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Die Bundesgartenschau 2025 soll in Rostock stattfinden. Die BUGA wird im Zentrum Rostocks im Stadthafen und am gegenüberliegenden Warnowufer stattfinden.

Inhaltsverzeichnis

BewerbungBearbeiten

Um die Austragung der BUGA 2025 hatten sich ursprünglich auch die Landeshauptstadt Schwerin und Wuppertal beworben. Die Schweriner Bewerbung scheiterte an fehlenden Finanzzusagen der Landesregierung. Der Wuppertaler Stadtrat entschied im Juli 2018, die Bewerbung für 2025 zurückzuziehen und ein anderes Jahr anzupeilen.[1] Die offizielle Rostocker Bewerbung reichte Oberbürgermeister Roland Methling Ende Juli 2018 ein, den Zuschlag bekam die Stadt Ende August 2018.[2]

KonzeptBearbeiten

Mit der BUGA soll das sogenannte „Rostocker Oval“ um die Unterwarnow am Stadthafen in der Stadtmitte, in Dierkow und in Gehlsdorf städtebaulich erschlossen werden. Ein Berliner Planungsbüro hatte für die Bewerbung ein Konzept ausgearbeitet und dafür mehrfach die Rostocker Bürger befragt.

Mit der BUGA sollen massive Investitionen in Rostock ausgelöst werden, sie soll mit der Umsetzung weitere Großvorhaben verknüpft werden. Teil der Planungen sind Neubauten für das Volkstheater, um den seit Jahren gerungen wird, sowie für das Archäologische Landesmuseum, die beide im Stadthafen angesiedelt werden sollen.[2] Der Zeitplan ist für diese Bauvorhaben allerdings extrem knapp, ein Architektenwettbewerb kann frühestens 2019 stattfinden.[3] Eine Warnow-Brücke für Fußgänger und Radfahrer soll den Stadthafen und das Gehlsdorfer Ufer nördlich der Warnow miteinander verbinden.[4] Die Hauptverkehrsader Am Strande, die meist befahrene Straße Mecklenburg-Vorpommerns,[5] die den Stadthafen bisher von der Nördlichen Altstadt trennt, soll tiefer gelegt und gedeckelt werden. In Dierkow soll eine ehemalige Deponie entwickelt werden,[6] im Rostocker Osten soll ein neuer Stadtpark entstehen.[2] Geplant ist außerdem die Errichtung einer Markthalle.[3]

Der Stadthafen wird überwiegend als Parkplatz und für Volksfeste genutzt. Rechts die Straße Am Strande, die tiefergelegt und gedeckelt werden soll, im Hintergrund das Dierkower Ufer.

Kosten und FinanzierungBearbeiten

Die Kosten für die Gartenschau sollen sich auf mehr als einhundert Millionen Euro belaufen, von denen die Kosten für die Buga selbst einen kleineren Teil ausmachen würden.[7] Der größere Teil entfällt auf städtebauliche Infrastrukturprojekte, die teilweise ohnehin geplant sind – etwa den Neubau des Volkstheaters oder die Fußgängerbrücke – oder ohne die BUGA kaum finanzierbar wären wie die Tieferlegung und Deckelung der Straße Am Strande oder die Errichtung des Archäologischen Landesmuseums.[7]

Etwa die Hälfte der benötigten Mittel sollen als Förderung vom Bund kommen.[4] Auch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat ihre finanzielle Unterstützung grundsätzlich zugesagt.[5]

Erfahrungen mit der Internationalen Gartenbauausstellung 2003Bearbeiten

Rostock hatte bereits die Internationale Gartenbauausstellung 2003 ausgerichtet. Als Standort waren Brachflächen in Schmarl gewählt worden. Diese boten den Planern die Chance, das nordwestliche Plattenbauviertel aufzuwerten.

Der Bau und die Gestaltung des IGA-Geländes dauerte sechs Jahre und kostete 62 Millionen Euro, hinzu kamen 32 Millionen Euro für den Bau des Messezentrums. Die Finanzierung erfolgte durch die Hansestadt Rostock und das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie den Bund. Die Veranstaltung zog 2,6 Millionen Besucher an. Das Defizit der IGA lag schließlich bei 20 Millionen Euro.

Kritisiert wurde die Nachnutzung des Geländes: Die Randlage und die schlechte Verkehrsanbindung stellten sich als problematisch heraus, der Besuch des IGA-Parks ist nur gegen Eintrittsgeld möglich und die Messehalle weist keine kostendeckende Weiternutzung auf.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. svz.de: Entscheidung gefallen: Buga kommt nach Rostock, 29. August 2018
  2. a b c ndr.de: BUGA 2025 kommt nach Rostock, 29. August 2018
  3. a b ndr.de: BUGA 2025: Offizieller Zuschlag für Rostock, 10. September 2018
  4. a b ndr.de: Rostock hat BUGA-Bewerbung offiziell übergeben, 26. Juli 2018
  5. a b focus.de: Rostock bewirbt sich um Bundesgartenschau 2025 – Nachhaltige Stadtentwicklung an der Warnow, 26. Juli 2018
  6. ndr.de: Rostock treibt BUGA-Bewerbung weiter voran, 29. Dezember 2017
  7. a b welt.de: Rostocker Bewerbung um die Bundesgartenschau eingereicht, 26. Juli 2018