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Birgit Keller im Mai 2011

Birgit Keller (* 28. Januar 1959 als Birgit Ehrhardt in der Lutherstadt Eisleben) ist eine deutsche Politikerin (SED/PDS/Die Linke). Von 2009 bis 2012 war sie Mitglied des Thüringer Landtags und von 2012 bis 2014 Landrätin im Landkreis Nordhausen. Seit Dezember 2014 ist sie im Kabinett Ramelow Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft im Freistaat Thüringen.[1]

WerdegangBearbeiten

Der Vater war Ökonom, die Mutter Lehrerin. Beide Eltern waren Mitglieder der NDPD[2]. Birgit Keller schloss 1975 die Polytechnische Oberschule ab. Nach einer Berufsausbildung zur Elektromonteurin arbeitete sie von 1977 bis 1982 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Starkstrom-Anlagenbau. 1977 trat sie der SED bei und war von 1983 bis 1988 Mitarbeiterin der Kreisleitung der FDJ, dann von 1988 bis 1989 Mitarbeiterin der SED-Kreisleitung. Von 1983 bis 1988 absolvierte sie ein Fernstudium mit dem Abschluss Diplom-Gesellschaftswissenschaftlerin.

1989 saß sie als Vertreterin der SED an einem Runden Tisch. Von 1989 bis 1991 arbeitete sie als Erzieherin in einem Kindergarten. Von 1991 bis 2012 war sie selbständig mit dem Unternehmen TAS Tankanlagenservice Birgit Keller und Fritz-Detlev Röthling Tankanlagenservice GbR in Sangerhausen.[3]

Von 1990 bis 1992 gehörte Keller dem ersten Präsidium des neu gegründeten Landesverbandes der PDS Thüringen an. Seit 1994 war sie Mitglied des Kreistags im Landkreis Nordhausen und stand diesem von 1996 bis 2006 als Kreistagspräsidentin vor. Seit 2006 war sie Vorsitzende der Kreistagsfraktion ihrer Partei. 2006 kandidierte sie auch für das Amt der Landrätin. Bei der Kommunalwahl 2009 wurde sie in den Stadtrat von Nordhausen gewählt.

Bei den Landtagswahlen 1999, 2004 und 2009 kandidierte sie jeweils für ein Direktmandat im Wahlkreis Nordhausen I, wo sie jedoch stets Egon Primas (CDU) unterlag. 2009 gelang ihr über die Landesliste ihrer Partei, auf der sie auf Platz 7 kandidiert hatte, der Einzug ins Parlament. Bei der Landratswahl 2012 im Landkreis Nordhausen setzte sie sich wiederum in einer Stichwahl gegen Egon Primas durch.[4]

Am 5. Dezember 2014 wurde sie im Kabinett Ramelow zur Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft ernannt.

Als Direktkandidatin im Wahlkreis Nordhausen I zog sie bei der Landtagswahl in Thüringen 2019 mit 32,3 Prozent in den Landtag ein.

Birgit Keller ist geschieden und Mutter zweier Töchter.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.thueringen.de/th1/tsk/aktuell/veranstaltungen/82320/index.aspx
  2. Gerlinde Sommer: Keller obenauf. Einst für Agitation zuständig, zur "Wende" in der SED-Kreisleitung, jetzt designierte Landtagspräsidentin.Thüringische Landeszeitung, 14. November 2019
  3. Abschnitt „Zur Person“ auf Homepage (Memento vom 19. Juni 2013 im Internet Archive)
  4. Frauen kommen an die Macht in Thüringen (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Birgit Keller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien