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Bräuersdorf

Ortsteil der Gemeinde Hagenbüchach

Bräuersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Hagenbüchach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Bräuersdorf
Gemeinde Hagenbüchach
Koordinaten: 49° 31′ 25″ N, 10° 44′ 56″ O
Höhe: 353–384 m ü. NHN
Einwohner: 88 (31. Dez. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91469
Vorwahl: 09101
Der Hagenbüchacher Ortsteil Bräuersdorf
Der Hagenbüchacher Ortsteil Bräuersdorf

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt am Fembach (im Oberlauf Dürrnbucher Graben genannt), der ein linker Zufluss der Zenn ist, und am Schafbrunnengraben, der dort als linker Zufluss in den Fembach mündet. Ca. 0,5 km westlich des Ortes liegt das Rötelgründlein, ca. 0,5 km südöstlich das Maurerfeld. Ca. 1 km südlich liegt das Waldgebiet Im Gemeindeholz. Ca. 0,5 km südwestlich erhebt sich der Katzenbuck (381 m ü. NHN), ca. 0,75 km östlich der Hummersberg (385 m ü. NHN).[2]

GeschichteBearbeiten

Bräuersdorf unterstand ursprünglich dem burggräflichem Amt Schauerberg. Nach dessen Auflösung unterstand der Ort dem neu geschaffenem Amt Emskirchen. Nach einer Beschreibung des Nürnberger Umlandes von 1502/06 war es mehrenteils markgräflich, ein Hof gehörte der Reichsstadt Nürnberg.[3]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Bräuersdorf 8 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Hagenbüchach inne. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: 6 Anwesen dem Vogtamt Hagenbüchach und 2 Anwesen dem Nürnberger Eigenherrn von Imhoff.[4]

1810 kam Bräuersdorf an das neue Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hagenbüchach zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Hagenbüchach an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) löste es sich und bildete eine eigene Ruralgemeinde, zu der Brandhof, Erlachskirchen (zum Teil), Erlachsmühle und Trübenbronn gehörten.[5] Diese unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch. 1824 wurde der Teil von Erlachskirchen nach Laubendorf umgemeindet.[6] Ab 1862 wurde Bräuersdorf vom Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1938 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) und ab 1856 vom Rentamt Markt Erlbach (1920–1929: Finanzamt Markt Erlbach, ab 1929: Finanzamt Neustadt an der Aisch) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt Erlbach, 1880–1950er Amtsgericht Markt Erlbach, ab 1950er Amtsgericht Fürth. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 4,612 km².[7]

Am 1. Januar 1972 wurde Bräuersdorf im Zuge der Gebietsreform nach Hagenbüchach eingemeindet.[8]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Bräuersdorf

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 149 170 167 169 170 190 196 199 198 183 165 170 175 178 175 177 156 148 143 214 231 200 158 162
Häuser[9] 21 26 28 31 31 28 28 29
Quelle [10] [11] [12] [12] [13] [12] [14] [12] [12] [15] [12] [12] [16] [12] [12] [12] [17] [12] [12] [12] [18] [12] [7] [19]

Ort Bräuersdorf

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002010
Einwohner 69 104 107 120 116 115 93 152 109 113 93 88
Häuser[9] 12 17 19 19 18 17 19 26
Quelle [10] [11] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [7] [19] [20] [1]

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Kilian (Hagenbüchach) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession nach St. Marien (Langenzenn).

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 8 führt nach Emskirchen bzw. nach Langenzenn. Die Kreisstraße NEA 19 führt nach Dürrnbuch bzw. nach Hagenbüchach.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b www.hagenbuechach.de, Einwohnerzahlen sind im Unterpunkt Ortsteile angegeben.
  2. Bräuersdorf im BayernAtlas
  3. H. Sponholz, S. 80.
  4. H. H. Hofmann, S. 91.
  5. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 32 (Digitalisat). H. H. Hofmann S. 224.
  6. H. H. Hofmann, S. 197.
  7. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 803 (Digitalisat).
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 535.
  9. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 12 (Digitalisat). Für die Gemeinde Bräuersdorf zuzüglich der Einwohner von Brandhof (S. 11), Erlachskirchen (S. 23) und Trübenbronn (S. 92).
  11. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 99 (Digitalisat).
  12. a b c d e f g h i j k l m n Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. Heft 192 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1954, DNB 451478568, S. 179, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  13. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1059, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  14. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1225, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  15. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1159 (Digitalisat).
  16. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1231 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1269 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1095 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 175 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 339 (Digitalisat).