Bonn – Bundesgartenschau 1979“  ausgeschrieben. Drei Monate später, am 09. November 1970 wurde der Hauptvertrag zur „Durchführung der Bundesgartenschau 1979“ zwischen der Stadt Bonn und dem Zentralverband Gartenbau unterzeichnet.

Mit der Vorentwurfsplanung wurde aus den 23 eingereichten Arbeiten der erste Preisträger, der Landschaftsarchitekt Gottfried Hansjakob, sowie der zweite Preisträger, der Landschaftsarchitekt Heinrich Raderschall & Partner, beauftragt. Für die Bebauung im Park waren in der sogenannten „Planungsgemeinschaft Rheinaue“ die Architekten  H. Bargou, Ernst van Dorp & Partner und Till von Hasselbach vertreten. Die weiter Entwurfs- und Ausführungsplanung wurde anschließend durch den Landschaftsarchitekten Gottfried Hansjakob allein übernommen, die bauliche Ausgestaltung wurde Architekt Ernst van Dorp übertragen.

Danach konnte mit den Arbeiten für den Park auf einer Fläche von 160 Hektar begonnen werden, wovon 125 Hektar auf den linksrheinischen und 35 Hektar auf den rechtsrheinischen Teil entfielen. Das geschätzte finanzielle Gesamtvolumen für die Umsetzung wurde mit 130 Millionen Deutsche Mark angesetzt, wovon 60 Millionen Deutsche Mark für Grunderwerb vorgesehen waren. Da der Park im Entwicklungsgebiet „Parlaments- und Regierungsviertel“ lag, war eine Finanzierung über das Städtebauförderungsgesetz möglich, wodurch sich Bund und Land Nordrhein-Westfalen sowie die Stadt Bonn an der Finanzierung beteiligten. Die organisatorische Durchführung der gesamten Umsetzung lag in einer Abteilung beim Garten- und Friedhofsamt.

Nach der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages am 22. Juni 1976 wurde die „Bundesgartenschau Bonn 1979 GmbH“ gegründet. Der anfängliche Durchführungsetat von 23 Millionen Deutsche Mark erhöhte sich bis 1979 auf 60 Millionen Deutsche Mark und endete schließlich mit 56 Millionen Deutsche Mark. Mit diesem Etat entstand beiderseits des Rheins ein ca. 100 Hektar großes Ausstellungsgelände im zuvor neu geschaffenen Rheinauenpark, in das zusätzlich die gärtnerische Versuchs- und Lehranstalt Friesdorf integriert wurde.

Entstehung und GestaltungBearbeiten

Nach dem Siegerentwurf sollte sich der Park und somit auch das Bundesgartenschaugelände in eine Uferzone, das Rheinufer mit den Rheinpromenaden, eine Parkzone, der Parkbereich mit Auensee, und eine Kommunikationszone, die Aussichtsterrasse mit dem Höhenweg, gliedern. Mit den Bauarbeiten im Bereich der Kommunikationszone wurde unmittelbar nach der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages begonnen.

Für die erforderlichen Erdarbeiten wurde unter anderem der Erdaushub der Baustelle Bundesstraße 42 bei Königswinter verwendet, insgesamt wurden 2,25 Millionen Kubikmeter Erde bewegt und eine Landschaft mit bis zu 22 Meter hohen Hügeln modelliert.

Die einzelnen Zonen waren für verschiedene Aktivitäten vorgesehen. So war die sogenannte Kommunikationszone für Verwaltung, Gastronomie, kulturelle Veranstaltung etc. vorgesehen. In der Parkzone sollten unter anderem Spiel und Sport gebündelt werden. Das hier vorgesehene kombinierte Hallen- und Freibad, sowie die Eislaufhalle wurden jedoch nie gebaut. Es blieb bei den heute noch vorhandene Sportanlagen im südlichen Teil des Geländes, wozu auch die heute durch die „Bonn Capitals“ genutzte Baseballanlage gehört

In den einzelnen Zonen wurden insgesamt rund 6.500 neue Bäume, 180.000 andere Gehölze und hunderttausende Blumen gepflanzt. Es wurde drei Ausstellungshallen mit 10.000 qm Fläche, 28 Mustergärten, 13 Hausgärten errichtet und ein Wegenetz von 45 Kilometer Länge angelegt. Als zentrales Punkt im Park wurde ein 15 Hektar großer Auensee mit eine Länge von 1300 Meter und einer maximalen Tiefe von drei Metern gestaltet. Der See musste mit Bitumen abgedichtet werden um den Pegelstand im See konstant zu halten, da der Grundwasserspiegel in Ufernähe vom Rheinpegel abhängig ist. Um den Seegrund bei Hochwasser gegen Auftrieb zu schützen wurde sichergestellt, dass das Hochwasser im südlichen Bereich über eine Flutmulde in den See einlaufen kann und am nördlichen Ende in der Gronau wieder ablaufen kann. Als Querungsmöglichkeit über den See wurden insgesamt fünf Pontonbrücken errichtet. Auf dem Auensee kamen ein speziell für die Gartenschau entwickelter Bootstyp, der den niederländischen Grachtenbooten nachempfunden war, zum Einsatz. Die insgesamt acht mit Elektromotoren angetrieben Boote verkehrten zwischen der Bootsinsel im Norden und dem „Deutschen Graten“ im Süden. Der südliche Teil des Sees war ausschließlich Ruderbooten vorbehalten.

Auf Grund der Weitläufigkeit des Geländes wurde der Park durch einen Schienenzug erschlossen. Auf einem 4.500 Meter langen Rundkurs mit vier Haltepunkten fuhren insgesamt zehn Züge mit jeweils 40 Sitzplätzen. Diese sogenannte „Blumenbahn“ wurde kurz nach der Eröffnung der Gartenschau durch eine gummibereifte Zugverbindung ergänzt. Diese verband den Fähranleger mit der südlichen Anlegestelle der Auenseeboote. Zusätzlich gab es eine gummibereifte Zugverbindung in der gärtnerischen Lehr- und Versuchsanstalt.

Da das Ausstellungsgelände durch den Rhein getrennt war, wurde eigens eine Fährverbindung zwischen dem links- und rechtsrheinischen Teil eingerichtet. Es waren ständig zwei Fähren im Einsatz, die in Spitzenzeiten durch eine dritte ergänzt werden konnte. Zusätzlich wurde durch die Bonner Personen Schiffahrt die Anbindung des DB-Bahnhofs Oberkassel, wo zahlreiche Sonderzüge ankamen, und der Bonner Innenstadt an das Gartenschaugelände gewährleistet.

Für die gastronomische Versorgung der Besucher wurde ein Konzept erarbeitet, dass vier Standorte für die Großversorgung, die Schnellversorgung an Ausstellungsbrennpunkten sowie eine Versorgung mit Spezialitäten vorsah. Zu den Großversorgungseinrichtungen zählte rechtsrheinisch das Restaurant „Blumenau“ in den Ausstellungshallen. Linksrheinisch gehörte das Restaurantschiff „Rüdesheim“, der Anleger ist heute noch sichtbar, das Parkrestaurant „Rheinaue“ und der Staatspavillon „Rheinland-Pfalz“. Das Angebot wurde durch durch verschiedenste Spezialangebote, wie zum Beispiel das Restaurant der CMA am Übergang zur Lehr- und Versuchsanstalt oder das Pfannkuchenhaus an der Spielstraße ergänzt.

Technisch wurde die Gartenschau unter anderem durch ein technisches Zentrum unterhalb der Kaskade versorgt. Hier befinden sich auch heute noch unter anderem Druckerhöhungspumpen für die Wasserversorgung und Transformatorenanlagen für die Stromversorgung.

Einige Bestandteile des GartenschaugeländesBearbeiten

Eingang Beuel (1)
Im Eingangsbereich am Landgrabenweg, mit vorgelagerten Parkplätzen und Haltestellen für verschieden Buslinien, befanden sich Informationsstände sowie eine Ladenzeile. Diese beherbergte außer Souvenirgeschäften unter anderem auch Zweigstellen der Sparkasse, der Post und eine Außenstelle des Zolls.
Blumenhalle (2-4)
Die Blumenhallen A, B und C befanden sich auf beiden Seiten des Eingangsbereiches und hatten eine Größe von 10.000 qm.
Kuppelhalle (5)
In der 15 Meter hohen Kunststoffhalle mit einem Durchmesser von mehr als 48 Metern und einer Fläche von 2.340 qm eröffnete Bundespräsident Walter Schell die Bundesgartenschau.
Kleingärten (6)
Links und rechts des Hauptweges verteilten sich insgesamt sechs Kleingärten 28 Themengärten und 13 Hausgärten.
Gaststätte Blumenau (39)
Die Gaststätte mit den insgesamt 1.500 Sitzplätzen, davon 1.000 im Innenbereich, konnte für Veranstaltung verwendet werden.
Haribo-Kletterschiff (40)
Das ursprüngliche Schiff war 22 Meter lang, 6 Meter breit, 5 Meter hoch und aus Holz in Form einer Zwei-Mast-Bark gefertigt. Der dazugehörige Sandspielplatz wurde einer Kaianlage nachempfunden. An der Stelle befindet sich auch heute ein ähnliches Holzschiff.
Jugendverkehrsschule (41)
Im Verkehrsgarten der Schule befanden sich auf 5.000 qm ein mehrspuriges Wegenetz mit Kreuzungen, Ampelanlagen, Fußgängerübergängen und ähnlichem. Für die praktischen Übungen standen 16 Fahrräder und 14 Kett-Cars zur Verfügung. In die Schule waren ein Verkehrskasperletheater und ein Verkehrstheater integriert. Seit 2018 befindet sich auf dem Gelände ein Skater-Park.
DRK-Information (42)
Zeigte die Aufgaben und den Aufbau des Deutschen Roten Kreuz.
Beueler Höhe (43)
Aussichtspunkt, der mit 12 Metern Höhe die höchste Erhebung im rechtsrheinischen Ausstellungsgelände war und auch heute noch ist.
Blumenfähre (44)
Insgesamt drei ehemaligen Personenfähren, die im 10 Minuten Takt die beiderseits des Rheins befindlichen Ausstellungsgelände verbanden.
Der Rhein (45)
Natürliche Trennlinie des Bundesgartenschaugeländes.
Theaterzelt (46)
Ehemaliges Zirkuszelt das für Veranstaltungen genutzt wurde.
Sumpf- und Wasserpflanzen (47)
Uferzonengestaltung in einem zum Rhein gewandten Ausläufer des nördlichen Rheinauesees.
Eingang Gronau(48)
Der Eingang befand sich in der Nähe vom Abgeordnetenhaus „Langen Eugen“.
Schiffchen-See (49)
Das nördliche Ende des Auensees ist den Schiffmodellbauern auch heute noch vorbehalten.
Bähnchen Station Gronau (50)
Der nördliche Bahnhof der sogenannten Blumenbahn. Es wurden insgesamt 10 Bahnen eingesetzt die jeweils 40 Personen befördern und mit Elektro- und Benzinmotoren angetrieben wurden. Sie boten 30 minütige Rundfahrten, bei einer Geschwindigkeit von 10 km/h, an.
Weinberg (51)
Der Weinberg unterhalb des Weinpavillons (Staatspavillon Rheinland-Pfalz) wird heute vom Beethoven-Gymnasium bewirtschaftet.
Weinstube Rheinland-Pfalz (52)
Pavillon des Landes Rheinland-Pfalz, er ist noch vorhanden wird aber zur Zeit nicht genutzt.
Ateliers im Freien (53)
Offene Ateliers des Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK)
Kanadischer Totempfahl (54)
Der Pfahl wurde von Tony Hunt, einem Nachfahren der Tingit und Kwagulth-Indianern, vor Ort geschnitzt. Der Stamm der 100 Jahre alten roten Zeder stammte aus der kanadischen Provinz British Columbia und wurde in der Nähe vom Jordan-Fluss nördlich von Victoria geschlagen. Der Totempfahl befindet sich noch heute an seinem Aufstellungsort.
Niederländischer Garten (58)
In dem rund 1.000 qm Garten mit eigenem Pavillon wurde die niederländische Gartenkunst gezeigt. Hierzu zählte auch die damalige Tulpenneuzüchtung „Walter Scheel“.
Niederländische Künstler (59)
Die drei niederländischen Künstler, Piet Slegers, Evert Strobos und André Volten, versuchten mit ihren Kunstwerken die Wahrnehmung des Raumes zu beeinflussen.
Japanischer Garten (60)
Siehe Japanischer Garten
Freilichttheater (61)
Das Amphitheater für Veranstaltungen aller Art, befindet sich auch heute noch gegenüber dem japanischen Garten. Die Basaltblöcke stammen aus der Eifel.
Bötchenanleger Gronau (62)
An dem Anleger starteten die den Grachtenbooten nachempfunden Boote zur entweder 20 minütigen Rundfahrt, oder zur 10 minütigen Fahrt zum Anleger Blumenwiese.
Inselbrücke / Auensee (63)
Der See wurde einem Altarm des Rheines nachempfunden. Neben den zahlreichen Wasservögeln war das Schwanenpaar Helmut und Hannelore die Attraktion des Sees. Die Paten waren das Ehepaar Helmut und Hannelore Schmidt sowie das Ehepaar Helmut und Hannelore Kohl.
Kolumbianische Plastik (64)
Die Plastik „Adler mit Schlange“ stammte aus den archäologisch bedeutenden San Augustin-Bergen in Kolumbien. Die Skulptur befand sich auf der einzigen begehbaren Insel des Rheinauensees im nordöstlichen Teil der Rheinaue und wurde gestohlen.
Grabbepflanzung und Grabmal (65)
In der Leistungsschau der Friedhofsgärtner befanden sich 59 Wahl-, 40 Reihen- und 27 Urnengräber.
Sonnenuhr (66)
Die Bodensonnenuhr wurde von der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie gestiftete. Die Granitplatte der Sonnenuhr ist mit metallenen Ziffern versehen und hat eine Elipsenachse von sechs bis sieben Metern. Als Zeiger dient der Körperschatten. Die Sonnenuhr befindet sich heute noch auf dem Gelände.
Bismarckturm (67)
Der Turm wurde 1901 errichtet und zur Bundesgartenschau renoviert.
Schiffsrestaurant (68)
Das Restaurationsschiff hatte bis zu 800 Plätze die sich auf drei Restaurant aufteilten.
Kaskade (69)
Hinter der Basaltsteinmauer, die sich an den Baustil um die Jahrhundertwende anlehnt, befand und befindet sich das technische Zentrum des Parks. Hinter finden sich unter anderem Druckerhöhungspumpen, Umwälzpumpen und Transformatorenanlagen.
Dahlienarena (70)
Die Arena mit rund 250 Sorten befand sich hinter der Kaskade.
Römische Straße (71)
Die römische Straße bestand aus 26 Abgüssen römischer Grabsteine und Altären. Die Straße ist noch heute größtenteils erhalten.
Kunsthain (72)
Der im Volksmund Löffelwald genannte Kunsthain wurde von den Künstlern Hermann Goepfert und Johannes Peter Hölzinger aus Edelstahl geschaffen.
Brückenmarkt (74)
Auf dem Handwerkermarkt unter der Konrad-Adenauer-Brücke wurden auch gärtnerische Erzeugnisse verkauft. Die Fläche ist heute noch vorhanden und wird unter anderem in den im Sommer monatlich stattfindenden Flohmarkt integriert.
Eingang Konrad-Adenauer-Brücke / Bähnchenstation Brückenmarkt (75)
Hier befand und befindet sich die Anbindung des Parks an den öffentlichen Nahverkehr.
Spielweg (79)
Der Weg wurde am Aussichtshügel vorbei Richtung Parkrestaurant gestaltet. Auch noch heute befinden sich in diesem Bereich Balancier- und Fitnessvorrichtungen.
Panoramablick (80)
Er befand sich auf dem mit 17 Metern Höhe höchsten Hügel des linksrheinischen Parkgeländes. Der Aussichtspunkt ist heute noch vorhanden.
Restaurant Rheinaue (81)
Das Restaurant nach einem Entwurf der Architektengruppe van Dorp Schmitz hatte 350 Sitzplätzen und einen Biergarten mit ebenfalls 350. Im Keller fanden wechselnde Ausstellungen statt, auf dem Dach befand sich ein Aussichtspavillon. Das Restaurant mit Biergarten wird, ohne Ausstellungsbereich und Aussichtspavillon, heute noch bewirtschaftet.
Podium (82)
Das Podium unterhalb des Parkrestaurants wurde für verschiedenste Veranstaltungen genutzt.
Spielhaus und Spiellandschaft (83)
Die Spiellandschaft wurde unter der Leitung des Erziehungswissenschaftlers Professor Schottmayer, mit Unterstützung vom Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit, vom wissenschaftlichen Beirat des Kinderhilfswerkes und entwickelt. Die Spiellandschaft und das dazugehörige Haus wird heute noch genutzt.
Eingang Rosengarten (84)
Mit einer Fußgängerbrücke über die heutige Ludwig-Erhard-Allee wurde das Gelände mit dem wichtigsten linksrheinischen, 2000 PKW’s fassenden, Parkplatz verbunden.
Rosengarten (85)
Der Rosengarten der um einen großen Springbrunnen angelegt wurde, gibt es auch heute noch, jedoch nicht mehr in seiner damaligen Größe.
Lichtfeld (86)
Das Lichtfeld, von Günter Ferdinand Ris, der ein ähnliches Kunstwerk am Bonner Stadthaus geschaffen hat, bestand aus 40 mattreflektierenden 2,5 Meter Hohen Röhren.
Eingang Gustav-Heinemann-Straße (88)
Der Eingang an der Gustav-Heinemann-Straße, in der Nähe der Kreuzbauten, war die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs an Bad Godesberg.
Post und Information (90)
Der Austellungspavillon der deutschen Bundespost am Eingang Gustav-Heinemann-Straße wird heute als Imbiss genutzt.
Polizei (91)
Die Anlaufstelle war während den Öffnungszeiten der Bundesgartenschau zwischen 09:00h und 23:00h besetzt.
Bähnchenstation / Glockengügel / CMA (92)
An der südlichen Station des Gartenschaugeländes befand sich ein Carillon, dieses wurde nach der Gartenschau in den Bad Godesberger Stadtpark versetzt.
CMA „Essen aus Deutschland“ (93)
Der hufeisenförmige Pavillon der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) wurde als Informations- und Degustationspavillon genutzt. Es gab eine Cafeteria und eine kleine Veranstaltungsbühne.
Deutscher Wetterdienst (97)
Der Informationsstand des Deutschen Wetterdienstes bildete das Modell eine Klimahauptstation ab.
Glockenhügel (98)
Im Glockenturm auf dem südlichsten Hügel des Geländes befanden sich 23 Glocken die mehrmals täglich bespielt wurden. Das Carillon wurde nach der Bundesgartenschau in den Bad Godesberger Stadtpark verlagert.
Flora-Treff (99)
In dem Veranstaltungszelt fanden hauptsächlich Veranstaltungen für Kinder statt.
Bienenhaus (102)
In dem Informations- und Demonstrationspavillon der deutschen Imker waren 12 Beobachtungsstöcke für Bienen untergebracht. Das Bienenhaus wird heute noch bewirtschaftet.
Deutscher Garten (104)
In dem 3.500 qm großen Garten gab es unter anderem einen Lehrschaupavillon, den sogenannten Gärtnerpavillon, und vier kreisrunde, 10 Meter im Durchmesser, Gartenräume. Der Garten, ohne Pavillon, ist heute noch vorhanden.
Schaukelspiele (109)
Der große Spielplatz an der großen Blumenwiese, unterhalb des Rheinauen Restaurants, befanden und befinden sich eine Vielzahl der geliebten Kinderschaukeln.
Auenkapelle (112)
In der Auenkapelle, die sich in der Nähe des Bismarckturmes befand, fanden täglich ökumenische Gottesdienste und Meditationsandachten statt.
Globus-Sonnenuhr (113)
Die Sonnenuhr wurde parallel zur Erdachse aufgestellt und wurde von Anton Schmitz einem Bildhauermeister aus französischem Kalkstein geschaffen
Sonnenuhr (114)
Die Sonnenuhr des Steinmetz B. Gerling war 1,20 Meter breit und einen Meter hoch. Die Uhr ging an vier Tagen im Jahr genau, im Sommer mit einer Differenz von vier Minuten und im Winter von 15 Minuten.
Böttchenanleger Blumenwiese (115)
Der südliche Anleger, von hier dauerte die Überfahrt, mit dem Auenseeboot, zum nördlichen Anleger zehn Minuten.
Eingang Plittersdorf (118)
Er stelle die Verbindung zur Martin-Luther-King-Straße und der Kennedyallee her.
Spielurwald
Der aus Pfählen und Tauen geschaffene Urwald des Künstlerehepaars Eva und Wilhelm Heer befand sich am südlichen Ende des Auensees.

Zahlen und FaktenBearbeiten

  • Dauer: 178 Tage ( 27. April 1979 bis 21. Oktober 1979)
  • Größe des Austellungsbereichs:
    • Linksrheinisch; 75 Hektar
    • Rechtsrheinisch: 25 Hektar
  • Größe des Sees: 15 Hektar (Länge ca. 1.300, Breite: bis zu 150 Meter, Tiefe: bis zu drei Meter)
  • Länge des Wegenetzes: 45 Kilometer
    • Linksrheinisch; 29 Kilometer
    • Rechtsrheinisch: 15,5 Kilometer
  • Fährbetrieb mit bis zu drei Fähren:
    • Transportierte Besucher: 4.036.302
    • Betriebsstunden: 2.290
    • Überfahrten: 15.327
    • Gefahrene Strecke: ca. 7.700 Kilometer
  • Fahrgastschiffe (zum Besuchertransport vom Bahnhof Oberkassel zum Bundesgartenschaugelände):
    • Transportierte Besucher: 1.708.803
    • Betriebsstunden: 2.136
    • Überfahrten: 8.544
    • Gefahrene Strecke: 4.272 Kilometer
  • Schienenzüge
    • Streckenlänge: 4.500 Meter
    • Haltepunkte: 4
  • Gummibereifte Zugverbindung
    • Streckenlänge: 1,200 Meter
  • Grachtenboote: 8 Stück für je 35 Personen
  • Ruderboote: 20 Stück
  • Sitzgelegenheiten / Mobiliar
    • Freilichttheater: 1.600 Sitzplätze
    • Bänke (meist 6-sitzig): 840
    • Stühle: 26
    • Stahlrohrsessel: 1.500
    • Stahlrohrliegen: 250
    • Holzstühle: 300
    • Sitzpolster: 50
    • Sitzpoller: 50
    • Spieltische: 17
  • Platzangebot Gastronomie
    • Kuppelhalle: 2.250
    • Theaterzelt: 1.500
    • CMA-Pavillon: 400
    • Staatspavillon Rheinland-Pfalz
      • Innen: 120
      • Außen: 150
    • Parkrestaurant „Rheinaue“
      • Innen: 350
      • Außen: 200
    • Biergarten
      • Innen: 200
      • Außen: 300
    • Hallenstaurant „Blumenaue“
      • Innen: 1.000
      • Außen: 1.000
    • Restaurationsschiff „Rüdesheim“: 1.000
  • Hallenfläche: 13.000 qm
  • Spielplätze
    • Rechtsrheinisch
      • Kletterschiff
      • Jugendverkehrschule
    • Linksrheinisch
      • Spiellandschaft am Hügelcafé
      • Spielweg
      • Spielurwald
      • CMA-Spielplatz
  • Anzahl Besucher (ab sechs Jahre): 7.588.166
  • Verkaufte Dauerkarten: 4.078.286
  • Anzahl der durchgeführten Veranstaltungen: 61.705
  • Bepflanzung
    • Bäume: 6.500
    • Gehölze: 180.000
    • Blumenzwiebeln(u.a.): Rosen 16.000, 250.000 Frühjahrsblumen in 329 Sorten, 4.300 Lilien
  • Gärten
    • Themengärten: 28
    • Hausgärten: 13
    • Kleingärten:6

NachwirkungenBearbeiten

Nach dem Ende der Gartenschau wurde die Anzahl der Beete stark verkleinert, ein großer Teil des Gartens zurückgebaut und in einen Park verwandelt.[3] Die Rheinaue wurde am nördlichen Rand erst 2008 fertiggestellt, nachdem dort der Post Tower errichtet worden war. Bis heute wird das Gelände als Naherholungsgebiet genutzt und hat sich seither kaum verändert. Im Sommer finden hier Konzerte, Festivals und Flohmärkte statt. Es gibt Sportplätze, einen japanischen Garten, Restaurants und Biergärten. Auch von dem rechtsrheinischen Teil ist ein kleinerer Park erhalten geblieben. In den letzten Jahren wurde dort aber der südliche Teil mit einem Hotel und Gewerbeimmobilien bebaut.

LiteraturBearbeiten

  • Gottfried und Anton Hansjakob: Die Rheinaue in Bonn – Geschichte eines Parks Mercator-Verlag 2014, ISBN 978-3-87463-539-4.
  • Klaus E. R. Lindemann: Ein Park feiert Geburtstag – Bundesgartenschau Bonn 1979 INFO-Verlagsgesellschaft Karlsruhe, ISBN 978-3-88190-079-9.
  • Bundesgartenschau Bonn 1979 – Offizieller Ausstellungskatalog INFO-Verlagsgesellschaft GmbH.
  • Bundesgartenschau Bonn – Offizieller Schlussbericht Stadt Bonn.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bundesgartenschau 1979 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BUGA Bonn 1979, Bundesgartenschau Bonn auf den Seiten der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft, abgerufen am 14. September 2019
  2. Das bißchen Grün kriegen wir schon hin, Der Spiegel, 5. März 1979
  3. Jubiläum: 30 Jahre Freizeitpark Rheinaue auf dem Gelände der Bundesgartenschau von 1979, Flensburg online, 18. Januar 2009, abgerufen am 14. September 2019

Koordinaten: 50° 42′ 25,4″ N, 7° 8′ 43,5″ O